Posts Tagged ‘Kultur’

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„Kreative Pause“

13. Dezember 2010

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Liebe Freunde,

 

seit Monaten, ja seit fast einem halben Jahr, habe ich mich hier in meinem Blog nicht mehr zu Wort gemeldet. Große Gewissensbisse plagten mich – wollte ich mich doch zwischendurch immer mal zu Wort melden, habe aber nie so richtig die Zeit dazu gefunden.

Dennoch sei mir erlaubt, Ihnen/Euch allen ganz herzlichen Dank zu sagen für Ihre/Eure Treue zu meinem/Ihrem/Eurem Blog. Es werden weiterhin Artikel erscheinen, es werden weiterhin Kommentare von mir erscheinen, es wird weiterhin dieser unserer Gesellschaft auf die Finger geschaut werden.

Aber nun – gerade den dritten Advent hinter uns – wollen wir uns erst einmal der besinnlichen Vorweihnachtszeit widmen, solange das noch möglich ist. Denn – wir müssen uns nun mal mit der Tatsache abfinden – unsere Kultur ist keine christliche mehr. Man ist sich sogar soweit einig, dass gar keine christlich-abendländische Kultur mehr existiert. Und wenn wir uns schon freiwillig von dieser 2000 Jahre alten Kultur verabschiedet haben, dann brauchen wir auch kein Weihnachten mehr …

Was muss in dem Menschen vor gehen, der zwar genau weiß, dass vor ca. 2014 Jahren Gott selbst in der Person von Jesus von Nazareth in einer erbärmlichen Krippe in Bethlehem gekommen ist, der zwar genau weiß, dass Jesus Christus in Jerusalem qualvoll gelitten und gestorben ist, um sich dem Vater im Himmel hinzugeben, auf dass die Menschheit befreit werde von aller Schuld und Sünde, der zwar genau weiß, dass der christliche Glaube im Blut abertausender von Märtyrern hat gedeihen können und seinen Siegeszug bis in die entlegendsten Winkel dieser Erde hat antreten können, um die Wahrheit, die Freiheit und die Liebe Gottes in jedes Herz zu tragen, … was muss in dem Menschen vorgehen, der sich der Diktatur des Relativismus unterwirft und den „einfachen Weg“ des Daseins wählt? Wie lange haben wir es nur vermutet, was nun offiziell ist: Das Christentum ist die größte Gruppe auf Erden, die verfolgt wird. Und wer sind die Schuldigen? Natürlich und am Bequemsten findet man die Schuldigen immer bei den Anderen, dabei sind WIR es selbst, WIR Christen, die das Christsein zu einer Privatangelegenheit degradiert haben.

Aber der Glaube und die damit verbundene christliche Kultur WAR nie eine Privatangelegenheit und darf es auch nie werden. Auch wenn jeder einzelne in seinem Inneren, mit seinem Herzen und seinem Verstand, sich mit all den Glaubensgeheimnissen ins Reine kommen muss, so ist die Gemeinschaft („der Heiligen“) an seiner Seite, aber der Mensch verzichtet …

Von klein auf bekommen wir beigebracht, dass wir immer und immer wieder vor Entscheidungen stehen. Immer haben wir es mit „Entweder“ – „Oder“ zu tun, links ODER rechts, oben ODER unten, schwarz ODER weiß, gut ODER böse … Die Enscheidungen KANN uns niemand abnehmen außer unser Herz und unser Verstand. Doch als Christ ist man in der Gemeinschaft mit anderen Christen, vor allem mit denen, die uns in 2000 Jahren voraus gegangen sind, angefangen von Johannes dem Täufer bis hin zu Mutter Theresa von Kalkutta, von dem Diakon Stephan bis hin zu Maximilian Kolbe.Die leidende, die streitende und die triumphierende Kirche WAR immer der beste Ratgeber des Einzelnen, sie wird es auch immer bleiben – man muss sich ihr nur öffnen.

Aber … was werden wir eines Tages unseren Kindern und Kindeskindern sagen, wenn sie uns vorwerfen, dass wir unsere christliche Kultur und all die Unzähligen, die dafür ihr Blut und ihr Leben geopfert, verraten haben? Was werden wir Ihnen zur Antwort geben, wenn sie uns fragen, wieso wir IHRE Zukunft dem Zeitgeist zum Fraß vorgeworfen haben? Werden wir ein reines Gewissen haben, wenn wir ihnen sagen, dass wir Glauben, Wissen und Vernunft gegen Ungewissheit, Unvernunft und Verantwortungslosigkeit ausgetauscht haben?

