Archive for the ‘Persönliches’ Category

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„Als wär’s ein Stück von mir“ (in memoriam SKKH Erzherzog Dr. Otto von Österreich)

5. Juli 2011
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Wie ein kleiner Enkel, der genau weiß, dass sein Großvater, der schon SEHR alt ist, eines Tages sterben wird, der es aber in seiner Kindlichkeit nicht wahr haben, der es mit aller Gewalt verdrängen will, habe ich mich gefühlt, und zwar seit dem Tag, an dem IKKH Erzherzogin Regina Ihre bescheidene, liebenswürdige, engagierte Seele im vergangenen Jahr dem Herrn zurück gegeben hat. Nun muss sich der Enkel damit abfinden und die schmerzliche Tatsache zu verarbeiten versuchen: Er ist tot:
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„Kreative Pause“

13. Dezember 2010

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Liebe Freunde,

 

seit Monaten, ja seit fast einem halben Jahr, habe ich mich hier in meinem Blog nicht mehr zu Wort gemeldet. Große Gewissensbisse plagten mich – wollte ich mich doch zwischendurch immer mal zu Wort melden, habe aber nie so richtig die Zeit dazu gefunden.

Dennoch sei mir erlaubt, Ihnen/Euch allen ganz herzlichen Dank zu sagen für Ihre/Eure Treue zu meinem/Ihrem/Eurem Blog. Es werden weiterhin Artikel erscheinen, es werden weiterhin Kommentare von mir erscheinen, es wird weiterhin dieser unserer Gesellschaft auf die Finger geschaut werden.

Aber nun – gerade den dritten Advent hinter uns – wollen wir uns erst einmal der besinnlichen Vorweihnachtszeit widmen, solange das noch möglich ist. Denn – wir müssen uns nun mal mit der Tatsache abfinden – unsere Kultur ist keine christliche mehr. Man ist sich sogar soweit einig, dass gar keine christlich-abendländische Kultur mehr existiert. Und wenn wir uns schon freiwillig von dieser 2000 Jahre alten Kultur verabschiedet haben, dann brauchen wir auch kein Weihnachten mehr …

Was muss in dem Menschen vor gehen, der zwar genau weiß, dass vor ca. 2014 Jahren Gott selbst in der Person von Jesus von Nazareth in einer erbärmlichen Krippe in Bethlehem gekommen ist, der zwar genau weiß, dass Jesus Christus in Jerusalem qualvoll gelitten und gestorben ist, um sich dem Vater im Himmel hinzugeben, auf dass die Menschheit befreit werde von aller Schuld und Sünde, der zwar genau weiß, dass der christliche Glaube im Blut abertausender von Märtyrern hat gedeihen können und seinen Siegeszug bis in die entlegendsten Winkel dieser Erde hat antreten können, um die Wahrheit, die Freiheit und die Liebe Gottes in jedes Herz zu tragen, … was muss in dem Menschen vorgehen, der sich der Diktatur des Relativismus unterwirft und den „einfachen Weg“ des Daseins wählt? Wie lange haben wir es nur vermutet, was nun offiziell ist: Das Christentum ist die größte Gruppe auf Erden, die verfolgt wird. Und wer sind die Schuldigen? Natürlich und am Bequemsten findet man die Schuldigen immer bei den Anderen, dabei sind WIR es selbst, WIR Christen, die das Christsein zu einer Privatangelegenheit degradiert haben.

