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Zum Mariendogma

9. Dezember 2009

Ex cathedra


Ein neues Marien-Dogma soll verkündet werden!

Als ich diese Nachricht vor einigen Jahren das erste Mal hörte, war ich mehr als glücklich; ich war selig. Die Vorstellung, dass ich es eines Tages erleben darf, wie der Heilige Vater, der Stellvertreter Christi auf Erden von der Loggia der Petersbasilika, im vollen Ornat und mit der heilgen dreifachen Krone, der Tiara, auf das Allerfeierlichste verkündet, was die Kirche seit Alters her geglaubt HAT und was hinfort jeder Christ zu glauben verpflichtet ist, lässt mich mein Glück gar nicht fassen!

Gestern feierten wir das herrrliche Fest der „Conception“, der ohne Makel empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Auch dieses Dogma, 1854 feierlich von Seiner Heiligkeit, dem seligen Papst Pio Nono verkündet, wurde eigentlich Jahrhunderte bis hin zu den ersten Kirchenlehrern geglaubt, so dass es nur folgerichtig war, dass es zum Dogma erhoben wird. Doch wenn heute – Anfang des 21. Jahrhunderts – jemand das Wort „Dogma“ hört, steigt in ihm Beklemmung, Unverständnis, zum Teil sogar Zorn und Hass auf die Kirche auf, die den Gläubigen in eine Zwangsjacke stecken will, der NUR an das zu glauben hat, was man ihm – ex cathedra – vorgibt. Dabei ist die Kirche äußerst behutsam und vorsichtig mit der feierlichen Verkündigung von Dogmen. Es hat sich noch nie ein Papst prunkvoll ans Fenster gestellt und mal eben aus Lust und Laune ein Dogma verkündet. Auch die ersten Konzilien hatten heftigste Diskussionen geführt, bis dass sie sich zur Verkündigung eines Dogmas entschieden.

„Dogmen engen ein, beschneiden die persönliche Freiheit!“, mag eigentlich nur einer denken, der sich weder mit den Dogmen noch mit der heiligen Kirche beschäftigt hat. Die Kirche hat explizit die Lehrgewalt übertragen bekommen, genau so wie die Binde- und Lösegewalt. Wir Gläubige sind die Kinder der Kirche, denen es obliegt, demütig UND voll kindlichen Vertrauens das anzunehmen, was uns die Kirche, die Braut des Heiligen Geistes, uns zu glauben anempfiehlt. Dabei übersieht man immer, dass ein „Neues Dogma“ ein Glaubensgut ist, das schon immer geglaubt WURDE, im Prinzip also nichts Neues ist. Das Neue ist nur, dass es sehr behutsam formuliert, von etwaigen Irrlehren befreit, und dann in einem äußerst feierlichen Akt verkündet und damit für die Weltkirche bestätigt wird wird – und normalerweise freut sich darüber die ganze Christenheit, weil es ja auch ein Grund zur Freude IST. Mit der Akzeptanz, also der bedingungslosen Annahme dessen, was mir die Kirche zu glauben vorgibt, habe ich als gläubiger Christ sozusagen die Gewissheit, dass ich auf dem richtigen Weg bin: auf dem Weg, wo ich nämlich hin will: zur ewigen Glückseligkeit!

Doch mit dem 20. Jahrhundert änderte sich einiges. Seine Heiligkeit, der (fast) selige Papst Pius XII., verkündete im Heiligen Jahr 1950 das feierliche Dogma von der „Aufnahme Mariens in den Himmel“, eine folgerichtige Entscheidung, zu der der gesamte Weltepiskopat gut daran tat, Seine Heiligkeit zu diesem historischen  Schritt zu bewegen, man kann schon fast sagen zu drängen. Denn einige Jahre später wäre es – dem „Aggiornamento“ sei’s gedankt – nicht mehr zur Verkündigung dieser herrlichen Glaubenswahrheit, was schon bis zu den Aposteln zurückzuführen war, gekommen. Schon 1950 kamen Proteste der Protestanten und der Orthodoxen, die sich erbost zeigten, weil sie an der Entscheidung nicht beteiligt gewesen seien. Bei den Brüdern der Orthodoxen Kirche kann ich den Protest ja noch nachvollziehen, aber bei den Protestanten? …

