Archive for the ‘Monarchie’ Category

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Happy Birthday, Ma’am!

20. April 2016

EII

Ich bin – obwohl ich überzeugter Monarchist bin – kein Freund der britischen Monarchie, das hat aber was mit Heinrich VIII. und der roten Lissy, also Königin Elisabeth I., zu tun. Eine Monarchie, die mit der EINEN heiligen Kirche bricht, und deren Throninhaber ihre Legitimität mit Mord und Totschlag behaupten, hat ihre Daseinsberechtigung verloren …
Aber DAS ist eine ganz andere Geschichte, und hat HIER nichts zu suchen.

Heute gilt es, eine SEHR große Dame zu würdigen, vor der selbst eingefleischte Republikaner höchsten Respekt und größte Hochachtung haben. Elisabeth II. ist der Inbegriff von Disziplin, von Fleiß, Verantwortung und Pflichtbewusstsein. Sie hat zwar keine Macht, und dennoch hat Ihr Wort Gewicht.

Es ist SIE, die Königin, die ein riesiges Reich zusammenhält, weil dieses Commonwealth in IHR die letzte Monarchin sieht, die Ihre Legitimität durch die Gnade Gottes erhalten hat.
Dieser Gott wird bei der Krönung Ihres Nachfolgers (wenn es denn überhaupt noch eine Krönung geben wird und keine „Amtseinführung“ wie in den anderen europäischen Monarchien [selbst Vatikan]), keine so große Rolle mehr spielen wie bei IHR, der (offiziell) Verteidigerin des Glaubens (diesen Titel hatte noch Heinrich VIII. erhalten, bevor er … na ja …) und Oberhaupt der Anglikanischen Kirche.

Elisabeth II. ist vielleicht die LETZTE wirkliche MONARCHIN der Welt (von Japan vielleicht mal abgesehen). Sie ist NICHT so volksnah wie die anderen Monarchen unbedingt zu sein meinen. Ein Monarch MUSS erhaben sein und diese Erhabenheit auch ausstrahlen, und Er darf nicht mit der Menge mit schwimmen. Ein Monarch GIBT keine Interviews und lässt sich nicht von und für die „Yellow-Press“ instrumentalisieren. Ein Monarch darf nicht VIEL sagen, er soll nicht reden wie ein Wasserfall oder sagen, was er gerade denkt und was ihm Sein Gemütszustand gerade eingibt. Aber das, WAS Er sagt, soll klar, deutlich und unmissverständlich sein, weil er auch noch nach Generationen an Seinen Worten und an Seinen Handlungen gemessen wird.
Ein Monarch DARF sich nicht von allen betatschen, befummeln, anpöbeln und anquatschen lassen. Er besteht auf ein besonderes Zeremoniell und achtet auf dessen Einhaltung.
Er, der Monarch, ist die Richtschnur. ER weist den Weg. ER ist der EINE, dem zu folgen das Volk stolz macht und jeden einzelnen im Wetteifer zu den größten, den besten, den edelsten Taten zum Wohle des Volkes ermuntert.

Er, der Monarch, ist der Garant für Sicherheit, Stabilität und vor allem Kontinuität. Jede einzelne Seiner Entscheidungen soll mit Weisheit und Besonnenheit getroffen werden, und sie soll sowohl Seinen Vorfahren als auch Seinen Nachfahren zur höchsten Ehre gereichen.

Wer der Beste, der Edelste, der Fleißigste, der Stärkste, Tapferste und Mutigste des Landes ist, der sei König, der sei Euer Monarch, und nicht der, der sich vom gemeinen Volk nicht (mehr) unterscheidet. IM Monarchen soll man die Würde und die Souveränität schon von Weitem erkennen. Es ist der Monarch, der in Seiner Person auch seinem Volk diese Würde und Souveränität verleiht. Und im Monarchen soll man die Königsherrschaft des Gottessohnes wiedererkennen, Den Er hier auf Erden repräsentiert.

Der Monarch verkörpert die Geschichte Seines Landes (bzw. Seiner Länder), Er ist Die personifizierte Vergangenheit und die Zukunft. Er ist das Familienoberhaupt, das zwar streng sein muss, und das dennoch voll Milde und Güte, voll Weisheit und Gerechtigkeit, voll Treue und Liebe sein Volk zu leiten weiß.

Er teilt Leid und Freude mit Seinem Volk, Er spendet Trost und er ist allzeit danach bestrebt, die ihm von Gott anbefohlen zu Edlem, zu Schönem und zu Gutem zu ermuntern. Er belidigt, beschimpft und entwürdigt niemals Sein Volk (wie das so mancher Bundespräsident gerne tut). In Seinem Handeln und in Seinen Worten soll der Monarch Edelmut ausstrahlen, auf dass das Volk edelmütig werde.
Immerhin ist das der Grund, warum er/sie Monarch(in) ist: Im eigenen Land wie auch in allen Ländern der Welt soll der Monarch die aller-edelsten Tugenden Seines Volkes repräsentieren – und Elisabeth II. ist DIE Tugendhaftigkeit in Person. Und das ist etwas, was man bei Vertretern einer Republik – Gott sei’s geklagt – höchst selten antrifft.

Ich wünsche IHR, der sprichwörtlichen MAJESTÄT, der Königin Elisabeth, ein sehr langes, gesundes, glückliches, erfüllendes Leben zu Ihrem 90. Geburtstag. Möge sie allzeit der Stolz Ihrer Länder sein, und möge Sie der Segen des Dreieinen Gottes allezeit beschirmen und beschützen.

Und zu diesem Anlass des 90. Geburtstags Ihrer Majestät Königin Elisabeths erlaube sogar ICH mir laut und überzeugt auszurufen: „God save the Queen!“

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Das Erbe des Vaters (Michaela Koller interviewt Karl von Habsburg-Lothringen)

18. Juli 2011

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Erzherzog Otto und Erzherzogin Regina von Österreich

„Otto, ein sterblicher, sündiger Mensch“ hat seine letzte Ruhestätte in der Kaisergruft der Wiener Kapuzinerkirche gefunden. Nicht Kronen und Titel, nicht Orden und Ehrenzeichen, nicht Ämter und Auszeichnungen haben ihm, Dr. Otto von Habsburg-Lothringen und seiner Frau Regina, die Tore zur Kaisergruft geöffnet, sondern Bescheidenheit und Demut vor dem, der weitaus größer ist als alles zusammen.

