Posts Tagged ‘Religion’

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Willkommen in Deutschland, Papst Benedikt!

21. September 2011

Gedanken eines Monarchisten

zum Besuch des Papstes in Deutschland

 

 

Die monarchistische Bewegung Deutschlands hält sich aus der Diskussion um den Papstbesuch vom 22. bis 25. September 2011, also eine Woche vor dem in Büdingen statt findenden Monarchieforum, dezent zurück, das ist insofern auch gut so, als konfessionelle Diskussionen dem monarchistischen Gedanken schaden, soll doch die Einführung der Monarchie in Deutschland von allen Gesellschaftsschichten und allen Konfessionen begrüßt und getragen werden, gleichgültig, aus welchem Bundesland sie kommen, welchen Dialekt sie sprechen und in welche Kirche sie gehen.
Doch verfolgen auch Monarchisten beider christlichen Konfessionen voller Sorge die hitzige und in weiten Teilen unfaire Diskussion um den Besuch des Oberhauptes des Vatikanstaates, der ja bekanntlich eines der letzten absoluten Monarchien der Welt ist, auch wenn der Vatikan im Jahre 1968 den päpstlichen Hofstaat und alles, was an Prunk und Protz erinnerte (inklusive der dreifachen Krone, des Triregnums bzw. der Tiara) erinnerte, abgeschafft hatte. Doch Papst Benedikt kommt auf Einladung der Staatsführung, und er hat die Einladung auch sehr gerne angenommen, auch wenn er sich dessen vollkommen bewusst ist, dass die Begrüßung im recht kühlen Deutschland, seiner Heimat, anders ausfallen wird als in den südlicheren Ländern.
Es haben sich nun viele Würdenträger aus Gesellschaft, Kultur und Kirche zu Wort gemeldet, das unverantwortliche und vollkommen unrepräsentative Verhalten von Dutzenden von Bundestagsabgeordneten des Berliner Reichstages zu verurteilen, so dass wir dazu nicht mehr viel sagen brauchen. Dass jedoch Bundespräsident Christian Wulff als der offizielle Gastgeber keine deutlichen Worte findet, seine Landsleute zu ermahnen, Würde und Achtung vor dem Oberhaupt eines ausländischen Staates zu zeigen, zeigt wieder nur ZU deutlich, dass er seiner Aufgabe als Staatsoberhaupt nicht gewachsen ist. Wie soll er auch, repräsentiert er doch eine Gesellschaft, die sich selbst nicht mehr im Griff hat, die keinen Halt und kein Fundament hat, deren Vergangenheit aus dem Gedächtnis gestrichen wurde und deren Zukunft alles andere als rosig ist. Und dann kommt ein Kirchenführer mit den Worten: „Wo Gott ist, da ist Zukunft.“ Ein Faustschlag in die Magengrube für all jene, deren Jahrzehnte lange Arbeit an einer gottlosen Gesellschaft nun in Gefahr ist. Ein im 85. Lebensjahr stehender Mann kann – so scheint es – doch tatsächlich das Weltgefüge auseinanderbrechen, so wie es einstmals Papst Johannes Paul II. geschafft hatte, ein ganzes sozialistisches System zusammen stürzen zu lassen.