Maria, die demütige Magd aus dem Hause David, wußte nicht, wie Ihr geschah, als ein Engel ihr die Botschaft brachte, dass Gott selbst sie von Anbeginn der Zeiten auserwählt hatte, sie zu Seinem goldenen Gefäß zu machen. Ein Schatz, ein Diamant, ein goldener Ring gehört in eine edle Schatulle, ein erlesenes Behältnis. Doch für GOTT, der sich entscheidet, auf die Welt zu kommen, Mensch zu werden, muss das edelste Gefäß gefunden werden, das es gibt – und das war und ist Maria, die demütige Magd aus dem Hause David. Es versteht sich von selbst, das eben dieses edelste Gefäß, das edelste Geschöpf Gottes, schon vom allerersten Moment ihrer Zeugung bzw. der Empfängnis durch Anna, absolut ohne Makel war (immakulata conception – 1854), vollkommen befreit von der drückenden Last der Erbsünde. Denn Maria war die Neue Eva. „Fiat“ – „Es geschehe“, waren die Worte, die Maria dem Engel antwortete. „Es soll genau so geschehen, wie Du gesagt – und wie Gott es will“. Die Worte klingen eigentlich nicht mehr nach einem Mädchen, nicht mehr nach einer Magd. Wußte sie denn, dass sie genau in diesem Augenblick, da der Herr, der Schöpfer Himmels und der Erde, sich in ihr sein Zelt aufschlagen würde, zur Gottesmutter, zur Gottesgebärerin, zur Königin aller Engel und Heiligen, aller Apostel und Märtyrer werden würde? Ich denke nicht, dass sie sich in genau diesem Augenblick, in dem sie ihr „FIAT“ sprach, von der Tragweite ihrer Entscheidung bewusst war; aber sie hatte eine Ahnung, die sie in ihrem Herzen bewahrte …

Maria wurde ohne Sünde (bzw. ohne Makel) empfangen, sie war in dem Augenblick, da sie der Engel grüßte, makellos, bis hin zu dem Moment, da sie entschlafen war. Schon die Apostel glaubten und wussten, dass der Leib, die irdische Hülle Marias, von Gott nicht dazu ausersehen war, der Verwesung anheimzufallen. Immerhin war es das edelste Gefäß, dass sich Gott ausgesucht hatte. Schon seit den Zeiten der Apostel bis hin zur feierlichen Verkündigung des Dogmas im Jahre 1950 war es Glaubensgut der Kirche, das Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde – wie schon gesagt, eine folgerichtige und absolut logische Entscheidung.

Genau so logisch und folgerichtig ist die Überlegung, ein neues Dogma zu verkünden, nämlich dass Maria durch ihr „Fiat“ und von dem Moment an, in dem sie dem Engel ihr „Es werde“ gab, Anteil hatte an der Erlösung der Menschheit durch und MIT ihrem Sohn Jesus Christus: Maria wird durch diesen „neuen“ Titel „Miterlöserin“, „Coredemptrix„, woran die Kirche schon seit ewigen Zeiten glaubt(e), nicht zur Göttin oder etwas in der Art erhoben. Ihr steht immer noch nicht das Privileg zu, dass sie angebetet wird – das steht nur Gott zu. Ihr steht es aber zu, dass ihr die größte nur denkbare Verehrung zuteil werde, ist sie, die demütige Magd aus dem Hause David, doch das edelste Gefäß, das sich Gott hat aussuchen können …

Ein Dogma im 3. Jahrtausend? Wie glücklich wäre ich. Mein Glück wäre gar nicht zu fassen!

Doch wird es jemals dazu kommen? Die Kirche ist so sehr mit dem „Dialog“ mit anderen Religionen und Religiosgemeinschaften beschäftigt, dass sie Rücksicht auf sie nehmen werden wird, sie die Gefühle der anderen achten muss. Die Heilige Kirche hat in den letzten 40 Jahren – und wird es auch weiterhin in verstärktem Maße – ihr Profil verwischt, damit das friedliche Nebeneinander und Miteinander der Religionen gewährleistet werde. Friede unter den Religionen, Freude unter den Menschen, und Eierkuchen für alle!

Als Christ ist man sich noch nicht einmal sicher, ob man von einem Bischof, einem Nachfolger der Apostel, erwarten kann, dass er sich seines Glaubens und seiner Treue zu Christus und zur Kirche, der Braut Christi sicher ist. Auf öffentlichen Kundgebungen, Fernseh- und Zeitungsinterviews wird der Glauben relativiert bis hin zur Leugnung der Heilswirkung des Kreuzestodes Christi, womit der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche vollkommen ihres Sinnes und ihrer Daseinsberechtigung beraubt wäre. Solche Bischöfe werden dem Aufruf, für die Verkündigung des Dogmas ihre Unterstützung anzubieten, nie folgen, denn es könnten sich ja Moslems, Juden, Hindus oder Protestanten daran stören, womit der liebgewonnene und fast schon zum Dogma erhobene „Dialog“ in Mitleidenschaft gezogen würde.