Eine Jahrtausende alte chrislich-abendländische Kultur haben wir von unseren Vätern und Vorvätern geerbt bekommen, viele davon haben ihr Leben zur Verteidigung dieser Kultur auf dem Schlachtfeld gelassen – und wir, oder sagen wie besser: und ICH gebe mich dem Leugnen der Tugenden und Werte, dem Leugnen meiner eigenen Geschichte, dem Leugnen meiner eigenen Herkunft hin. Und eines Tages werde ich nicht nur vor meinen Kindern und Kindeskindern Rechenschaft ablegen müssen, sondern auch vor dem kleinen hilflosen Geschöpf in der Krippe, das sich anschickt, der gesamten Menschheit Wahrheit und Freiheit, Frieden und Liebe zu bringen.

Sei uns gnädig, kleines Jesuskind.

 

 

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wir „müssen“ …

5. Juli 2010

Nun haben wir unseren neuen Bundespräsidenten, doch die Freude hält sich allüberall in Grenzen. Es zeigt sich mehr und mehr, dass der Bundespräsident eben NICHT der Repräsentant der Nation ist, sondern der Handlanger der (Partei-)Politischen Gremien. Wie kann man auch verlangen, dass ein Mann der Führungsspitze einer Partei von heute auf Morgen parteipolitisch neutral wird, dass er sogar ÜBER den Parteien steht?

In hoheitsvollen Worten – bei Antrittsreden üblich – versucht jeder Bundespräsident seine Visionen darzulegen. Der Kernpunkt in Richard Freiherr von Weizsäckers Antrittsrede war seinerzeit, er wolle nicht der goldene Knauf eines Fahnenmastes sein. Aber wie auch in Weizsäckers Rede hat auch Christian Wulff den mahmenden und moralischen Zeigefinger gehoben, dass es an UNS liegt, diese Gesellschaft lebens- und liebenswerter zu machen. Wir sind ja als Gastgebernation zu gewissen Kompromissen bereit – aber es kann doch nicht sein, dass wir angehalten werden, alles aufzugeben, inklusive unserer Identität und unserer kulturellen Errungenschaften.

Sich mit fremde Kulturen zu beschäftigen ist was Fantastisches, sie erweitern unseren Horizont um ein Vielfaches. Das Beschäftigen mit fremden Kulturen zeigt dem Betrachter vor allem, was er an seiner eigenen Kultur hat. Dies setzt aber voraus, dass er sich erst einmal mit seiner eigenen Kultur beschäftigt und sich mit ihr identifizieren lernt. Ein guter Austausch verschiedener Kulturen kann nur fruchtbar und harmonisch sein, wenn eben diese Kulturen gleichberechtigt nebeneinander lernen zu leben. Wenn aber von der Gastgebernation immer und wieder verlangt wird, sich auf die Fremde Kultur einzulassen, muss irgendwann die eigene Kultur auf der Strecke bleiben.

Es ist Pflicht des Staatsoberhauptes, die Nation, die er repräsentiert, von der Wurzel her zu stärken. Die Nation muss sich ihres kulturellen und geschichtlichen Hintergrundes und seiner Werte und Ideale bewusst werden. Wenn ein Staatsoberhaupt aber dazu aufruft, seine eigenen Wurzeln zu kappen, seine geschichtlichen und religiösen Wurzeln zu vernachlässigen, dann ist die Frage, ob das Staatsoberhaupt fehl am Platz ist, oder ob es um die Nation irgendwann geschehen sein wird …

H.H.

Wir „müssen“ GAR NICHTS,

Herr Bundespräsident


Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

mittlerweile gehört es zur Tagesordnung, aus dem Mund von vielen Politikern zu hören, was wir alles „müssen“. Wir „müssen“ mehr für die Integration unserer ausländischen Mitbürger tun. Wir „müssen“ tolerant sein. Wir „müssen“ Verständnis für deren Kultur aufbringen. Wir „müssen“ deren Religion akzeptieren. Wir „müssen“ mehr für deren Bildung tun.