Auch der Blick der gesamten monarchistischen Bewegung ist auf eine Zukunft gerichtet, und wir sind uns dessen bewusst, dass es ohne Gott keine Zukunft geben KANN. Der Monarch übernimmt eine Art Mittlerfunktion zwischen Gott und dem Menschen. Der Monarch an der Spitze der Nation teilt mit uns Freude und Leid, er spendet Worte des Trostes, der Hoffnung und der Zuversicht. Der Monarch vertritt die Geschichte des Volkes und er ist das Symbol für eine segensreiche Zukunft. Der Monarch ist der Vater, zu dem alle Kinder aufschauen in Stunden der nationalen Trauer und der Freude. Im Monarchen entwickelt das Volk das Edle und Gute, der Monarch verleiht dem ganzen Volk Würde, Stolz, (Selbst-)Respekt und Selbstachtung – und Identität.
Wenn der Vertreter der ältesten Institution Europas, die diesen Kontinent maßgeblich geprägt hat, Perspektiven für eine Zukunft bieten kann, mit der wir uns der Kultur des Todes entreißen und in der Familien, Kinder, Frauen, Alte und Kranke in Würde und in Zufriedenheit leben können, dann wäre es eine Unverschämtheit, ihm das Wort zu verbieten. Immerhin preisen doch die Repräsentanten aller Parteien Deutschlands gebetsmühlenartig ihre Weltoffenheit und Toleranz … Doch der einzige, der sich in seiner bisher sechsjährigen Amtszeit als weltoffen und tolerant gezeigt hat, ist derjenige, den Medien und „Volksvertreter“ als den Gralshüter verkrusteter Strukturen und mittelalterlichen Ansichten versuchen hinzustellen, aber auch nur deshalb, weil die Kirche, die der Papst repräsentiert, mit dem Begriff „Zeit“ nicht zu erfassen ist, genau so wenig, wie Gott und die Wahrheit selbst nicht auf ein Gestern, ein Heute oder auf ein Morgen beschränkt werden können.
Nur Monarchisten wissen um den Wert der Geschichte, sie wissen um Erhaltens- und Liebenswertes. Sie wissen um die Figur an des Volkes Spitze, dem es von seinen Vorvätern her gelegen ist, das Althergebrachte in eine Zukunft hinein zu tragen, damit die Menschen, die der Monarch repräsentiert, Orientierung und Halt haben. Sie wissen um die Verantwortung des Monarchen vor der Geschichte, der Verantwortung des Monarchen vor einer Macht, die höher ist als er, gibt SIE ihm doch erst die Gabe und die Macht, Recht von Unrecht, Gut von Böse zu unterscheiden. Der Monarch weiß, dass Geschichte in einem Entwicklungsprozess ist und auf die nicht mit Gewalt von heute auf morgen nach einem gottlosen und (damit auch) menschenverachtenden Weltbild eingegriffen werden kann, ohne das der Mensch an sich Schaden davon trägt.
Papst Benedikt XVI. ist ein Monarch, auf dessen Schultern eine zweitausendjährige Tradition lastet. Die größten Geister der Geschichte haben an dieser Tradition gearbeitet, und manche haben sogar ihr Leben dafür gelassen. Auch ein Papst, mag er NOCH so modern eingestellt sein, kann beim besten Willen nicht von heute auf morgen diese Traditionen aufgeben, ohne Verrat an seinem Amt und an Gott, den er ja (traditionsgemäß) auf Erden vertritt, zu begehen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche ist sich desen eingedenk, dass nicht jede Forderung, mögen noch so viele „fortschrittlich“ gesonnene Menschen noch so laut schreien, der Wahrheit und der Tradition entspricht. So bleibt ihm einzig, überall auf der Welt als Anwalt für die Vernunft einzutreten, eine Vernunft, die mit Wahrheit und Glaube einhergeht.
Glaube, Wahrheit und Vernunft sind nun aber Begriffe, mit denen sich die „Diktatur des Relativismus“ nun GAR nicht identifizieren kann. Der Glaube an den Dreienen wurde ausgemerzt, die Unvernunft regiert unseren Staat, während wir mit Unwahrheiten gefüttert werden. Wer soll sich da wundern, dass der alte Mann aus Rom hier in seiner Heimat nun nicht so phrenetisch gefeiert und dessen Begrüßung in Deutschland nicht so herzlich ausfallen wird, ist er einer der wenigen, wenn nicht sogar der einzige, der unserer Gesellschaft den Spiegel der Selbsterkenntnis vorzuhalten in der Lage ist, indem er den Begriff der „Freiheit“, der unserer Gesellschaft ja so lieb und teuer ist, als wertlos betrachtet, wenn er nicht mit Solidarität einher geht. Freiheit, die auf Kosten anderer ausgelebt wird (und das ist ja in unserem Land der Fall), „ist keine Freiheit, sondern schuldhaftes Handeln“. Und die Leidtragenden an unserer „heiligen Freiheit“ sind die Ungeborenen, die Alten, Kranken und alle, die am Rand unserer Gesellschaft stehen.
Als Monarchist UND als Katholik (das eine schließt ja das andere nicht aus), freue ich mich über den Besuch des Oberhauptes des Vatikanstaates. Ich schließe mich den Millionen an, die Papst Benedikt aufs Herzlichste Willkommen heißen. Hören wir auf das, was er uns zu sagen hat – es wird ja keinem Schaden. Es sei denn, man befürchtet, dass Benedikt XVI. dem einen oder anderen die Wahrheit um die Ohren hauen könnte; und was gibt es Schlimmeres, als die Wahrheit zu erfahren?