Das darf den Christen aber nicht stören. Auch wenn das Dogma nicht verkündet werden sollte – wovon ich ausgehe – so glauben wir dennoch dran, so wie seit Jahrhunderten daran geglaubt wurde. Das Dogma wäre nur eine feierliche Bestätigung unseres Glaubens, sozusagen der Siegel und der Stempel der Weltkirche und des Heiligen Vaters.

HH

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3 Kommentare

  1. In der Ekklesiologie gehört der Anspruch des „ex cathedra“ zu den umstrittensten Inhalten.

    Ich pflege diese Thematik auf zwei Ebenen anzugehen.

    1) Die konfessionelle Ebene.
    Als Reformierter zwinglianischer Prägung kann mir das ex cathedra auf der einen Seite unrelevant sein, auf der anderen ist die konfesionelle Kluft nicht überwindbar.
    Unrelevant daher, weil das ex cathedra ja eigentlich nur die Römischen-Katholiken betrifft.
    Im interkonfessionelen Bereich trennt man sich ja eben durch die Trennung.
    Schwierig wirds im ausser-konfessionellen Bereich. Eben weil das ex cathedra nur die Katholiken des Vatikans betrifft, es jedoch Anspruch auf alle Christenheit ausübt.

    2) Auf metaphysischer Ebene kann man in ähnlicherweise vorgehen.
    Dabei kann man sich auf Peter Abelaard (Schlichter des in der Scholastik folgenschweren Universalienstreits), auf Anselm von Canterbury (1. Ontologischer Gottesbeweis) und zum dritten auf René Déscartes (cogito ergo sum) beziehen.
    „Nichts ist grösser als Gott“, lautet sowohl deren Gesamtsumme in ihrer Linie, als auch die einzelnen Aussagen.
    Wenn nichts grösser als Gott ist“, so fragt sich, ob es auf Erden etwas gibt, das Gott wiedergeben kann.
    Interessant : selbst eine Verneinung dieser Frage hätte noch keinen Einfluss auf die Frage nach dem Apostolischen Anspruch des Bischofs von Rom.

    Bereits vor gut tausend Jahren, während des Universalienstreit (der im Prinzip nach wie vor ungelöst ist) einigte man sich darauf, das zwei Wege möglich sind.
    Verwunderlich ist daher nur, das der HeiligeStuhl eben diesem zweiten Weg keine „mögliche Richtigkeit“ einräumt. Oder besser gesagt : weshalb man im 19. Jahrhundert wieder davon abkam.

    Das „ex cathedra“ entstand ja nicht einfach so.
    Das Problem das sich seither für die Kurie stellt : einmal ausgesprochen und sich den Wahrheitsanspruch attestiert, kann man nicht mehr einfach davon ablassen. es eben wieder rückgängig machen. Das ist nur verständlich.

    Mit der offziellen Aufhebung der Inqisition in Spanien & Italien zu Beginn des 19. Jhrt. kam man der Aufklärung entgegen. Und es folgten sogar noch weitere Zugeständnise an die Zeit.
    Doch die politische Glaubensfreiheit in der westlichen welt hatte auch zur Folge dass neue Konfessionen und Bewegungen förmlich aus dem Boden spriessen. Doch nicht „nur“ religiös, sondern auch auf dem Terrain der Karitas kam die Römisch-Katholische Kirche in Konkurrenz-Bedrängnis. Die Menschen hatten gelernt, sich aufgrund ihrer Ideen und Interessen selbstständig zu formieren, Gruppen zu bilden.

    Hinzu kam die sich bereits selbstständig formierte und selbsterklärende akademische Naturwissenschaft. Ideologisch und religiös sich als unabhängig verstehend, verlor die Kirche einen essentiellen Einfluss. Bereits längst vor Darwin vehederte sich die Kirche in Streitigkeiten mit der Naturwissenschaft (zB Champollion).

    Und natürlich gestaltete es sich seit der franz. Revolution noch schwieriger, Einfluss auf die weltliche Politik auszuüben. Sozialwissenschaften wie Psychologie/Soziologie, aber auch die belletristische Literatur enthob der Kirche den Anspruch nach Erklärungen hinsichtlich menschlichem Verhalten.

    In dieser für die Kirche schweren Zeit musste man ja irgendwie reagieren. Eine Entwicklung welche ja nicht nur der Römischen Kirche zu schaffen machte, sondern ebeso dem Protestantismus (siehe Sören Kirkegaard) und dem Judentum (Aufkommen des Zionismus).

    So kann man den das ex cathedra von Papst Pius IX von 1870 sehr gut als Reaktion auf diese Entwicklung verstehen.
    Zum einen als unmissverständliche Position gegenüber den mittlerweile unzähligen Konfessionen, zum Anderen als Position gegenüber der „Weltlichen Unreligiösität“.