Auch wenn es schwer fällt, wieder zur Tagesordnung über zu gehen, so werden wir es dennoch tun. Unsere Tagesordnung wird aber nicht die gleiche sein wie bisher, denn wir sind etwas sensibler geworden für das Wort „Verantwortung“. Das GANZE Leben des Erzherzogs Dr. Otto von Österreich war vom Augenblick seiner Geburt am 20. November 1912 bis zu dem Tag, an dem er im Kreise seiner Kinder am 4. Juli 2011 für immer die Augen geschlossen hat, von dem ihm von seinem Vater, dem seligen Kaiser Karl, und von seiner Mutter, Kaiserin Zita, vererbten Verantwortungsbewusstsein geprägt: Verantwortung vor seiner Familie, Verantwortung vor seinen Vorfahren, Verantwortung vor Gott,vor den Mitmenschen und vor der Geschichte. Und dieser Verantwortung war sich der Sohn des letzten Kaisers der Donau-Monarchie in jeder Hinsicht bewusst.

Es fällt uns außerordenlich schwer, unsere Dankbarkeit für diesen großen Mann, für diesen „Hohen Herrn“ (S. Em. Dr. Christoph Card. Graf von Schönborn beim Requiem im Wiener Stephansdom) auszudrücken, wir können nicht die passenden Worte finden. Die Bilder der verschiedenen Trauerveranstaltungen in Bayern und Österreich sprechen aber Bände: Alle kamen sie zu seinem Sarg, um Abschied zu nehmen: die, die ihn liebten, und die, die seit fast 100 Jahren eine Heidenangst vor ihm hatten. Angst, weil Dr. Otto von Habsburg-Lothringen etwas bewegen konnte und etwas bewegt HAT, auch wenn man so kurz nach seinem Tod auch den Eindruck vermittelt bekommt, als sei er Zeit seines Lebens von Misserfolg begleitet gewesen.

Lassen wir Erzherzog Dr. Otto von Österreich aber erst einmal in Frieden ruhen, um nach einer gewissen Zeit erkennen und all seinen Feinden in der fest im Sattel sich wähnenden „Republik“ beweisen zu können, dass er auf ganzer Linie erfolgreich war: Als kaiserlicher und königlicher Prinz, als Erzherzog, als Präsident der Paneuropa-Union, als Politiker, als Familienvater, als „sterblicher, sündiger Mensch“.

Lassen wir Otto von Habsburg-Lothringen in Frieden ruhen und richten unsere Gedanken, unsere Gebete und unsere Hoffnungen auf SKKH Erzherzog Karl von Österreich, mit dem Frau Michaela Koller in Vaticanista News folgendes Interview geführt hatte (für dessen Veröffentlichung mir die freundliche Genehmigung von Frau Michaela Koller vor liegt – herzlichen Dank an dieser Stelle):

H.H.

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„Die Europäische Idee ist eine

logische Konsequenz der Reichsidee“

Publiziert am Juli 16, 2011 von michaela in Vaticanista News

Interview mit Karl von Habsburg, Chef des Hauses Habsburg, über das Erbe des Vaters und die Zukunft der Familie

WIEN, 16. Juli 2011 (Vaticanista/dapd).- Nach dem Tod von Otto von Habsburg erwägt die Familie die Einrichtung eines Gedenkorts für den CSU-Politiker und ältesten Sohn des letzten Kaisers von Österreich. “Es gibt natürlich einige Überlegungen in diese Richtung”, sagte Karl von Habsburg, der Nachrichtenagentur dapd. “Aber was sich davon manifestiert, wird man sehen.” Michaela Koller sprach mit dem Chef des Hauses Habsburg am Rande der Trauerfeierlichkeiten.

Karl von Habsburg vor dem Gebet in der Synagoge; Foto: Koller
Karl von Habsburg vor dem Gebet in der Synagoge; Foto: Koller

Aus der ganzen Welt erreichten Sie eine große Anteilnahme am Tod Ihres Vaters. Was bedeutet dies für Sie und die Familie?

Habsburg: Für mich bedeutet das einfach auch eine Würdigung seines Lebenswerkes. Eine vergleichbare Spannbreite in einem aktiven politischen Leben wie bei meinem Vater gibt es ja wohl kaum: Er hatte in der Monarchie noch eine offizielle Funktion, engagierte sich während des Zweiten Weltkriegs und später im Europäischen Parlament. An den medialen und persönlichen Reaktionen sehe ich, dass sie seinem Einsatz Rechnung tragen.

Sie haben beim Trauerempfang in München betont, dass Ihr Vater sich wirklich in Bayern heimisch gefühlt hat. Welche Verbindung wird es denn in Zukunft zwischen Bayern und dem Haus Habsburg geben?

Habsburg: Viele meiner nahen Verwandten leben noch in Bayern. Die Verbindungen sind weiterhin so intensiv wie früher, da sehe ich keinen Bruch. Wir Kinder sind halt auch gebürtige Bayern.

Wer lebt konkret in der alten Heimat?

Habsburg: Meine Schwester Gabriela. Sie lebt als georgische Botschafterin zum Teil in Berlin, aber auch in Bayern.

Wird es dort auch einen Gedenkort geben?

Habsburg: Es ist noch zu früh, um darüber zu sprechen. Es gibt natürlich einige Überlegungen in diese Richtung. Aber was sich davon manifestiert, wird man sehen.

Ihr Vater war einst Kronprinz von Österreich-Ungarn, der Letzte in einer langen Reihe. Ist mit seinem Tod eine Ära zu Ende gegangen?

Habsburg: Mit dem Tod eines jeden Menschen geht eine Ära zu Ende. Einige Leute sagen aber, das sei das Ende der Habsburger. Das sehe ich natürlich nicht so. Ich meine, dass wir, in dem Sinne, wie wir erzogen wurden und hinsichtlich der Dinge, für die wir uns als Familie einsetzen, gar nicht so schlecht aufgestellt sind. Wenn man sieht, in wie vielen verschiedenen Ländern und in welchen Bereichen wir politisch vertreten sind, muss ich darüber nicht besorgt sein.

Hans-Gert Pöttering, ehemals Präsident des EU-Parlaments, rief bei seiner Rede beim Münchner Trauerempfang dazu auf, dem Vermächtnis Ihres Vaters treu zu bleiben. Was bedeutet dies für Sie persönlich?

Habsburg: Wir alle, besonders wir Kinder, sind sowieso von seinem europäischen Geist und seiner Überzeugung schon immer sehr geimpft gewesen, haben seine Tätigkeit seit jeher gerne unterstützt und unglaublich gerne mit ihm zusammengearbeitet. Und es ist klar, dass wir das in einer anderen Form als Tradition fortsetzen werden.

Können Sie das konkreter benennen, inwiefern pflegt Ihre Familie nun das Erbe?