Herzlich Willkommen, Papst Benedikt!

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Ersatz-Religionen

6. Oktober 2009

Europas zweite Aufklärung

von Stephan Baier

Von wegen Säkularismus! Wo der Glaube in den Andachtswinkel des Privaten abgedrängt wird, erobern die ideologischen Ersatz-Religionen die Altäre des Zeitgeistes: mit ihren Tabus und ihren Dogmen, mit neuen Häresien und Heiligsprechungen, mit ihren Sanktionen und oftmals ohne Gnade.

WÜRZBURG, 3. September 2009 (Die Tagespost.de/ZENIT.org ).- Ein analytischer Blick oft nicht gewagt, oft nicht gelungen in den Nahen Osten müsste den aufgeklärten Europäer eigentlich nachhaltig verwirren. Hier tobten sich im vergangenen Säkulum die drei großen europäischen Ideologien des 19. Jahrhunderts aus, doch werden sie derzeit von einer Renaissance des politischen Islam wenn schon nicht weggespült, so doch zumindest begrenzt. Der aus Europa importierte Nationalismus stiftete im absterbenden Osmanischen Reich in Form der jungtürkischen Bewegung und in den Reformen Mustafa Kemal Atatürks riesiges Unheil und millionenfachen Tod. Er schuf in der Gestalt des arabischen Nationalismus neue Staaten und neue Grenzen. Der aus Europa importierte Sozialismus stabilisierte Diktaturen, verschmolz stellenweise mit autokratischen und andernorts mit islamistischen Zügen, denn der Islam besitzt ja eine ausgesprochen egalitäre Seite. Der aus Europa importierte ambivalente Liberalismus schließlich schliff einerseits einige Kanten der Gesellschaft ab, öffnete den Frauen, der Jugend, der gebildeten oder unternehmerisch talentierten Schicht neue Möglichkeiten, schillerte aber andererseits rasch in die Unmoral und Beliebigkeit hinein.

Der Orient, ob christlich, jüdisch oder muslimisch, bleibt tief religiös, und so konnte es nicht ausbleiben, dass der Nationalismus auf einen pan-islamischen Widerspruch stieß, der Sozialismus an der merkantilen Mentalität der Levante abprallte und der Liberalismus die Gegenbewegung eines islamischen Rigorismus provozierte.

Ganz anders in Europa, wo die Politik und die sie umlagernden Medien und Wissenschaften bis heute täglich das Gift der drei großen Ideologien des 19. Jahrhunderts einatmen: des Nationalismus, des Sozialismus und des Liberalismus. Kein Wunder, denn in Europa sind diese Ideologien nicht importiert worden, sondern aus weltanschaulich frei gewordenen Räumen entstanden und gewachsen. Das mittelalterliche Ordo-Denken konnte Schöpfungsordnung, Seinsordnung, Weltordnung und Lebensordnung noch in einer Zusammenschau denken und Abweichungen als Häresie bekämpfen. Sie fand ihren Ausdruck in den patriarchalen (und natürlich komplementär auch matriarchalen) Autoritäten: Gott Vater im Himmel, der Heilige Vater in Rom, der König als Vater des Vaterlands, der Vater als König in seiner Familie.

Bis heute scheint den Europäern das Säkulare das Vernünftige
Mit der „fraternité“ (der nicht mehr christlich verstandenen Brüderlichkeit der Französischen Revolution) fielen die Autoritäten, mit der „liberté“ die Schranken, mit der „egalité“ die Verantwortlichkeiten. Wer hätte sich im aufgeklärten Europa den Ideologien des 19. Jahrhunderts mit ihrer konstruktiven wie destruktiven Energie denn entgegenstellen sollen? Die Kirchen vielleicht, denen die sich aufgeklärt wähnenden Autokraten gerade noch zugestanden, das Herz der Betrübten zu wärmen, durch ihre Predigt zur Stabilität des Staates und durch ihre Erziehungsarbeit zur Stabilität heranwachsender Staatsbürger beizutragen?

