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Selfies

15. Februar 2018

Ich HASSE „Selfies“ (das ist Neutdeutsch für mit dem Mobiltelefon [zu Deutsch „Handy“ oder „Smartphone“] gemachte und im weltweiten Datennetz [„Internet“] veröffentlichte Selbstportraits).

Dass ich das hasse hat VIELLEICHT damit zu tun, dass ich nicht mehr der Jüngste, der Hübscheste, der Attraktivste bin … aber auch nur vielleicht. Normalerweise ignoriere ich auf den sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook, Twitter oder Instagram diese Selfies, aber es ist auch schon wiederholt vorgekommen, dass ich „Freunde“, die (für meinen Geschmack) ZU sehr dieser narzisstischen Leidenschaft fröhnten, zu jeder gelegenen oder ungelegenen Zeit ein Foto für sich ins Netz zu stellen, aus meiner Freundesliste entfernt habe, vor allem wenn es sich dabei um einen Priester bzw. einen Theologen gehandelt hat, denn das geziemt sich (meines Erachtens) nicht, den Zurückhaltung, Bescheidenheit und Demut auszeichnen sollen …. aber das ist nur meine ganz bescheidene, vollkommen unbedeutende Meinung. Dem Herrn sei’s geklagt, dass ich immer noch Kleriker in meiner „Freundes“-Liste habe, die für meinen Geschmack etwas zu selbstverliebt sind, die sich sehr gerne selbst anschauen, und die auch alle anderen an ihrer Selbstverliebtheit teilhaben lassen wollen. …

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Selfies sind nicht nur ganz nett, oft nerven sie auch.

Sei’s drum. Der Grund, warum ich mich gezwungen sah, hier auf WordPress mal wieder zur digitalen Feder zu greifen ist der, dass es in diesem Zeitalter, in dem der Mensch schon gar nicht mehr ohne Mobiltelefon auskommt, es immer schlimmer wird mit den Selfies – vor allem an Aschermittwoch. Jeder meint nun, dass er sich mit dem Aschenkreuz auf der Stirn ablichten muss.

Doch warum um des lieben Himmels Willen?

Muss jeder sehen, wie fromm man ist? Muss es die ganze Welt erfahren, wie sehr man diesen Aschermittwoch, den Beginn der vorösterlichen Fastenzeit, achtet und ehrt von daher auch demütig und fromm zur Kirche eilt, um sich dieses Aschkreuz auf die Stirn zeichnen zu lassen? Auch wenn ich mich wahrscheinlich sehr weit aus dem Fenster lehne, und auch wenn ich den einen oder anderen fröhlich und heiter in die Kamera grinsenden Selbstportraitler verletze, aber ich bin sicher, dass kaum einer weiß, dass der Aschermittwoch ein absoluter Fast UND (!) Abstinenztag ist (so wie der Karfreitag auch).

Die Fastenzeit dient nicht nur dazu, auf (übermäßiges) Essen und Trinken, es bedeutet aber auch, auf ALLES Unnötige und Unwichtige zu verzichten. Das ist auch der Grund, warum ich selbst weitestgehend auf alle Online-Aktivitäten und den Gebrauch des Mobiltelefons so gut es geht verzichte.

Die Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt (und in der Nacht zum Ostersonntag endet) soll aber auch dazu dienen, Opfer zu bringen und sich selbst hintanzustellen. Dabei ist die Bibelstelle von großer Wichtigkeit, in der es heißt, dass „Deine linke Hand nicht wissen [soll], was Deine rechte tut“ (Matt. 6,3). Also. WENN man schon etwas Gottwohlgefälliges tut, wenn man schon Opfer bringt, Almosen gibt, auf Unnötiges verzichtet, das heilige Messopfer aufsucht, … dann muss man, nein dann SOLL/DARF man es nicht der Welt mittels Mobiltelefon mitteilen.

Memento homo, quia pulvis es et in pulverem reverteris!“ Bedenke, Mensch, dass Du nur Staub bist …

Eine besinnliche, gnaden- und segensreiche Fastenzeit Ihnen allen.

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