Habsburg: Meine Schwester Walburga sitzt als Abgeordnete im schwedischen Parlament und führt auch in der OSZE die Ideen meines Vaters weiter fort, mein Bruder Georg ist ungarischer Sonderbotschafter und Präsident des ungarischen Roten Kreuzes und meine Schwester Gabriela erwähnte ich schon. Meine Haupttätigkeit ist die für die Stiftung Blue Shield, in deren Rahmen wir uns um den Schutz von Kulturgütern in Konfliktgebieten einsetzen. Wir alle sind im Umfeld der Politik tätig und können da die Ideale, die mein Vater verkörpert hat, mit einbringen. Sogar die nächste Generation beginnt sich zu engagieren, wie einer der Söhne meiner Schwester in Spanien. Das Interesse an der Politik reißt also nicht ab.

Ihr Vater sagte einmal, er danke Gott dafür, dass er Parlamentarier geworden ist. Im EU-Parlament erzählt man sich noch, dass leidenschaftlich gerne Abgeordneter war. Wie ist dieses Bekenntnis Monarchisten zu vermitteln?

Habsburg: Mein Vater hat stets klar gemacht, dass seine politische Tätigkeit in der Tradition seiner Vorfahren steht, aber unter modernen Umständen. Die Familie hat eine lange Tradition als Berufspolitiker. Mein Vater hat erkannt, dass aus dem, was man früher die Reichsidee bezeichnet hat, eine logische Konsequenz die Europäische Idee ist. Mit denselben Idealen und demselben Enthusiasmus hat er sich für Europa eingesetzt. Deswegen war es für ihn wichtig, dass er in den letzten Wochen noch mitbekommen hat, was sich zwischen Kroatien, das einmal zum Habsburgerreich gehörte, und der Europäischen Union getan hat.

Was machte die Reichsidee aus?

Habsburg: Es bedeutet eine übernationale Rechtsordnung mit dem Prinzip des Vorrangs der Eigenverantwortung sowie mit christlichen Wertvorstellungen. Das war für meinen Vater wesentlich.

Die Art und Weise, wie die Trauerfeierlichkeiten gestaltet werden, zeigen aber, dass Ihr Vater weit mehr als ein Parlamentarier war. Hätte er sich diese Dimension so gewünscht?

Habsburg: Das weiß ich nicht, aber ich sage Ihnen ganz ehrlich, dass wir das nicht einschränken konnten: In Bayern, Österreich und in Ungarn, wo mein Vater unglaublich aktiv war, gibt es viele Leute, die absolut nicht verstehen würden, wenn dort nichts stattfinden würde.

Nach jedem Requiem für Ihren Vater wird die Kaiserhymne gesungen, einschließlich der Zeilen „Innig bleibt mit Habsburgs Throne Österreichs Geschick vereint“. Wie legen Sie diese Worte gegenüber Ihren Kindern aus?

Habsburg: Man muss den Kindern selbstverständlich auch beibringen, was ihre Familiengeschichte ist. Man darf dabei aber nicht Zeile für Zeile wörtlich nehmen, sondern muss diese im historischen Zusammenhang sehen.

[Erstveröffentlichung: © dapd, 14. Juli 2011]

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„Als wär’s ein Stück von mir“ (in memoriam SKKH Erzherzog Dr. Otto von Österreich)

5. Juli 2011
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Wie ein kleiner Enkel, der genau weiß, dass sein Großvater, der schon SEHR alt ist, eines Tages sterben wird, der es aber in seiner Kindlichkeit nicht wahr haben, der es mit aller Gewalt verdrängen will, habe ich mich gefühlt, und zwar seit dem Tag, an dem IKKH Erzherzogin Regina Ihre bescheidene, liebenswürdige, engagierte Seele im vergangenen Jahr dem Herrn zurück gegeben hat. Nun muss sich der Enkel damit abfinden und die schmerzliche Tatsache zu verarbeiten versuchen: Er ist tot:
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22.2. Cathedra Petri

23. Februar 2010

Cathedra Petri

… ein herrliches, ein erhabenes Fest: Der Bischof von Rom, der Nachfolger des hl. Petrus, feiert – wenn mans genau nimmt – das Fest seines hohen Amtes. Die Cathedra, also seinen Bischofssitz (der nicht im Vatikan, sondern in der Patriarchalkirche San Giovanni in Laterano – Lateranbasilika steht) muss der neugewählte Papst, der ja bekanntermaßen der Bischof von Rom ist, nach seiner „Krönung“ feierlich in Besitz nehmen. Die Cathedra ist aber auch sein Lehrstuhl, von dem aus er seit Jahrhunderten seine Lehrentscheidungen verkündet. Und genau dies ist das, was die katholische Kirche aus macht: Die Einheit im Glauben, weil der Papst als der Vater aller Christgläubigen mit seiner ihm von Christus Jesus übertragenen Autorität die EINE Wahrheit und die EINE, fast schon 2000 Jahre alte Tradition verkündet und verteidigt. Dass er im 21. Jahrhundert mit vielen Widerständen zu tun hat, kommt nicht von ungefähr. Seit den Sechzigern aber versucht man alles, den Inhaber des universellen Lehrstuhles dazu zu bewegen, die jahrtausendealten Wahrheiten über Bord zu werfen, um sich „Dem Zeitgeist anzupassen“. Ein hübsches Wörtchen war das von einem Papst selbst, vom seligen Johannes XXIII., kreierte Wort: „Aggiornamento“; die Kirche müsse ins Hier und ins Heute gestellt werden. Die Kirche jedoch und vor allem die Lehre, die sie vertritt, sind jenseits von Zeit und Raum. Was vor Tausenden von Jahren wahr war, kann heute keine Unwahrheit sein. Und wenn sich die Welt heutzutage nicht mit der Wahrheit arrangieren kann, ist das nicht das Problem der Heiligen Mutter Kirche und erst recht nicht des Heiligen Vaters …

Ein herrliches, ein erhabenes Fest: Cathedra Petri. Der Nachfolger Petri, der Heilige Vater als Vater, Lehrer und Hirte der gesamten Christenheit. Benedikt XVI. gibt sich wahrlich viel Mühe, diesem seinem hohen und verantwortungsvollen Amt gerecht zu werden. Er nimmt seinen biblischen Auftrag sehr ernst, lieber die 99 (gerechten) Schafe stehen zu lassen, um das eine, verloren gegangene Schaf zu suchen, als es für verloren zu erklären. Es ist sehr wahrscheinlich, dass DIESER Papst seiner Verantwortung auch gegenüber den verlorenen Schafen, für die er eines Tages Rechenschaft am himmlischen Thron wird ablegen müssen, sehr wohl bewusst ist, während der eine oder andere seiner Vorgänger eher danach bestrebt war, die Kirche NOCH weiter der Welt zu öffnen, und dabei das große Risiko eingagangen ist, dass sie als Kirche, als von Christus Jesus eingesetzte Institution, sehr an ihrer Glaubwürdigkeit und Heiligkeit verloren hat.