Bis heute scheint dem ach so aufgeklärten Europäer das Säkulare als das Vernünftige, das Fortgeschrittene, das Moderne trotz aller Barbareien des 20. Jahrhunderts, trotz aller staatlichen und menschlichen Katastrophen, die den modernen Ideologien anzulasten sind. Bis heute scheint dem Europäer die Vermengung von Religion und Politik vormodern, antiquiert und unaufgeklärt vom sogenannten „Gottesstaat“ Iran bis zu den religiösen Beteuerungen US-amerikanischer Spitzenpolitiker. Bis heute meinen die Europäer mit ihrem Säkularismus und der völligen gesellschaftlichen Ausblendung der Gottesfrage an der Spitze des Fortschrittes zu marschieren obwohl sie bekanntlich demografisch, weltpolitisch und mittlerweile sogar ökonomisch alles andere als vital sind. Der frühere Direktor am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen, Hartmut Lehmann, hat in seinem 2004 erschienenen Buch „Säkularisierung“ überzeugend nachgewiesen, dass Europa mit diesem Trend völlig allein steht: „Nur in Eur
opa ist die Säkularisierung zu einer dominierenden politischen, sozialen und kulturellen Kraft geworden; nur in Europa hat die Säkularisierung triumphiert, wenigstens bis heute.“

Aufgeklärt ohne Anführungszeichen wären die Europäer, wenn jene, die für den Säkularismus eintreten, vernunftmäßig und ohne Schaum vor dem Mund die These anhören könnten, dass der Entchristlichung Europas möglicherweise eine Rechristianisierung folgt, dass das säkulare Zeitalter bestenfalls ambivalent und jedenfalls vorübergehend sei. Stattdessen herrscht in Europa der Irrglaube an die Irreversibilität dieser Entwicklung.

Selbst Vertreter der Kirche pflegen den Ist-Zustand des Christlichen in Europa mit dem Wort „noch“ abzuwerten. Bei seit Jahren rückläufigen Zahlen der Gläubigen, der Priester und der öffentlichen Wahrnehmung scheint das Wort „erst“ oft paradox, das Wort „noch“ so naheliegend. Und beim Rückzug ins Getto gleichermaßen wie beim Hineinkuscheln in die Bequemlichkeiten der säkularen Gesellschaft verendet der missionarische Elan dann oft tatsächlich im Schützengraben kirchlicher Rückzugsgefechte. Nochmals der Historiker Lehmann: „Die von der Säkularisierung bestimmte Straße erscheint wie eine Einbahnstraße, wie eine Straße, die eine Umkehr nicht möglich macht.“ Die Renaissance des vor einem halben Jahrhundert noch tot geglaubten politischen Islam scheint für die meisten Christen hier weder Ermutigung noch Vorbild.

Weder das verbitterte Verteidigen der letzten Bastionen noch die nostalgische Verklärung des Vergangenen hilft Europas Christen. Und natürlich ist auf der Wegstecke der Weltgeschichte auch „eine Umkehr nicht möglich“. Im Leben des Einzelnen wie ganzer Gesellschaften ist nichts von dem, was je geschah, ungeschehen zu machen. Was gedacht, gesagt, getan wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden. In diesem Sinn kann niemand „hinter die Aufklärung zurück“. Aber es ist nicht nur legitim, sondern höchst angebracht, die Aufgeklärten aufzuklären, die Rationalität des Rationalismus zu hinterfragen, die Dogmen und Tabus der angeblich dogmenlosen und tabufreien Gesellschaft zu benennen und zu entlarven. Nicht in der Relativierung der Vernunft, sondern in ihrer Befreiung zu größerer, auch Gott einschließender Weite liegt die Chance der Christen, wie Papst Benedikt XVI. in weiser Auslegung der vielzitierten Zeichen der Zeit immer und immer wieder erklärt. Anders formuliert: Wo die Kirch
e nicht nur (rituell oder ernsthaft) Selbstkritik übt, sondern auch kluge Zeit- und Gesellschaftskritik, da kann sie Zeit und Gesellschaft auch wieder prägen.