Aber der Glaube und die damit verbundene christliche Kultur WAR nie eine Privatangelegenheit und darf es auch nie werden. Auch wenn jeder einzelne in seinem Inneren, mit seinem Herzen und seinem Verstand, sich mit all den Glaubensgeheimnissen ins Reine kommen muss, so ist die Gemeinschaft („der Heiligen“) an seiner Seite, aber der Mensch verzichtet …

Von klein auf bekommen wir beigebracht, dass wir immer und immer wieder vor Entscheidungen stehen. Immer haben wir es mit „Entweder“ – „Oder“ zu tun, links ODER rechts, oben ODER unten, schwarz ODER weiß, gut ODER böse … Die Enscheidungen KANN uns niemand abnehmen außer unser Herz und unser Verstand. Doch als Christ ist man in der Gemeinschaft mit anderen Christen, vor allem mit denen, die uns in 2000 Jahren voraus gegangen sind, angefangen von Johannes dem Täufer bis hin zu Mutter Theresa von Kalkutta, von dem Diakon Stephan bis hin zu Maximilian Kolbe.Die leidende, die streitende und die triumphierende Kirche WAR immer der beste Ratgeber des Einzelnen, sie wird es auch immer bleiben – man muss sich ihr nur öffnen.

Aber … was werden wir eines Tages unseren Kindern und Kindeskindern sagen, wenn sie uns vorwerfen, dass wir unsere christliche Kultur und all die Unzähligen, die dafür ihr Blut und ihr Leben geopfert, verraten haben? Was werden wir Ihnen zur Antwort geben, wenn sie uns fragen, wieso wir IHRE Zukunft dem Zeitgeist zum Fraß vorgeworfen haben? Werden wir ein reines Gewissen haben, wenn wir ihnen sagen, dass wir Glauben, Wissen und Vernunft gegen Ungewissheit, Unvernunft und Verantwortungslosigkeit ausgetauscht haben?

Eine Jahrtausende alte chrislich-abendländische Kultur haben wir von unseren Vätern und Vorvätern geerbt bekommen, viele davon haben ihr Leben zur Verteidigung dieser Kultur auf dem Schlachtfeld gelassen – und wir, oder sagen wie besser: und ICH gebe mich dem Leugnen der Tugenden und Werte, dem Leugnen meiner eigenen Geschichte, dem Leugnen meiner eigenen Herkunft hin. Und eines Tages werde ich nicht nur vor meinen Kindern und Kindeskindern Rechenschaft ablegen müssen, sondern auch vor dem kleinen hilflosen Geschöpf in der Krippe, das sich anschickt, der gesamten Menschheit Wahrheit und Freiheit, Frieden und Liebe zu bringen.

Sei uns gnädig, kleines Jesuskind.

 

 

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Amelie

24. Februar 2010

… Am 06. Februar 2010 kam sie zur Welt, die kleine Amelie. Süß schaut sie aus. Die Mama Nina und das Papilein Thomas sind glücklich – wie könnte es auch anders sein …

Schaut sie Euch an: Klein, zerbrechlich, hilflos, auf Mama und Papa angewiesen. Gefüttert muss sie werden, zu trinken braucht sie, die Windeln wird die kleine Amelie auch hin und wieder mal ihrem Zweck übergeben …

Nein, kein Mensch wird heute sagen können, was aus dieser jungen, hübschen Dame mal werden wird. Wird sie Abitur machen oder eine Lehre? Wird sie eine akademische Laufbahn einschlagen? Wird sie selbst eines Tages Kindern das Leben schenken dürfen? … Alles Fragen, auf die es heute keine Antworten gibt, die aber das glückliche Elternpaar seit 9 Monaten beschäftigte, seit dem Tag, an dem die kleine Amelie unter dem Herzen der Mutter Nina heranwuchs …

9 Monate hat sich das kleine Würmchen Zeit genommen, um auf die Welt zu kommen, aber MENSCH war sie schon vom ersten Augenblick an; und dessen waren sich Mama und Papa bewusst.

Liebe Amelie, Deine Mama Nina und Dein Papa Thomas sind glücklich – und auch ich, der ich Dich noch gar nicht persönlich habe kennen lernen dürfen, werde Dich eines Tages mal in den Arm nehmen dürfen, um Dich auf dieser Welt aus tieftem Herzen willkommen zu heißen. Und wenn es Deine Mama und Dein Papa zu lassen, werde ich Dir auch einen Segen mit auf deinem hoffentlich SEHR langen Weg geben.

