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Christen im Irak

14. Dezember 2009

Unter der Schirmherrschaft des irakischen Vizepräsidenten Adil Abdul-Mahdi ist heute (11.12.2009) in Bagdad eine Konferenz eröffnet worden, welche die Situation der Christen im Irak zum Thema hat. Veranstaltet wird die Konferenz von der christlichen Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) aus der Schweiz. Auch Vertreter der US-Botschaft und des Vatikan nehmen an der Konferenz teil.

Heute Morgen begann in der irakischen Hauptstadt Bagdad eine Konferenz zum Thema „Haben die Christen im Irak eine Zukunft?“, die unter der Schirmherrschaft des irakischen Vizepräsidenten Adil Abdul-Mahdi steht. Vertreter der wichtigsten irakischen Kirchen treffen sich mit Regierungsvertretern und Menschenrechts­aktivisten, um gemeinsam nach Lösungen im Konflikt um die Christenverfolgung zu suchen. An der Konferenz dabei sind auch Vertreter der US-Botschaft und des Vatikans. Bei den irakischen Medien stösst das Thema auf grosses Interesse. Anwesend sind zehn irakische Fernsehteams. Organisiert hat die Konferenz die christliche Menschen­rechts­organisation Christian Solidarity International (CSI) aus der Schweiz.

Auf Grund der Situation war lange unklar, ob und in welchem Rahmen die Konferenz überhaupt stattfinden kann. Das Hotel, in dem die Konferenz durchgeführt wird, ist erst ein paar Tage vor der Konferenz wieder eröffnet worden, nachdem es vor sechs Wochen bei einem Bombenanschlag schwer beschädigt wurde.

Sprecher appellierten an die Regierungen in Bagdad und Kurdistan, endlich grössere Anstrengungen zu unternehmen, um Christen und andere Minderheiten zu schützen und Bedingungen zu schaffen, die eine sichere und würdige Rückkehr von Hundert­tausenden von Flüchtlingen ermöglichen.

Bewegend waren die Zeugnisse der irakischen Christen, die über die gezielt gegen sie gerichteten Anschläge berichteten. Die Hinterbliebenen der Mordopfer, die im Nordirak Zuflucht gefunden haben, waren mehrere hundert Kilometer weit bis nach Bagdad gereist. Ihre Zeugnisse von Leid und Tragödien, aber auch von Glaubensmut und Willensstärke bewegten die Konferenzteilnehmer.

CSI-Präsidentin Annette Walder-Stückelberger bedauerte besonders das Schweigen vieler Repräsentanten von Kirchen in den Ländern Europas und auch der Schweiz: „Es ist eine Tragödie, dass die Vertreter der Kirchen in der Schweiz und in Europa untätig bleiben. Die dramatische Situation erfordert die Solidarität aller.“

„Die Christen gehörten zum Irak wie das Wasser des Tigris“, erklärte William Warda, Vertreter der irakischen Menschenrechtsorganisation Hamorabi. „Sie sind eine Heilsarmee, die seit Jahrhunderten im Hintergrund für das Wohl aller Iraker tätig ist. Was mich am meisten schmerzt, ist, dass es heute eine andere, im Geheimen agierende Terror-Armee gibt, die nichts als Tod und Zerstörung bringt“.

Seit Jahrhunderten erduldet die irakische Christenheit eine Welle der Verfolgung nach der anderen. Seit dem Sturz von Saddam Hussein im Jahr 2003 ist fast die Hälfte der irakischen Christen ins Ausland geflüchtet.

www.csi-de.de

www.irakhilfe.org

www.kinderhilfe-aegypten.de

www.kinderhilfe-rumaenien.de

www.kinderhilfe-nicaragua.de

www.sos-sudan.de

www.menschenrechtsverletzungen.com

www.kloster-morgabriel.de

www.christenverfolgung.com


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3 Kommentare

  1. Es wundert ja nicht, dass sich die übrig gebliebenen Christen im Irak bedroht wähnen.
    Faktoren dafür gibt es einige.

    Aber ich denke auch, dass solche Plattformen mal dafür genutzt werden sollten, sich Gedanken über das Eigene zu machen.

    Der Veranstalter CSI ist in der Schweiz keine unbekannte Organisatzion. Obschon man sich offiziell konfessionell nicht festlegt, ist CSI der Freikirchlichen Ströumung zu zuordnen.
    Widersprüchlich an der Organsisation ist mir, dass man sich nicht vom Missionarentum distanziert. Eigentlich wäre dies die erste Vorraussetzung für deren Authenzittät.

    Überhaupt scheint mir eben diese wohl für viele gläubige Christen heikle Thematik diskussionswürdig.
    Nicht aus Gründen der Gefälligkeit, sondern eben Authenzität und sogar theologisch wie auch historisch bestens begründbar.

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  2. Ich habe mich zugegebenermaßen mit der CSI als solcher, verehrter Genussdenker, nicht allzusehr beschäftigt, auch wenn ich ihre Links auf dieser meiner Seite eingestellt habe.
    Ich finde es nur gut, dass sie als Organisation christlichen Hintergrundes den Finger auf die Wunde „Christenverfolgung“ legen, so dass man als mündiger Bürger wenigstens EINE (für mich zuverlässige) Quelle hat. Denn von der europäischen und vor allem deutschen Medienlandschaft ist in dieser Hinsicht so gut wie keine Hoffnung zu erwarten, dass sie ihre Pflicht der unvoreingenommenen Informationsweitergabe nachkommen.

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  3. Alle Muslime sind aufgefordert den iranischen Präsidenten abzumurksen. Jedenfalls ist es das was Mohamed will, und seine Frau.

    Alle Christen, Buddhisten und Hinduisten auch. Und die Shintoisten.

    Zum Text der Fatwa Surfin bird, version amerikanische armee,
    Die Fatwa ist irgendwo auf meinem Blog

    PS: Die Juden hat ich ganz vergessen, die auch.

    Ach so, noch von Jaques de Molay „Gott will es“

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