(Offener Brief von Stanislav Jan Straka an Bundespräsident Wulff)

Es gibt noch vieles mehr, was wir alles „müssen“ und nun teilten Sie uns in Ihrer Antrittsrede mit, was wir noch „müssen“:

Die Deutschen müssten offen sein für die Zusammenarbeit mit allen Teilen der Welt. „Dazu müssen wir andere Kulturen besser kennen und verstehen lernen, müssen wir auch hier auf andere zugehen und den Austausch verstärken. „Das können wir schon hier bei uns einüben, in unserer Bundesrepublik, in unserer bunten Republik Deutschland.“

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, es steht mir nicht zu, Sie zu belehren, aber so viel muss gesagt werden. Wir „müssen“ gar nichts. „Müssen“ – müssen nur die, die zu uns kamen und die, die mit uns leben wollen. Noch nie, habe ich gehört, dass wir mehr für die Integration und Ausbildung von Italienern, Polen, Russen, Chinesen oder Japanern tun „müssen“. Es sind immer Gruppen aus den islamischen Ländern, für die wir mehr machen „müssen“ und sie fordern Tag zu Tag mehr von uns.

Vielleicht wissen Sie es nicht, denn ich bezweifele, dass Sie viel Kontakte zum „ordinären“ Volk pflegen, aber diese Bunte Republik Deutschland ist vielen Bürgern dieses Landes bereits zu bunt.

„Dazu müssen wir andere Kulturen besser kennen und verstehen lernen”, haben Sie in Ihrer Antrittsrede u.a. gesagt. Ich habe schon einiges von der Kultur, die Sie meinen, gelernt. Auch den Koran habe ich von der ersten bis zu der letzten Sure gelesen und das ist auch eins von vielen Gründen, warum ich nicht auf diese Kultur zugehen will und warum ich an einem Austausch mit Vertretern dieser Kultur nicht interessiert bin. Das alles könnte ich hier bei uns zwar einüben – in unserer Bundesrepublik, in unserer bunten Republik Deutschland – aber ich will es nicht. Ich will niemanden zum Freund haben, der in einem Gastland Tod Israel, Tod den Juden brüllt, der Einheimische als Scheiß Deutsche und Kartoffel beleidigt und deutsche Frauen als Schlampen betitelt. Auch mit einer Kultur der Frauenunterdrückung, der Steinigung und Auspeitschen will ich nichts zu tun haben.

Wenn ich in einem fremden Land leben möchte und wenn ich dort willkommen sein will, so muss ich mich der Kultur des Landes und deren Sitten anpassen. Wenn ich das nicht will, kann mich dazu niemand zwingen, aber dann bleibe ich einfach zu Hause. Diese toleranten Kulturbereicherer fordern Entfernung der Kruzifixe aus den Klassenzimmern, mit einem Atemzug stellen sie aber Anspruch auf einen Gebetsraum für ihre Kinder. Sie verfolgen Christen in ihrem Land, in Deutschland bauen sie eine Moschee nach der anderen. Wegen ihnen wird in den Schulen der ganze Speiseplan geändert. Deutsche Nationalgerichte wie Schweineschnitzel werden durch Speisen aus geschächteten Tieren ersetzt. Und der Tierschutz – der bleibt dabei auch auf der Strecke.

Es gibt noch viele Gründe, warum ich nichts von dem, was von uns gefordert wird, „muss“ und warum ich es auch nicht will. Es ist auch nicht notwendig, die Gründe hier aufzuführen, denn Ihnen sind sie sicher auch bekannt. Man tut es nicht, diese Unkultur zu kritisieren. Man „muss“ diese Menschen einfach nur lieben und dann ist alles in Ordnung. MAN „muss“ sie vielleicht lieben, aber ich liebe sie nicht.

Anfangs habe ich mich über Ihre Wahl als Bundespräsident gefreut, jetzt bin ich aber enttäuscht.

Mit freundlichem Gruß

Stanislav Jan Straka
(seit 43 Jahren in Deutschland lebend und seit 43 Jahren integriert)

aus: PI-News


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Graecum Latinumque

11. Februar 2010

… Nun ja, mein Latein reicht gerade noch zum Lesen (und teilweise Verstehen) von Texten und die Heilige Messe zu verfolgen … was aber mein Griechisch betrifft, so muss ich voller Scham feststellen, dass ich gerade noch die Schrift entziffern kann, von den wenigen Vokabeln mal abgesehen. Dem „Plädoyer“ von Marco Reese, den ich in der Blauen Narzisse gefunden habe (und den ich mir erlaube hier zu veröffentlichen), möchte ich mich voll und ganz anschließen.