Benedikt XVI. wird die großen, aber gut gemeinten Fehler seiner Vorgänger nicht mehr aufarbeiten können, aber für die Zeit, die ihm der Schöpfer alles Seins noch auf diesem Erdenrund schenkt, wird Seine Heiligkeit alles dran setzen – davon gehe ich aus – auf der Cathedra Petri ein guter Lehrer, ein guter Hirte und vor allem ein guter, liebevoller und besorgter Vater ALLER Christen zu sein …

„ut unum sint“

– „auf dass alle EINS seien“ im Glauben und in der Wahrheit.

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Andreas Hofer († 20. Februar 1810)

20. Februar 2010

Große Persönlichkeiten der Geschichte sind ja dazu da, als Beispiel, als Vorbild hingestellt zu werden. Zugegebenermaßen ist die Geschichte eine recht untreue Gesellin, stellt sie doch im Laufe der Zeit so manches Vorbild in einem Licht dar, welches ihm ganz und gar nicht gerecht wird. Gerade im Fall Andreas Hofer, der – wie man sich 200 Jahre nach seinem Tod sehr gut vorstellen kann – so gar nicht recht in die heutige politische Situation und Gedankenwelt passen will, weil so gut wie ALLE seine Tugenden (wie Ehre, Mut, Frömmigkeit, Standhaftigkeit, …) einen recht tranigen Beigeschmack bekommen haben. Das liegt aber nicht an den ewig geltenten Werten, das liegt an der Gesellschaft, die mittlerweile schon so dermaßen verkommen ist, dass sie sich nicht mehr zu ihrem Glauben, zu ihrem Heimatland und ihrem rechtmäßigen Herrscher bekennen KANN und MÖCHTE.

Wenn ich so meine Gedanken bei Andreas Hofer schweifen lasse, so war er IMMER ein großes Vorbild für mich – jedoch absolut unbewusst. Ich hatte mich zwar schon öfters mit ihm befasst, aber in meinem täglichen Denken und Handeln war er eigentlich nie so richtig präsent. Aber ich liebe mein Heimatland und würde alles tun, es zu verteidigen. Ich liebe meine heilige Mutter Kirche, die – wen wunderts – durch den weltumspannenden Werteverlust mit vielen Problemen zu tun hat, was meinen Beistand, mein Gebet und meiner Einsatzbereitschaft erst recht erfordert. Und dann wäre es ja nur noch ein kleiner Schritt zu meinem Interesse für die Monarchie …

Aber wir wollen uns mit Andreas Hofer beschäftigen, über den das katholische „Magazin für Kirche und Kultur“ Katholisches.info einen sehr guten Bericht geschrieben hat, den ich hier reinzusetzen mir erlaube. Es kommt nicht von ungefähr, dass sich viele fragen, was der Kirche einfällt, Andreas Hofer für sich zu vereinnahmen. Wer aber  aus dem Glauben heraus den Anlass seines Tun und Handelns sieht, der ist es wert, von der Kirche als Beispiel hingestellt zu werden. Denn die Kirche ist zeitlos – was man von den politischen Verhältnissen nicht behaupten kann. Hier tun sich die politischen Verantwortungsträger schwer, einen der Ihren, einen Nationalhelden zu verehren, weil sein Gedenken vielleicht andere verärgern könnte, seien es die Italiener, seien es die Franzosen, die Juden, die Moslems, oder wen auch immer. Andreas Hofer:  Ehre, wem Ehre gebührt – zur größeren Ehre Gottes.

Hofer – ein katholischer Held.

Zum 200. Jahrestag seiner Hinrichtung

von Johannes Thiel

Über katholische Persönlichkeiten wird heute wenig gesprochen. Eine solche war der Tiroler Andreas Hofer, dessen Hinrichtung sich am 20. Februar 1810 zum 200. Mal jährt. Seiner Bedeutung wegen widmete ihm Kardinal Albino Luciani, der spätere Papst Johannes Paul I. im Dezember 1974 einen fiktiven Brief, der 1978 mit Briefen an weitere katholische Persönlichkeiten in Buchform veröffentlicht wurde.

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hingegen dichtete Andreas Hofer zum „bigotten Frömmler“, zum „Rauf- und Saufbold“, zum „Nationalhelden rechter Tiroler“ und „blinden Anhänger des Ancien régime“ um. Da der Glaube eine zentrale Triebfeder seines Handelns war, deklassieren ihn die Grünen heute zum „Fundamentalisten“ und „Alpentaliban“. Damit erweisen sie sich als „würdige“ Erben ihrer geistigen Ahnherren, der Revolutionäre mit der „menschenfreundlichen“ Guillotine.

Ganz anders sahen es Hofers Zeitgenossen. Seine starke Persönlichkeit, seine Integrität und Redlichkeit und seine Führungsqualitäten machten ihn in ganz Europa bekannt als jenen, der Napoleon, dem scheinbar unbesiegbaren Franzosenkaiser die Stirn bot.

Die preußische Königin und Protestantin [Luise von Preußen, deren 200. Todestag dieses Jahr ebenfalls gedacht wird] war von ihm angetan: „Welch ein Mann, dieser Andreas Hofer! Ein Bauer wird Feldherr, und was für einer! Seine Waffe – Gebet; sein Bundesgenosse – Gott. Er kämpft mit gebeugten Knien und schlägt wie mit dem Flammenschwert des Cherubs.“ Nicht minder die katholische Bürgerschaft der italienischen Stadt Mantua, wohin Hofer von den Franzosen in Ketten geschleppt wurde. Für die Hälfte sei er „ein Heiliger“ und für die andere „ein Held“, wie sein Pflichtverteidiger seinem Tagebuch anvertraute. Die 24jährige Bettina von Arnim schrieb an Johann Wolfgang von Goethe über Hofer als einem „Beispiel von Unschuld und Heldenthum, innerlich groß, ein heiliger deutscher Charakter“.

Andreas Hofer wurde am 22. November 1767 in der Grafschaft Tirol, am Sandhof bei St. Leonhard in Passeier geboren. Er wurde Bauer, Wirt und Pferdehändler. Noch jung an Jahren entsandte ihn seine Talschaft bereits als Abgeordneten zum Tiroler Landtag. Es war das Jahr 1792. Der französische König und seine österreichische Gemahlin starben unter der Guillotine. Die Französische Revolution tobte seit drei Jahren. Deren Folgen sollte bald auch Tirol zu spüren bekommen, als der freimaurerische Revolutionswahn zum Angriff gegen ganz Europa ausholte. Der Bischof von Brixen rief auf dem Landtag zur Bekämpfung der „gottlosen französischen Grundsätze“ auf.