Dein Leben soll ein sehr glückliches werden. Dein Leben soll für Dich und Deine Umgebung ein sehr wertvolles werden. Dein Leben soll stets vom reichen Segen Deines Schöpfers begleitet und beschützt sein. Mama und Papa werden rund um die Uhr auf Dich aufpassen, davon bin ich überzeugt, aber nur der Allmächtige kann Dich 24 Stunden am Tag beschützen. Das tat er ja auch all die langen Monate, bevor Du an Deinem Geburtstag das Licht der Welt erblicken durftest.

Ich weiß heute schon, liebe kleine Amelie, dass Du Dich öfters fragen wirst, was sich Deine Eltern dabei gedacht haben, Dich in DIESE Welt zu setzen. Diese Frage wird nur ZU berechtigt sein. Sei nicht böse auf Mama und Papa, denn dass die Welt so IST, wie sie ist, dafür können sie nun wirklich nichts. Mama und Papa sind voller Liebe, sie sind stets für andere da, und nun besonders für Dich. Sie werden Dich all die nächsten Jahre vor dem Hass und der Zwietracht, vor der Mut- und Hoffnungslosigkeit, vor  Gewalt,  und Ungerechtigkeit zu beschützen versuchen, denn eines Tages wird es an DIR sein, Deinen Beitrag zu leisten, dass diese Welt ein besserer Platz ist, vor der man keine Angt mehr haben muss, wo Freundschaft noch was zählt, wo das Leben vor der Geburt und im hohen Alter noch einen Wert hat …

Liebe Amelie, das Glück Deiner Eltern ist SO groß, dass ich es sehr gerne mit ihnen teile. In Mama und Papa hast du die mitunter besten Eltern, die ich mir für Dich vorstellen kann, das kannst Du mir ruhig glauben, denn das weiß ich. Und  Deine Großeltern sind, so wie ich sie kenne, nicht nur unsagbar stolz, sie sind mindestens so glücklich wie Deine Eltern es sind – Du bist das Glück der gesamten Familie.

Und bevor Du Dich fragst, liebe Amelie, was dieser komische Onkel Heinrich von Dir will … Alles erdenklich Gute will ich Dir wünschen:

Der Friede sei mit Dir, und sei Du der Frieden für andere. Die Liebe sei mit Dir, nicht nur die unbeschreibliche Liebe Deiner Eltern. Der Segen des Allmächtigen sei mit Dir. Doch dass Du gesegnet bist, das weiß ich, denn Deine Mama und Dein Papa haben Anteil gehabt am Schöpfungsplan Gottes, was sie nicht nur für DICH, sondern für uns alle zu etwas ganz Speziellem macht.

Kein Leid soll Dir widerfahren, stets sollst Du glücklich sein, stets zufrieden. Stets sollen Engel Dich auf Deinem Weg begleiten. Stets sollst Du aber auch Mama und Papa dankbar sein, dass ihre Liebe so groß war, dass sie Dir etwas schenkten konnten, was nur der Liebe Gott zu schenken vermag: Das Leben. Und wenn sich meine Wünsche für Dich auch nur zum Teil erfüllen, dann wird diese Welt garantiert ein kleines Stückchen besser – für Dich, für Deine Mama und Dein Papa, für Deine Umwelt und weit darüber hinaus.

Das schreibt Dir der „komische Onkel“

Heinrich

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Natus est Rex

21. Dezember 2009

Nein, es ist nicht der heiligen Kirche höchster Feiertag, aber es ist der schönste: Gott ist Mensch geworden – unfassbar! Er, der uns erschaffen hat in all Seiner Güte, in all Seiner Liebe, hat sich in einer kleinen Krippe uns Menschen offenbart. Er, der unsere Armseligkeit erkannte, kam uns zuliebe sogar NOCH armseliger zu Welt.