Es wäre zwar vermessen zu sagen, dass ich durch mein Latein mich hervorragend mit Franzosen, Italienern und Spaniern unterhalten kann, ohne jemals deren Sprachen gelernt zu haben, aber ich verstehe vieles und kann Zeitungsartikel entziffern – wenn auch mit Müh und Not, aber die muss man sich halt machen. Dass man aber durch das Beschäftigen mit diesen alten Sprachen erkennen kann, dass unser Europa einer gemeinsamen Wurzel entspringt, versteht sich von selbst. Unsere Kultur ist Jahrtausende alt, und viele befürchten, dass das Ende und der Untergang dieser unserer Kultur gekommen sei. Ich bin mir nicht ganz schlüssig, ob ich mich dieser Meinung anschließen kann, denn überall entdeckt man in der kleinen Welt namens Internet kleine Knospen der Hoffnung, wenn sich gerade junge Leute unserer Sprache, unserer Kultur und unserer Herkunft bewusst werden. Sie haben erkannt, dass das sich Unterwerfen unter den Zeitgeist nur einen Augenblick der Freude bescheren kann, es ist aber nur der Geist einer kurzen Zeit.

Wenn ich mich im Heute mit dem Morgen beschäftigen will, muss ich mich mit dem Gestern abgeben. Die sinnlose Übernahme fremder Kultur(en) und deren Gepflogenheiten (ich denke da vor allem an „Halloween“) bringt nur die eigene Idendität ins Ungleichgewicht. Ob nun diese unsere Identität ausgerechnet bei den Griechen und Römern seinen Ursprung hat? – Finden sie’s heraus!

Mit Latein und Altgriechisch unsere Kultur verstehen:

Ein Plädoyer für die alten Sprachen

Geschrieben von: Marco Reese

Englisch ist die Weltsprache. Das kann man nicht bestreiten. Chinesisch, aber auch Spanisch, Französisch und Russisch haben weltweit eine große Bedeutung. Die deutsche Sprache steht hintan. Um jedoch unsere deutsche und abendländische Kultur wirklich begreifen zu können, müssen wir viele Jahrhunderte in die Vergangenheit reisen: Unser Erbe beruht auf dem Griechischen und dem Latein.

Das Abendland ist eine „Synthese des griechischen, römischen und christlichen Geistes“

Wir haben einen größeren, einen abendländischen oder europäischen Zusammenhang vorliegen. National- und Regionalgeschichte sind darin einzuordnen. Auf dieser Ebene sind die europäischen Völker elementar miteinander verbunden. Das Abendland oder auch Europa stellt eine geschichtlich gewachsene Synthese dar, eine „Synthese des griechischen, römischen und christlichen Geistes“ (Konstantin Karamanlis). Man könnte noch germanische, keltische und slawische Wurzeln ergänzen. Den Wesenskern hat Karamanlis aber bereits berührt.

Die Synthese erstreckt sich von den griechischen Epen Homers über die ebenfalls griechischen Werke Platons und des Aristoteles, die „Septuaginta“, die griechische Übersetzung des Alten Testaments und die hellenistische Literatur. Dazu tritt die im eigentlichen Sinne römische Literatur: exemplarisch seien hier Cato der Ältere, Caesar, Cicero, Sallust, Vergil, Livius, Seneca und Tacitus genannt. Schließlich ergänzen das griechische Neue Testament, lateinische und griechische Kirchenväter sowie die Werke der Neuplatoniker diese Liste.

So viel zur Antike. Die alten Sprachen jedoch bleiben von Bedeutung: Das heutige Griechisch entwickelte sich linear aus dem früheren. Währenddessen entstanden aus dem spätantiken Latein einerseits die romanischen Sprachen, vor allem Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und auch Rumänisch.

Außerdem wurde das eigentliche Latein zur Gelehrtensprache des entstehenden christlichen Abendlandes. Auch dieses Latein war einem Wandel unterworfen, allerdings einem sehr langsamen, da es nicht Muttersprache war. Vielmehr war es die Sprache der Kirche, der Wissenschaft und der Diplomatie. So stellte es neben dem Christentum ein einigendes Band Europas dar, ohne daß der innereuropäischen Vielfalt damit Abbruch getan worden wäre.

In der Renaissance beschäftigte man sich verstärkt mit der Antike

Im 15. und 16. Jahrhundert widmeten sich Gelehrte wiederum stärker antiken lateinischen wie auch griechischen Autoren und Inhalten. Wir befinden uns in der Renaissance. Die Rezeption zumindest der lateinischen Werke der Antike war allerdings im Mittelalter nie ganz abgerissen. Zudem beschäftigte sich die Theologie ab dem 12. Jahrhundert auch mit Aristoteles. Hier lag eine Anregung durch orientalische Denkrichtungen vor, welche die griechische Philosophie rezipierten.