1796 – Tirol verlobt sich dem Herzen Jesu

1796 marschierten die Revolutionstruppen auf Tirol vor. Der Landtag suchte göttliche Hilfe. Klerus, Adel, Bürger und Bauern gelobten dem Herzen Jesu die „ewige Treue“. Die Herz-Jesu-Verehrung hatte im Land an Inn und Etsch tiefe Wurzeln geschlagen. In der Kirche von Mellaun bei Brixen befindet sich eine Herz-Jesu-Darstellung aus dem Jahr 1464. Sie dürfte wohl die älteste weltweit sein. Die Aufklärung unter Kaiser Joseph II. stellte in rationalistischer Verblendung jede Form der Herz-Jesu-Verehrung unter Strafe. Liberale Professoren gaben das Herz Jesu und seine Verehrung dem Gespött preis. Wenn die Tiroler Landstände also gerade zum Herzen Jesu ihre Zuflucht nahmen, so bedeutete dies nicht nur ein Zeichen des Widerstandes gegen das revolutionäre Paris, sondern ebenso gegen das aufgeklärte Wien. Zudem gab es im antirevolutionären Aufstand der Vendée seit 1793 ein herausragendes Beispiel. Unter dem Symbol des Sacre Coeur und dem Motto „Gott und König“ erhoben sich die Katholiken gegen den menschenverachtenden Maximalismus der Revolution „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit oder den Tod“. Es gibt noch keine einschlägigen Untersuchungen über die Auswirkungen der Vendée auf Tirol. Aufgrund der raschen Verbreitung der Nachrichten zur damaligen Zeit darf jedoch davon ausgegangen werden, daß man in Tirol unterrichtet war. Andreas Hofer faßte sein Programm prägnant im Motto „Für Gott, Kaiser und Vaterland“ zusammen. Es entstand samt seiner programmatischen Erweiterung eigenständig von jenem der Vendée. Beide Aufstände werden jedoch vom selben katholischen und patriotischen Geist genährt.

1796 gehen die Tiroler siegreich aus dem Kampf hervor, an dem Hofer als einfacher Landesverteidiger beteiligt war. Die Errettung aus aussichtslos erscheinender Lage vertiefte die Herz-Jesu-Verehrung.

1805 – Die Erben der Revolution tilgen das Land aus

1805 bezwang jedoch das militärische Genie Napoleon Österreich. Europas Landkarte wurde drastisch umgebaut. Tirol wurde vom Korsen aus der Kriegsbeute an das verbündete Bayern weitergereicht und von der Landkarte gestrichen. Dort herrschte das französische Marionettenregiment eines Staatsministers Graf Montgelas, einem überzeugten Verfechter der gottlosen Aufklärung, der bis zu dessen Verbot dem Illuminatenorden angehört hatte. Die Tiroler Landesverfassung wurde außer Kraft gesetzt und die Wirtschaft durch Handelsverbote und harten Abgaben- und Steuerdruck abgewürgt. Der Unterhalt der Besatzungstruppen wurde dem Land auferlegt. Dem Geist „des wahren Fortschritts“ entsprechend wurde eine radikale antiklerikale Politik eingeleitet. Die Kirche hatte sich zur Gänze dem Staat zu beugen und unterzuordnen. Zwei von vier Tiroler Bischöfen wurden verbannt, zahlreiche Priester eingesperrt und deportiert. Von der Abschaffung von Feiertagen und Prozessionen, über das Verbot des Glockengeläuts und der Christmette, von Klosteraufhebungen und deren Ausplünderung, von der Einschränkung von Gebeten bis zur Absicht, den Zölibat abzuschaffen, reichte die Bandbreite dieser ersten „modernen“ Diktatur.

1809 – Tirols Erhebung als Absage an die Revolution

Im Untergrund begann sich Widerstand zu regen. Die Kontakte zu Österreich waren nie abgebrochen. In Absprache mit Wien, vor allem Erzherzog Johann, legte man Waffen- und Munitionslager an und bereitete sich auf den Kampf vor. Einer der führenden Männer war Andreas Hofer, der auch an den Besprechungen in Wien teilnahm. Als junge Tiroler für die Feldzüge Napoleons zwangsrekrutiert wurden, kam es im April 1809 zum Aufstand. Hofer, der zunächst im Südteil des Landes kommandierte, stieg bald zum Oberkommandanten auf. Die Tiroler hatten 1511 das Privileg erhalten, ihr Land verteidigen, aber nicht außerhalb des Landes Kriegsdienst leisten zu müssen. Sie kämpften als Freiwillige für ihre Heimat und wählten die Offiziere aus den eigenen Reihen.

Hofer kämpfte mit seinen Tiroler Landsleuten für die freie Glaubensausübung, die Tiroler Freiheiten, den rechtmäßigen Landesherrn aus dem Hause Habsburg und die Abschüttelung der Fremdherrschaft. Als er das erstemal mit seinen Schützen Richtung Innsbruck zog, ließ er am Brenner eine Heilige Messe zelebrieren und erneuerte mit seinen Männern das Herz-Jesu-Gelöbnis von 1796.

Der zunächst erfolgreiche Aufstand war von großer geostrategischer Bedeutung. Damit konnte die Vereinigung oder rasche Verschiebung der nördlich bzw. südlich der Alpen operierenden französischen Truppen und ihrer Verbündeten unterbunden werden. Drei Mal befreiten die Tiroler das Land von den immer neu anrückenden Feinden. Hofer, der nie ein politisches Amt angestrebt hatte, regierte im Herbst 1809, einer Notsituation folgend, persönlich, aber nur stellvertretend für seinen Kaiser das Land. Tirol und sein Oberkommandant Hofer werden „im ganzen damaligen Europa zum Begriff und auch als klare weltanschauliche Absage an die französische Revolution und als Gefahr für das buonapartistische System verstanden“.¹ Napoleon erkannte die Gefahr, die von diesem Leuchtfeuer auf andere von ihm unterworfene Länder ausgehen konnte. Hofer, ein Mann aus dem Volk, war zum Volkshelden geworden. Er verhinderte Ausschreitungen gegen die besiegten Feinde. Die Überlieferung kennt keine Kriegsgreuel, die auf ihn zurückgingen. Vielmehr kümmerte er sich in landesväterlicher Fürsorge um die Armen, Frauen und Kriegswaisen. Das ihm folgende und ihn verehrende Volk bezeichneten ihn vielfach einfach als „Vater“.