Der König des Himmels und der Erde, zu dem alle Könige der Welt kommen, um sich Ihm zu Füßen zu werfen und ihm zu huldigen. Unfassbar!

Und wir?

Hektik, Stress, Agression, Unzufriedenheit, Gedankenlosigkeit, … alles Attribute, die auf uns in der Advents- und Weihnachtszeit zu treffen; vor allem das letzte: Wir haben bald vollkommen vergessen, um was für ein Fest es sich tatsächlich handelt, nämlich um die Menschwerdung unseres Schöpfers, unseres Herrn und Gottes, unseres Erlösers, unseres Heilandes. Alles Titel, die so GAR nicht mehr ins 21. Jahrhundert passen wollen, denn der Mensch hat sich selbst zum Gott gemacht, zum Mittelpunkt seines Denkens und Handelns gemacht, da ist leider kein Platz mehr für ein kleines, unscheinbares und hilfloses Kind.

Sei gnädig, mein Heiland, wenn Du Mensch wirst, und doch Gott bleibst. Sei gnädig mit uns, die wir es nicht mehr schaffen, uns vor Deiner kleinen Krippe in den Staub zu werfen und Dir zu huldigen. Sei gnädig mit uns, Du König der Könige, wenn wir Dir den Rücken zu kehren um anderen Dingen zu huldigen.

Möge Dein himmliches, göttliches Lächeln uns alle wieder in Deinen Bann ziehen. Möge Deine Menschwerdung, Deine wunderbare, jungfräuliche Geburt der Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns werden, auf dass wir Deiner Menschwerdung würdig werden. Irgendwann, Du göttliches Kind, werden wir das Unfassbare wieder begreifen: Natus est rex – der König ist (uns) geboren.


Pueri concinite
Nato regi psallite
Voce pia dicite
Apparuit quem genuit Maria
Sum implenta quae praedixit Gabriel
Eia, Eia, virgo Deum genuit
Quem divina voluit clementia
Hodie apparuit
Apparuit in Israel
Ex Maria virgine natus est Rex!



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Der kleine Trommler

15. Dezember 2009

Little Drummer Boy

Come they told me, pa rum pum pum pum
A new born King to see, pa rum pum pum pum
Our finest gifts we bring, pa rum pum pum pum
To lay before the King, pa rum pum pum pum,
rum pum pum pum, rum pum pum pum,

So to honor Him, pa rum pum pum pum,
When we come.

Little Baby, pa rum pum pum pum
I am a poor boy too, pa rum pum pum pum
I have no gift to bring, pa rum pum pum pum
That’s fit to give the King, pa rum pum pum pum,
rum pum pum pum, rum pum pum pum,

Shall I play for you, pa rum pum pum pum,
On my drum?

Mary nodded, pa rum pum pum pum
The ox and lamb kept time, pa rum pum pum pum
I played my drum for Him, pa rum pum pum pum
I played my best for Him, pa rum pum pum pum,
rum pum pum pum, rum pum pum pum,

Then He smiled at me, pa rum pum pum pum
Me and my drum.

„Komm'“, sagten sie mir, „um den neugeborenen König zu sehen.

Unsere schönsten Geschenke bringen wir, um sie dem König darzubringen.

– um IHN zu ehren.“

„Kleines Baby, ich bin auch ein armer Junge.

Ich habe kein Gescheink fir Dich, das eines Königs würdig wäre.

Darf ich für Dich spielen – auf meiner Trommel?“

Maria nickte, der Ochse und der Esel hielten still.

Ich spielte meine Trommel für IHN, ich spielte mein Bestes für Ihn.

Dann lächelte ER mich an,

mich und meine Trommel.


