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wir „müssen“ …

5. Juli 2010

Nun haben wir unseren neuen Bundespräsidenten, doch die Freude hält sich allüberall in Grenzen. Es zeigt sich mehr und mehr, dass der Bundespräsident eben NICHT der Repräsentant der Nation ist, sondern der Handlanger der (Partei-)Politischen Gremien. Wie kann man auch verlangen, dass ein Mann der Führungsspitze einer Partei von heute auf Morgen parteipolitisch neutral wird, dass er sogar ÜBER den Parteien steht?

In hoheitsvollen Worten – bei Antrittsreden üblich – versucht jeder Bundespräsident seine Visionen darzulegen. Der Kernpunkt in Richard Freiherr von Weizsäckers Antrittsrede war seinerzeit, er wolle nicht der goldene Knauf eines Fahnenmastes sein. Aber wie auch in Weizsäckers Rede hat auch Christian Wulff den mahmenden und moralischen Zeigefinger gehoben, dass es an UNS liegt, diese Gesellschaft lebens- und liebenswerter zu machen. Wir sind ja als Gastgebernation zu gewissen Kompromissen bereit – aber es kann doch nicht sein, dass wir angehalten werden, alles aufzugeben, inklusive unserer Identität und unserer kulturellen Errungenschaften.

Sich mit fremde Kulturen zu beschäftigen ist was Fantastisches, sie erweitern unseren Horizont um ein Vielfaches. Das Beschäftigen mit fremden Kulturen zeigt dem Betrachter vor allem, was er an seiner eigenen Kultur hat. Dies setzt aber voraus, dass er sich erst einmal mit seiner eigenen Kultur beschäftigt und sich mit ihr identifizieren lernt. Ein guter Austausch verschiedener Kulturen kann nur fruchtbar und harmonisch sein, wenn eben diese Kulturen gleichberechtigt nebeneinander lernen zu leben. Wenn aber von der Gastgebernation immer und wieder verlangt wird, sich auf die Fremde Kultur einzulassen, muss irgendwann die eigene Kultur auf der Strecke bleiben.

Es ist Pflicht des Staatsoberhauptes, die Nation, die er repräsentiert, von der Wurzel her zu stärken. Die Nation muss sich ihres kulturellen und geschichtlichen Hintergrundes und seiner Werte und Ideale bewusst werden. Wenn ein Staatsoberhaupt aber dazu aufruft, seine eigenen Wurzeln zu kappen, seine geschichtlichen und religiösen Wurzeln zu vernachlässigen, dann ist die Frage, ob das Staatsoberhaupt fehl am Platz ist, oder ob es um die Nation irgendwann geschehen sein wird …

H.H.

Wir „müssen“ GAR NICHTS,

Herr Bundespräsident


Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

mittlerweile gehört es zur Tagesordnung, aus dem Mund von vielen Politikern zu hören, was wir alles „müssen“. Wir „müssen“ mehr für die Integration unserer ausländischen Mitbürger tun. Wir „müssen“ tolerant sein. Wir „müssen“ Verständnis für deren Kultur aufbringen. Wir „müssen“ deren Religion akzeptieren. Wir „müssen“ mehr für deren Bildung tun.

(Offener Brief von Stanislav Jan Straka an Bundespräsident Wulff)

Es gibt noch vieles mehr, was wir alles „müssen“ und nun teilten Sie uns in Ihrer Antrittsrede mit, was wir noch „müssen“:

Die Deutschen müssten offen sein für die Zusammenarbeit mit allen Teilen der Welt. „Dazu müssen wir andere Kulturen besser kennen und verstehen lernen, müssen wir auch hier auf andere zugehen und den Austausch verstärken. „Das können wir schon hier bei uns einüben, in unserer Bundesrepublik, in unserer bunten Republik Deutschland.“

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, es steht mir nicht zu, Sie zu belehren, aber so viel muss gesagt werden. Wir „müssen“ gar nichts. „Müssen“ – müssen nur die, die zu uns kamen und die, die mit uns leben wollen. Noch nie, habe ich gehört, dass wir mehr für die Integration und Ausbildung von Italienern, Polen, Russen, Chinesen oder Japanern tun „müssen“. Es sind immer Gruppen aus den islamischen Ländern, für die wir mehr machen „müssen“ und sie fordern Tag zu Tag mehr von uns.

Vielleicht wissen Sie es nicht, denn ich bezweifele, dass Sie viel Kontakte zum „ordinären“ Volk pflegen, aber diese Bunte Republik Deutschland ist vielen Bürgern dieses Landes bereits zu bunt.

„Dazu müssen wir andere Kulturen besser kennen und verstehen lernen”, haben Sie in Ihrer Antrittsrede u.a. gesagt. Ich habe schon einiges von der Kultur, die Sie meinen, gelernt. Auch den Koran habe ich von der ersten bis zu der letzten Sure gelesen und das ist auch eins von vielen Gründen, warum ich nicht auf diese Kultur zugehen will und warum ich an einem Austausch mit Vertretern dieser Kultur nicht interessiert bin. Das alles könnte ich hier bei uns zwar einüben – in unserer Bundesrepublik, in unserer bunten Republik Deutschland – aber ich will es nicht. Ich will niemanden zum Freund haben, der in einem Gastland Tod Israel, Tod den Juden brüllt, der Einheimische als Scheiß Deutsche und Kartoffel beleidigt und deutsche Frauen als Schlampen betitelt. Auch mit einer Kultur der Frauenunterdrückung, der Steinigung und Auspeitschen will ich nichts zu tun haben.

Wenn ich in einem fremden Land leben möchte und wenn ich dort willkommen sein will, so muss ich mich der Kultur des Landes und deren Sitten anpassen. Wenn ich das nicht will, kann mich dazu niemand zwingen, aber dann bleibe ich einfach zu Hause. Diese toleranten Kulturbereicherer fordern Entfernung der Kruzifixe aus den Klassenzimmern, mit einem Atemzug stellen sie aber Anspruch auf einen Gebetsraum für ihre Kinder. Sie verfolgen Christen in ihrem Land, in Deutschland bauen sie eine Moschee nach der anderen. Wegen ihnen wird in den Schulen der ganze Speiseplan geändert. Deutsche Nationalgerichte wie Schweineschnitzel werden durch Speisen aus geschächteten Tieren ersetzt. Und der Tierschutz – der bleibt dabei auch auf der Strecke.

Es gibt noch viele Gründe, warum ich nichts von dem, was von uns gefordert wird, „muss“ und warum ich es auch nicht will. Es ist auch nicht notwendig, die Gründe hier aufzuführen, denn Ihnen sind sie sicher auch bekannt. Man tut es nicht, diese Unkultur zu kritisieren. Man „muss“ diese Menschen einfach nur lieben und dann ist alles in Ordnung. MAN „muss“ sie vielleicht lieben, aber ich liebe sie nicht.

Anfangs habe ich mich über Ihre Wahl als Bundespräsident gefreut, jetzt bin ich aber enttäuscht.

Mit freundlichem Gruß

Stanislav Jan Straka
(seit 43 Jahren in Deutschland lebend und seit 43 Jahren integriert)

aus: PI-News


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One comment

  1. Sehr schöner Kommentar,
    gut das soetwas mal geschrieben wird. Gehört meiner Meinung nach in jede größere Zeitung unter Leserbriefe.

    Gefällt mir



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