Andreas Hofers Ende – Der letzte Gang eines Helden

Nachdem die Tiroler sogar einen seiner Marschälle besiegt hatten, setzte Napoleon seinen Stiefsohn mit einem für die Verhältnisse enormen Heer gegen die Tiroler ein. Österreich war zu dieser Zeit erneut besiegt worden und konnte keine Hilfe mehr leisten. Alleine auf sich gestellt war es den Tirolern auf Dauer nicht möglich die napoleonische Dampfwalze aufzuhalten. Diese Phase zeigt Andreas Hofer erstmals zögernd. Er erkennt die Aussichtslosigkeit und weiß doch, daß er für eine gerechte Sache kämpft. Nach drei siegreichen Schlachten, ging im November die vierte und letzte Schlacht am Bergisel bei Innsbruck verloren. Tirol wird erneut besetzt und ein Terrorregiment legte sich über das Land. Hofer lehnte es auch jetzt ab, sich nach Österreich in Sicherheit zu bringen. Ein Verlassen seiner Heimat kam für ihn nicht in Frage. Für Kopfgeld wurde er durch Verrat den Franzosen ausgeliefert. Dieser letzte Lebensabschnitt bis zu seiner Hinrichtung gestaltete sich zum Gang eines wahren Helden. Aus Sicherheitsgründen wurde er sofort aus Tirol hinausgeschafft, da man seine Befreiung befürchtete. Auf dem Weg in die lombardische Festung Mantua rettete er seinen Bewachern das Leben, statt die Gelegenheit zur Flucht zu nützen. Die Verhandlung vor einem französischen Kriegsgericht wurde zur Farce, da Napoleon Befehl erteilt hatte, Hofer innerhalb von 24 Stunden hinzurichten. Die Begegnungen mit zwei Priestern, die ihn nach dem Todesurteil im Kerker besuchten, sind aktenkundig überliefert. Propst Giovanni Manifesti schrieb am Tag nach der Hinrichtung: „Zu meiner Erbauung und zu meinem größten Trost bewunderte ich einen Mann, der als christlicher Held zum Tode ging und ihn als unerschrockener Märtyrer erlitt.“ Die letzten Lebensstunden blieb Andreas Hofer allein mit seinem Gott und schrieb jenen letzten Brief, „der ein Denkmal sittlicher Größe, Seelenruhe und Glaubensstärke bildet“²

„Der göttliche Wille ist es gewesen, daß ich habe müssen in Mantua mein Zeitliches mit dem Ewigen verwechseln. Aber Gott sei Dank für seine göttliche Gnade. Mir kommt vor, wie wenn ich zu etwas anderem hinausgeführt würde. Gott wird mir auch die Gnade verleihen bis zum letzten Augenblick, damit ich hinkommen kann, wo sich meine Seele mit allen Auserwählten ewig freuen wird und wo ich für alle bei Gott bitten werde. (…) Alle guten Freunde sollen für mich beten und mir aus den heißen Flammen helfen, wenn ich noch im Fegfeuer büßen muß. Die Seelengottesdienste soll die Liebste mein zu St. Martin halten lassen. (…) Lebt alle wohl, bis wir im Himmel zusammenkommen und dort leben ohne Ende. (…) Ade, du schnöde Welt, so leicht kommt mir das Sterben vor, daß mir nicht einmal die Augen naß werden. Geschrieben um 5 Uhr früh, um 9 Uhr reise ich mit Hilfe aller Heiligen zu Gott.“

Unter Andreas Hofers Führung war Tirol nicht nur zu einer zweiten Vendée und zu einem zweiten Spanien geworden, sondern zum Vorbild und Katalysator für die schließlich Napoleon niederringenden Befreiungskriege.

aus: katholisches.info

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¹ Die Weiße Rose, 163. Flugschrift, Wien 2010

² Kanonikus Paul Rainer: Der Heimat die Zeit – dem Himmel die Ewigkeit, in: Traum der Freiheit. 200 Jahre Tiroler Freiheitskampf. Bozen 2010

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Kaiserin

8. Februar 2010

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… nur einige Tage Stille … einge Tage Pause … einige Tage des Gedenkens … einige Tage der Trauer …

Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit Erzherzogin Regina von Österreich, die Schwiegertochter des letzten katholischen Kaisers der Welt, hat ihre Seele dem Schöpfer zurück gegeben.

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Möge sie in Frieden ruhen

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und möge ihr das ewige Licht leuchten.

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Neuer Patriarch von Serbien

23. Januar 2010

Bischof Irenej von Nisch

neuer serbischer Patriarch

(Belgrad) Bischof Irinej von Nisch ist der neue Patriarch der serbisch-orthodoxen Kirche. Der 80-Jährige wurde gestern zum 45. Nachfolger des Heiligen Sava von Serbien gewählt.

Der neue Patriarch wird am morgigen Sonntag in der Kathedrale von Belgrad von seiner Kathedra Besitz ergreifen. Sein vollständiger Titel lautet:

Erzbischof von Pec,

Metropolit von Belgrad-Karlovac und

Patriarch serbischer Patriarch.

Irenej, mit bürgerlichem Namen Miroslav Gavrilovic, wurde 1930 in Vodova bei Cacak in Ostserbien geboren. Nach dem Abitur besuchte er das Seminar von Prizren im Kosovo und anschließend die Theologische Fakultät von Belgrad. 1959 wurde er in das Kloster von Rakovica bei Belgrad aufgenommen. Im selben Jahr begann er seine Lehrtätigkeit am Belgrader Seminar und wurde zum Priester geweiht. Nach einer Spezialisierung an der Universität von Athen wurde er 1969 zum Direktor der Klosterschule von Ostrog in Montenegro. Anschließend wurde er Rektor am Seminar von Prizren und 1975 zum Bischof von Nisch gewählt, dem Geburtsort Kaiser Konstantins des Großen. Dem Wahlkollegium, das den neuen Patriarchen wählte, gehören alle serbisch-orthodoxen Bischöfe an. Ein Drittel kommt aus Serbien, ein Drittel aus den anderen Nachfolgestaaten Jugoslawiens mit Teils starken serbischen Minderheiten und ein weiteres Drittel aus der Diaspora. Wahlberechtigt waren alle Bischöfe, die vor mindestens fünf Jahren ihre Bischofsweihe empfangen haben. Irenejs Vorgänger, Patriarch Pavle I.,war am 15. November 2009 in Belgrad im Alter von 95 Jahren verstorben.

(RV/GN)

aus: katholisches.info

Wie eine offizielle Pressemitteilung Seiner königlichen Hoheit Kronprinz Aleksandar II. von Serbien mitteilte, nahmen Er und seine Frau, Ihre königliche Hoheit Kronprinzessin Katherina, an der feierlichen Intronisation Seiner Heiligkeit Erzbischof Irinejs, des Patriarchen der serbisch orthodoxen Kirche, teil. Unter den geladenen Gästen waren unter anderem die höchstrangigen Vertreter der serbisch orthodoxen Kirche und des Staates, wie z. B. Prof. Dr Slavica Djukić Dejanovic (Parlamentsvorsitzender), Mirko Cvetkovic (Ministerpräsident), Ivica Dacic, (Vize-Ministerpräsident und Innenminister Serbiens), Prof. Dr Bogoljub Sijakovic (Relionsminister), Dragan Djilas (Oberbürgermeister von Belgrad), … und andere. teil Als Vertreter der religiösen Gemeinschaften nahmen an der feierlichen Zeremonie teil : der Apostolische Nuntuis Monsignor Orlando Antonini, der römisch katholische Metropolit und Erzbischof von Belgrad Monsignor Stanislav Hocevar, von der islamischen Gemeinde Serbiens Adem ef. Zilkic, Reis-ul-ulema, der Mufti von Belgrad Muhamed ef. Jusufspahic. Unter den Mitgliedern des Diplomatischen Corps waren der Botschafter der Russischen Föderation in Serbien sowie auch der Deutsche Botschafter in Serbien Wolfram Maas. Die Bevölkerung Belgrads uns ganz Serbiens nahm unter großer Beteiligung an dieser großen Feierlichkeit teil.