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ViaVeritas

25. November 2009

„Ich bin der Weg,

die Wahrheit und das Leben“

Ja, lange habe ich gesucht, und seit 4 Wochen darf ich mich zu den Mitgliedern eines katholischen Internet-Forums zählen, dessen Links ich zwar hier auf der rechten Spalte bei den Verweisen aufgeführt habe, den ich aber nun endlich extra mit diesem Beitrag besonders hervorheben möchte:

ViaVeritas, katholisches Forum, papst- und dogmentreu

Wer sicher und fest im katholischen (weltumspannenden) Glauben ist, wer NICHT sicher ist im Glauben, wer eine Heimat in dieser säkularisierten und relativistischen Welt sucht, wer Freunde sucht, die das gleiche denken, die die Wahrheit sagen, die das gleiche beten, … der ist hier richtig.

Zu den Moderatoren zählt auch (mindestens) ein Priester, der sich den Fragen und Nöten derjenigen anvertraut, die sich an ihn wenden. Aber auch bei den anderen Moderator(inn)en erkennt man sofort, dass sie nicht nur fest im Glauben stehen, sondern dass sie auch tatsächlich „dogmen- und papsttreu“ sind.

Wie schon gesagt: ich bin seit (erst) 4 Wochen Mitglied, habe aber immer noch nicht alle Beiträge lesen können. Es wird, soweit ich habe sehen können, aber auch JEDES Thema behandelt und ggf. diskutiert, manchmal sogar recht lebhaft. Von Grundsatztexten über liturgische Themen, von Engeln und Heiligen bis hin zu der Königin aller: Maria, von Päpsten und Bischöfen bis hin zu Priestern, von den Sakramenten bis hin zu den eher schwierigeren Themen wie Exorzismus und Visionen und Privatoffenbarungen … so unerschöpflich wie der Dreifaltig Eine, so unerschöpflich wie der herrliche und unvergleichliche katholische Glaube, so unerschöpflich ist auch diese Internetpräsenz.

Die Seite ist vom Design her hervorragend und ansprechend, der Inhalt gibt einem sofort das Gefühl, „zu Hause“ zu sein. Dass gerade heute jeder Katholik aber eine sichere Heimat dringend braucht, wird man erkennen, wenn man sich auch nur ein wenig mit dem Glauben unserer Väter und Vorväter beschäftigt hat, denn heutzutage kann leider nicht jeder Katholik von sich behaupten, eine „Heimat“ zu haben. Denn es ist doch sehr bedauerlich, dass mittlerweile jeder das glauben darf, was er will – sofern er überhaupt an etwas glaubt.

Es fängt schon bei der Liturgie an, die – bis vor ziemlich genau 40 Jahren – überall auf der Welt die gleiche war. Wenn ich heute als Tourist irgendwo auf der Welt in eine heilige Messe möchte, werde ich selten die gleiche Messe finden wie zu Hause. Ich werde mich fast überall fremd fühlen. Aber durch die „Messe aller Zeiten“, den tridentinischen Ritus, der unverständlicherweise der „außerordentliche“ Ritus genannt wird, obwohl er doch seit Jahrhunderten der „ordentliche“ Ritus war, kann ich mich in jeder Kirche, in jeder Kapelle in jedem Dorf der Welt „zu Hause“ fühlen. …

„… ad deum, qui laetificat iuventutem meam“

Während unsere Kirche im 21. Jahrhundert schon soweit ist, dass selbst Bischöfe vor laufenden Fernsehkameras unter Beweis stellen, dass sie den Glauben verloren haben und nicht weit weg davon sind, unseren Herrn und Erlöser zu leugnen, bin ich froh, dass ich bei dem Leuten von „ViaVeritas“ mich nicht nur austauschen kann im gemeinsamen Glauben unserer Väter und Vorväter – wir können uns auch gemeinsam im Glauben an den Dreifaltig Einen, in der Liebe zur von Christus selbst gegründeten Kirche, und in der Treue zum sichtbaren Haupt der Kirche, dem Papst, bestärken.

HH

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Katholisch!