Ideologien der Jetztzeit an der Wahrheit des Menschen messen
Niemand hat drängender und ernsthafter die Frage nach der Wahrheit des Menschen gestellt und die Ideologien der Jetztzeit an diesem Maßstab gemessen, als Papst Johannes Paul II. und sein vormaliger engster theologischer Mitarbeiter und späterer Nachfolger Joseph Ratzinger. Dieser Ansatz wirkt tatsächlich aufklärerisch, weil sich hier die Nebel lichten. Wenn nämlich die Ideologien der Moderne nicht selbst der Maßstab sind, an dem die Wirklichkeit des Einzelnen und der Gesellschaft zu messen ist, sondern sie umgekehrt an der Wahrheit und Würde des Menschen gemessen werden müssen, dann wird rasch ihr irrationaler und teilweise ins Totalitäre geneigter Charakter offenbar. Deshalb insistierten die aus dem Nationalismus, aus dem Sozialismus und aus dem Liberalismus erwachsenen Systeme ja so darauf, wissenschaftlich und objektiv zu sein. Selbst die haarsträubend irrationalen Ideologien des Nationalsozialismus und des Marxismus-Leninismus beanspruchten Wissenschaftlichkeit.

Richard Coudenhove-Kalergi hat in seiner Schrift „Stalin & Co.“ bereits 1931, als viele westliche Intellektuelle sich von der Sowjetunion noch blenden ließen, deren pseudoreligiösen Charakter analysiert und karikiert: „Die dritte Internationale ist die jüngste und aktivste aller Religionsgemeinschaften. Eine weltumspannende Kirche mit unzähligen Jüngern und Proselyten in allen Erdteilen, bereit, sich für die Erfüllung der Frohen Botschaft Lenins töten zu lassen. Der Kommunismus ist eine Religion in der Gestalt einer Partei. Die dritte Internationale ist eine Weltkirche. Die kommunistische Partei Russlands ist ein moderner Ritterorden. Russland ist ein Kirchenstaat. Diese neue Religion hat ihre Bibel: das alte Testament von Marx und das neue Testament von Lenin. Sie hat ihre eigene Ethik, die befiehlt, für den neuen Glauben nicht nur zu leiden, sondern auch leiden zu machen; nicht nur zu sterben, sondern auch zu töten; mit allen Mitteln zu versuchen, das große Ziel zu erreichen: die ganze Welt der neuen Kirche und dem neuen Glauben zu unterwerfen.“

Ähnlich ließe sich der Nationalsozialismus analysieren, dessen Kampf gegen die Kirche bei gleichzeitiger Anleihe bei ihren Riten und Bräuchen offenkundig war. Das Pseudo-Liturgische, die Adaption von Kultus und Sakralbau, die offensive Belegung von Worten mit einem ganz bestimmten neuen Bedeutungsgehalt, die radikale Tabuisierung bestimmter Worte und Denkweisen, die Definition von Häresien und deren unbarmherzige Verfolgung all das charakterisiert den Kommunismus wie den Nationalsozialismus. Aber nicht nur sie. In vielfacher Form geschieht dies auch heute im ideologischen Liberalismus, im Kapitalismus, im bürokratischen Etatismus.

Wer die Tabus und Wertehaltungen des 16., des 19. und des 21. Jahrhunderts vergleicht ohne von vornherein an die Irreversibiliät des Fortschritts der Menschheit zu glauben, sondern in nüchterner gedanklicher Gleichzeitigkeit zu allem in Europas Geistesgeschichte Gedachten kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Unfassbar, was der angeblich aufgeklärte Europäer heute so alles zusammenglaubt, was er naiv zu wissen und zu meinen meint! Unvorstellbar, an wie viele Tabus wir uns im säkularen Europa so gewöhnt haben und wie demütig wir die Sanktionierung von Tabuverstößen hinnehmen! Empörend, wie wir uns nicht nur das Denken diktieren lassen, sondern auch der ständigen Manipulation der Worte tatenlos zusehen! Kein Zweifel: In Europa ist es allerhöchste Zeit für eine Aufklärung!

[aus: Zenit.org und
© Die Tagespost vom 3. September 2009 ]

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Mal was Neu’s …

4. Oktober 2009

wappen2Ein herzliches Grüß Gott allen Besuchern hier,

dies hier bei WordPress ist mal etwas Neues für mich, aber ich probiere es einfach mal aus.

So nach und nach werde ich durch die eingesetzten Berichte und Gedanken mehr und mehr von meiner Person, meinen Interessen und meinem Tun und Lassen bekannt geben; ich habe nämlich keine Lust, jetzt ein großartiges Profil hinzuschreiben.

Seien Sie herzlich willkommen hier auf meiner Webblog-Seite und fühlen Sie sich ganz wie zu Hause.

Herzlichen Gruß,

Heinrich Hoffmann