Nach der feierlichen Liturgie der Inthronisation Seiner Heiligkeit des Patriarchen der serbisch orthodoxen Kirche gab es einem Empfang im Patriarchatspalast.

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Der Luisenbund wird gegründet

22. Januar 2010

„Es war einmal…“

… ein kleiner Korse, der den Ehrgeiz hatte, Kaiser der Franzosen zu werden, nennen wir ihn der Einfachheit Halber einfach mal „Herr Bonaparte“. Dieser Herr – er war nicht sehr groß von Gestalt – nahm sich vor, ganz Europa seinen Stempel aufzudrücken, den ganzen Erdteil nach SEINER Facon selig werden zu lassen. FAST hätte er es auch geschafft … Aber Europa war nach seinem „Abgang von der Bildfläche“ nicht mehr das Gleiche …

Dieser Herr – wir nannten ihn „Herr Bonaparte“ – wähnte sich auf dem Zenit seiner Macht, als er im Juli 1807 mit einer Frau zusammen traf, die die Ehefrau des preußischen Königs Friedrich Wilhelms III. war: Luise von Preußen. Diese hübsche Königin und der Kleine Korse, sein Name war immer noch „Herr Bonaparte“ , mochten sich nicht sehr, denn der eine war jemand, der einen ganzen Erdteil zu unterwerfen sich anschickte, die andere war eine Frau, die charmant, elegant, liebreizend, … aber auch selbstsicher, an der Politik und dem Wohlergehen ihres Landes interessiert, an dem Schicksal ihrer Landsleute teil nehmend – Attribute also, die der sich selbst in Paris gekrönt habende Korse (wie war doch gleich sein Name? ) auf den Tod nicht ausstehen konnte. Doch die Königin zog ihn in ihren Bann, so dass er ihr in Verhandlungen in vielen Punkten entgegenkam.

Königin Luise wurde zur Heldin Preußens – und ist es bis heute noch, auch wenn fremde Mächte 1947 meinten, Preußen von der Landkarte verschwinden zu lassen.
Königin Luise hatte sich mit einem Schlag die Achtung, die Ehre und die Liebe ihres Volkes auf sich gezogen. Ihr früher Tod – sie starb mit 34 – konnte die glühende Verehrung dieser Königin nicht abebben lassen, eher das Gegenteil war der Fall, denn immerhin hatte sie ihr Land vor dem Untergang gerettet …

Als Königin Luise vor 200 Jahren starb (19. Juli 1810), verlor ein Land ein Symbol. eine Integrationsfigur, eine Frau, die durch ihre Liebe zu ihrem Mann und zu ihrem Land Initiative ergriff und sich selbst erniedrigte und aufopferte, um Schlimmstes von ihrem Land abzuwenden. Königin Luise wurde zu einem Symbol für die Frauen weit über ihre Landesgranzen hinaus. Diese Frauen gründeten noch in Luises Todesjahr eine Stiftung, die später zum „Königin Luise Bund“ wurde. dieser Frauenbund, der auch bekannt ist als „Luisenbund“, nahm sich zu Herzen, sich für die Rechte der Frau einzusetzen. Von „Emanzipation“ und pervertierendem „Gender Mainstreaming“ war damals noch nicht die Rede. Dennoch wurde der Luisenbund im Jahre 1934 von einem anderen, nicht allzu groß gewachsenen Herrn (nennen wir ihn der Einfachheit Halber mal „Herr Braun“ ), verboten wurde.
Doch der Geist Königin Luises, Ihr Mut, Ihre Kraft und ihre Aufopferung, konnte auch ein „Herr Braun“ nicht verbieten – bis zum heutigen Tage. Königin Luise ist für jeden Monarchisten ein Begriff. Wenn ihr Name fällt, kommt man nicht umhin, inne zu halten, um an eine hübsche, intelligente und heroische junge Frau zu denken, die für ihr Land fast sogar zu Staube kroch …

In diesem Jahre gedenken wir des 200. Todestages Ihrer Majestät Königin Luises. Aus diesem Grunde ist es unser Wunsch, unser Wille und unser Bestreben, den „Königin Luise Bund“ wieder zum Leben zu erwecken. Mit der Wieder-Gründung des „Luisenbundes“ soll vor allem den Frauen des 21. Jahrhunderts eine Plattform geschaffen werden, in der sie sich den „Errungenschaften“ dieser unserer Republik, die sich dadurch auszeichnen, dass sie den Niedergang unserer Kultur, die Missachtung unserer Werte und Ideale und die Pervertierung unserer Gesellschaftsordnung beatifiziert, mit aller Entschiedenheit entgegenstellen. Unsere Nation, in der der Stellenwert der Familie, der Ehe, der Kinder und der Alten einen absoluten Tiefstpunkt erreicht hat, braucht Frauen, die die Würde der Frau zu erkennen und zu formulieren, und die ihren unverzichtbaren Dienst für unser Land aufzunehmen wissen.

Daher erlaube ich mir im Namen der Deutschen Monarchistischen Gesellschaft und des Bundes aufrechter Monarchisten, alle Frauen von Herzen aufzurufen, sich am Aufbau und an der Gestaltung des Luisenbundes zu beteiligen.

Der Aufruf zur Gründung des Luisenbundes bei „Monarchie der Zukunft“

Siehe auch folgender Aufruf

Facebook-Gruppe zur Gründung des Luisenbundes

aus: NetLog-Gruppe monarchie.de


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Zita

10. Dezember 2009

„Mein Beitrag ist gering,

aber meine Unterstützung kommt von Herzen.“

Ihre Kaiserliche und Königliche Apostolische Majestät

Zita

von Gottes Gnaden Kaiserin von Österreich,

Königin von Ungarn und Böhmen, von Dalmatien, Kroatien, Slawonien, Galizien, Lodomerien und Illyrien;

Königin von Jerusalem etc.;

Erzherzogin von Österreich;

Großherzogin von Toskana und Krakau;

Herzogin von Lothringen, von Salzburg, Steyer, Kärnten, Krain und der Bukowina;

Großfürstin von Siebenbürgen, Markgräfin von Mähren;

Herzogin von Ober- und Niederschlesien, von Modena, Parma, Piacenza und Guastalla, von Auschwitz und Zator, von Teschen, Friaul, Ragusa und Zara;

Gefürstete Gräfin von Habsburg und Tirol, von Kyburg, Görz und Gradisca;

Fürstin von Trient und Brixen;

Markgräfin von Ober- und Niederlausitz und in Istrien;

Gräfin von Hohenems, Feldkirch, Bregenz, Sonnenberg etc.;

Herrin von Triest, von Cattaro und auf der Windischen Mark;

Großwojwodina der Wojwodschaft Serbien

etc., etc.