11. Oktober 2009

Ich bin (römisch) katholisch!!!

Es ist immer wieder schön, in verschiedenen Gruppen mit jungen Leuten zusammen zu treffen, in denen sie sich mit Freuden als katholisch „outen“. Und hier genau fängt aber meine Sorge an: Seid Ihr Euch dessen bewußt, was es bedeutet zu sagen: Ich bin katholisch? Seid Ihr Euch der Tragweite und des ungeheuren Ausmaßes dessen bewußt, was es bedeutet, sich zur „einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche“, wie es in unserem Glaubensbekenntnis heißt, zu bekennen? Seid Ihr Euch dessen bewußt, dass es zum Glauben an Gott auch verbunden ist, an alle Glaubenswahrheiten (Dogmen) zu glauben? Auch der Empfang der Sakramente und den Besuch des Heiligen Messopfers ist mit dem „Katholischsein“ verbunden …

Schon bei der heiligen Taufe wurden uns folgende Fragen gestellt:
Glaubst Du an Gott, den Vater den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde?
Glaubst Du an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der geboren ist von der Jungfrau Maria, der gelitten und begraben wurde, von den Toten auferstand und zur Rechten des Vaters sitzt?
Glaubst Du an den Heiligen Geist, die heilige, katholische Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Sünden und das ewige Leben?
„Ich glaube“ antwortet (meistens) der Taufpate an unserer Stelle.

Und ab diesem Zeitpunkt sind wir Mitglieder der katholischen Kirche. Mit dem Sakrament der Firmung aber haben wir eine immense Verantwortung übernommen, die – so glaube ich – kaum einem bekannt ist: wir sind zum Streiter Christi, zum Verteidiger des Glaubens, zum Ritter der Kirche geworden! Und dass wir Katholiken mitten im Kampf sind, dürfte wohl vielen klar geworden sein. Gerade wir hier in Europa stehen einer Bedrohung ausgesetzt, dessen Ausmaß kaum einem bewußt ist:

Unsere (christliche) Kultur und unser Glaube ist in Gefahr – haupsächlich durch den Relativismus. Als Katholiken müssen wir akzeptieren und bekennen, dass es nur EINE Kirche gibt, und zwar die, die von Jesus Christus selbst gegründet wurde auf „Petros“, dem Felsen. Alle anderen Kirchen und christlichen Denominationen, alle anderen Glaubensrichtungen sind mit unserer Kirche und mit unserem Glauben schlicht und ergreifend NICHT gleichzusetzen. Als Streiter Christi ist es (und da soll uns das paulinische Jahr Anreiz, Hilfe und Mut geben) unsere Aufgabe, vor Gott UND den Menschen unseren Glauben zu bekennen – zur Not sogar bis zum Tode.

Ich weiß, dass es sich äußerst pathetisch anhört, und ich weiß auch, dass so gut wie niemand von uns bereit ist, bis ans Äußerste zu gehen, aber gerade hier sollten wir uns am Islam ein Beispiel nehmen. Sie GEHEN für Ihren Glauben bis zum Äußersten.

Die katholische Kirche (zumindest hier in Deutschland) ist eine Kirche „des Friedens, der Freude und des Eierkuchens“ geworden, aber es ist in Deutschland nicht die katholische Kirche, die blüht, wächst und gedeiht – es ist der Islam! Und DAS zu erkennen und zu überlegen, was (wenn auch nur im engeren Umfeld) dagegen getan werden kann und MUSS, ist unsere vornehmste Aufgabe.

Mit dem Dreifaltig Einen, mit der allerseligsten Gottesmutter, und mit der enormen, unvorstellbaren Streitmacht aller Engel und Heiligen in unserem Herzen bekommen wir auch die notwendigen Worte und Waffen, die wir benötigen, unseren Glauben zu verteidigen.
Dann können wir erst recht mit Stolz behaupten: Ich bin katholisch!!!

HH