Ab dem 16. Jahrhundert setzte eine weitere Emanzipation der Nationalsprachen ein. Für die deutsche Sprache ist freilich Luthers Bibelübersetzung zu berücksichtigen. Währenddessen blieb allerdings Latein nicht nur Liturgie- und Verkehrssprache der katholischen Kirche, sondern lange Zeit vorrangige Sprache der Wissenschaften. In der Diplomatie stieg während des Barock das Französische auf. Freilich hat sich dies längst geändert, aber noch heute sind in Deutschland Dissertationen und Habilitationen auch in lateinischer Sprache zugelassen.

Gründe genug also, die lateinische und griechische Sprache als elementares Erbe Europas zu betrachten. Freilich sollte dazu eine entsprechende Beachtung im Schulwesen gehören. Zwar ist nicht gerade ein Untergang des altsprachlichen Unterrichts zu befürchten. Aber er wird heute viel weniger beachtet als noch vor einigen Jahrzehnten. Da altsprachlicher Unterricht als „elitär“ gilt, paßt er nicht so recht in eine geschichtslose, praktisch-materialistische Zeit, in der oft nur nach dem Gesichtspunkt der Nützlichkeit und Verwertbarkeit geurteilt wird.

Dabei öffnen einem die alten Sprachen einen ganzen Reigen an Erkenntnissen. Nicht nur schult die Beschäftigung mit diesen beiden Sprachen das analytische Vermögen. Die Kenntnis der lateinischen Sprache erleichtert zudem das Erlernen heutiger romanischer Sprachen. Auch der Wortschatz des Englischen ist lateinisch geprägt – wie auch zahlreiche Fachausdrücke diverser Wissenschaftsbereiche lateinischer wie griechischer Abkunft sind.

Latein und Altgriechisch lehren uns unsere kulturellen Hintergründe

Viel bedeutender aber ist, daß Latein und Altgriechisch in geschichtliche Hintergründe einführen, die für das Verständnis unserer Kultur unerläßlich sind. Josef Kraus, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes, riet 1998 zur Stärkung des Fremdsprachenunterrichts, bemerkte jedoch: „Dazu gehört auch eine Stärkung des Lateinischen, das eine Brücke zu einer europäischen Mehrsprachigkeit bietet.“

Es ist daher zu begrüßen, wenn beispielsweise im Freistaat Thüringen der Lateinunterricht nun bereits ab dem fünften Schuljahr erteilt werden kann. Zwar ist dem Lateinischen aufgrund des Geschilderten weiterhin der Vorrang gegenüber dem Altgriechischen einzuräumen. Dennoch sollte Altgriechisch wieder verstärkt an Schulen und sei es in Form von AGs angeboten werden. Diese schöne Sprache ist leider viel zu selten geworden.

Es sollte auch die Fähigkeit, ins Lateinische und Altgriechische zu übersetzen, im Unterricht wieder stärker gefördert werden. Dadurch beherrschen Schüler die Sprachen nachweisbar besser. Wenn die alten Sprachen erst einmal wieder auf einer gesunden Basis stehen, kann man über eine Ausweitung nachdenken.

Will Europa als Ganzheit eine gemeinsame Zukunft haben, so muß es sich auf das gemeinsame Erbe besinnen. Dazu gehören die lateinische und griechische Sprache, Literatur und das Denken unterschiedlicher Zeiten. Das Bildungswesen muß diesen Sachverhalt ernstnehmen.

aus: Blaue Narzisse vom 13.11.2009

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Mal was Neu’s …

4. Oktober 2009

wappen2Ein herzliches Grüß Gott allen Besuchern hier,

dies hier bei WordPress ist mal etwas Neues für mich, aber ich probiere es einfach mal aus.

So nach und nach werde ich durch die eingesetzten Berichte und Gedanken mehr und mehr von meiner Person, meinen Interessen und meinem Tun und Lassen bekannt geben; ich habe nämlich keine Lust, jetzt ein großartiges Profil hinzuschreiben.

Seien Sie herzlich willkommen hier auf meiner Webblog-Seite und fühlen Sie sich ganz wie zu Hause.

Herzlichen Gruß,

Heinrich Hoffmann