Ouverture du procès en béatification de l’impératrice Zita d’Autriche

Le 10 décembre s’ouvre le procès de béatification et canonisation de l’impératrice Zita d’Autriche auprès de l’évêché du Mans. Le travail officiel de la commission historique comprend notamment l’audition de témoins.

[Am (heutigen) 10. Dezember (2009) wird unter dem Vorsitz des Bischofs von Mans das Seligsprechungsverfahren für die Kaiserin Zita von Östrereich eröffnet. Die Historische Kommission beginnt ihre Arbeit mit der Vernehmung von (Zeit-)Zeugen]

aus: Noblesse et Royautés

Kaiserin & Königin Zita (9. Mai 1892 – 14. März 1989)

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Paradox

3. Dezember 2009

Der Palast der Republik ist weg –

es lebe der Palast des Volkes!

In der Yahoo-Gruppe Monarchie der Zukunft durfte ich gestern den Bericht des Deutschland-Radio lesen, dass nun der Weg für den italienischen Architekten Franco Stella frei ist, das Berliner Stadtschloss (wieder) zu bauen – endlich. Über die Klagen und Gegenklagen, über „Erschleichung an Wettbewerbsteilnahme“ des einen oder anderen Architekturbüros soll hier gar nicht geredet werden, sondern über ein Symbol, welches Walter Ulbricht 1950 als „Symbol des Absolutismus“ sprengen ließ. Es ist ja vollkommen nachzuvollziehen, dass das Berliner (Stadt-)Schloss den Kommunisten ein Dorn im Auge war.

Das Berliner Schloss im Jahre 1939

Aber nicht minder nachzuvollziehen ist, dass die ehemalige Winterresidenz des Preußischen Kurfürsten-, dann Königs- und späteren Kaiserhauses dem einen oder anderen überzeugten Monarchisten auch ein Symbol ist, wobei der Begriff  „Absolutismus“ für keinen von ihnen mit dem Hause Preußen in Verbindung zu bringen sei. „Wer sich objektiv mit der Geschichte des Kaiserreiches von 1871 bis 1918 beschäftigt hat“, so der Vorsitzende eines der monarchistischen Vereinigungen, die es in Deutschland gibt, „der wird feststellen, dass der Absolutismus im Preußischen Königs- und Deutschen Kaiserreich im Grunde genommen ein Fremdwort ist. Schon alleine das Stichwort ‚Otto von Bismarck‘ reicht, um den größten Gegner von den für viele Länder Europas vorbildlichen sozialen und demokratischen Errungenschaften der Deutschen Monarchie zu überzeugen.“ Dem fügt ein engagierter, gerade erst 18 Jahre alt gewordener Nachwuchs-Monarchist hinzu: „Das ist auch unsere vornehmste, aber auch schwierigste Aufgabe, die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass Monarchie – gerade in Deutschland – absolut kein Widerspruch zur Demokratie ist, ganz im Gegenteil. Warum hätte Kaiser Wilhelm II. „Dem Deutschen Volke“ sonst den Berliner Reichstag bauen lassen sollen?“ Zum Berliner Stadtschloss meint ein Dritter: „Es wird ja auch höchste Zeit, denn der Schlossbau soll ja im Jahre 2016 fertig gestellt sein. Übrigens las ich, daß weit über 5000 Quadratmeter Fläche in diesem Bau noch gar nicht „vermietet“ sind. Aber dafür sind von Bürgern unseres Staates über 80 Millionen Euro gespendet worden. Also liegt ein großes Interesse am Stadtschloss in Berlin vor.“ Wie diese zwei letztgenannten Jung-Monarchisten, so werden sich garantiert viele Monarchisten, wenn sie sich im Oktober 2010 zum 3. Wissenschaftlichen Monarchieforum in Berlin treffen, einen Blick auf die Baustelle werfen wollen.

Berliner Stadtschloss

Woher aber kommt dieses Interesse, das Berliner Schloss, das schon seit Mitte des 15. Jahrhunderts an dieser Stelle stand und immer wieder um- und angebaut wurde, bis es schließlich seine Renaissancefassade erhielt, wieder aufzubauen? Außer der Fassade soll zwar nichts an die Zeit der Monarchie erinnern, und das Innere wird als hochmoderne Tagungs-,  Bibliotheks- und Ausstellungsstätte, und vor allem Sitz der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, vermietet werden, dennoch ist die Symbolkraft außerordentlich.

Und genau hier bin ich an dem Punkt angelangt, wo Fragen in mir aufkommen.

Bund und Land Berlin haben 2007 beschlossen, dass das Berliner Schloss mit zumindest drei originalgetreuen Fassaden wieder auf gebaut werden soll. Die Kosten dafür werden auf über einer halben Milliarde Eure veranschlagt. Auch wenn nach dem Sturz der Monarchie vor 91 Jahren das Schloss als Museum erhalten blieb und im 2. Weltkrieg schwer beschädigt wurde, so war nicht daran zu denken, dass es vollkommen dem Erdboden gleichgemacht werden sollte. Einzig der eingangs schon erwähnte Walter Ulbricht begriff, dass dieses Symbol Fragen aufwirft, Fragen zur Monarchie und zur Geschichte. Diesen Fragen griff der damalige Generalsekretär des ZK der SED vorweg, indem er der Diskussion mit dem Begriff „Absolutismus“ ein Ende setzte. Bund und Land Berlin werden sich damit Abfinden müssen, dass mit der Entscheidung, zumindest die Fassaden des Schlosses wieder zu errichten, Fragen aufgeworfen werden – vielleicht und hoffentlich gerade von der Jugend. Denn DIE sind es, die in den Schulen beigebracht bekommen, dass die Monarchie ein dunkles Kapitel in der deutschen Geschichte sei, während die Republik seit 60 Jahren unter Beweis stellt, dass ihre Regierungsform das non plus ultra sei.

Es ist doch ein Paradoxon, die Monarchie zu verteufeln und andererseits eines der wichtigsten Symbole dieser Regierungsform wieder aufzubauen. Was aber tun, wenn die Jugend, angeregt durch den Neubau des Berliner Stadtschlosses, dahinter kommt, dass man sie seit über 90 Jahren belogen hat? Fragen werden kommen – welche Antworten haben Sie?

HH