    Was aber wenig bekannt ist und freilich Spekulationen unterworfen ist : welche Rolle das ex cathedra innerhalb der Kurie spielte.
    So viel mir ist, rief Pius IX das ex cathedra zu einem Zeitpunkt auf, an dem er bereits 24 Jahre als Papst im Amt war. Vergessen wir nicht : kein Papst war solange im Amt wie Pius IX (31 Jahre).

    Das ex cathedra war ganz bestimmt keine alleinig sich auf theologischen Überlegungen basierende Angelegenheit.

    Nur schon dieser Aspekt untermauert die Kritik an ihm. Denn Wahrheit ist gültig. Es gibt keine Alternative zu ihr. Mit oder ohne ausgesprochenem ex cathedra, entweder war immer so oder eben nicht. Und müsste auch auf jeden Papst anwendbar sein, was jedoch wiederum angesichts früher abgesetzten Päpsten und da kommt wieder mal das Schisma in’s Spiel.

    Da passt ja Sören Kirkegaards einstiger Buchtitel geradezu hervoragend : „Entweder oder“

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  2. „In der Ekklesiologie gehört der Anspruch des „ex cathedra“ zu den umstrittensten Inhalten.“

    Das „ex cathedra“ gehört HEUTE (Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts) zu den umstrittendsten Themen, verehrter Genussdenker, da gebe ich Ihnen Recht, wobei ich gerne die Frage aufwerfen möchte, was heutzutage in der Kirche NICHT umstritten ist.

    Aus Zeitgründen kann ich nicht auf Ihren gesamten – hervorragenden! – Kommentar eingehen, nur Folgendes:
    In meinem Beitrag geht es nicht – auch wenn es dem Titel nach vermuten könnte – um die Lehrentscheidungen „ex cathedra“ und die Infallibilität, es geht um das Dogma als solches, welches keine Erfindungen von Theologen, Kirchenlehrern und Päpsten/Konzilien ist. Jedem Dogma ging ein Glaubensakt des Volkes voraus. Und wi ich zum Schluss schrieb, ist die Verkündigung des Dogmas „nur“ eine feierliche Bestätigung dessen, was Jahrhunderte lang schon geglaubt WURDE.

    Die römisch-katholische Kirche bildet – im Vergleich zu den protestantischen Denominationen – nur deshalb eine Einheit, weil die Dogmen die Richtschnur bilden. Es KANN nicht sein, dass jeder nur an das glaubt, wonach ihm gerade ist. Es ist daher vonnöten, auch an ALLE Dogmen gleichermaßen zu glauben, und nicht nur an zwei oder drei von ihnen. Wenn man nicht vom wissenschaftlichen, sondern vom kindlich-gläubigen Standpunkt an den Glauben heran geht, sieht man dieses hervorragende Konstrukt, dieses kollosale Meisterwerk, dieses unvergleichlich schöne Mosaik, welches aus den vielen kleinen Steinchen der einzelnen Dogmen zusammengesetzt wurde. Es gibt den kirchlichen Glauben aus zwei Jahrtausenden wieder, es versinnbildlicht all‘ diejenigen, die für genau DIESEN Glauben bis in unsere Tage hinein das Märtyrertum erlitten hatten, es stellt die Einzigartigkeit und Größe Gottes in seiner Braut, der Kirche, aufs wunderbarste dar.
    Würde es die Dogmen nicht geben, würde es auch keine Einheit der „einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche“ geben, jedoch Jesus von Nazareth WOLLTE die Einheit („unt unum sint“) und gab der Kirche die Lehrgewalt.
    Dass kaum noch ein Dogma angenommen und geglaubt wird, hat mit dem Wahrheitsgehalt des Dogmas an sich nichts zu tun. Weil aber keiner mehr an ein bestimmtes Dogma mehr glaubt, darf und KANN es trotzdem nicht geändert werden, weil es eine Wahrheit ist (was Sie ja schon hervorgehoben haben).

    Bitte verzeihen Sie, dass ich nicht direkt auf Ihren Kommentar eingegangen bin, doch
    1. wollte ich das mal gesagt haben 🙂 und
    2. bin ich in Zeitnot und werde mich wieder melden.

    Einen schönen Abend, Heinrich 🙂

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  3. Sie haben in Vielem was Sie antworteten recht, Herr Hoffmann.

    Vor Allem dass Sie die Dogmen in Anbetracht der Einheit nannten.

    Es ist sympomatisch für eine Religion/Konfession, dass sie in ihrer Tendenz Einheitlichkeit anstrebt. Um dies zu erreichen, gibt es mehrere bestimte „Instrumente“. Ja, und auch die Dogmen kann man als Solches betrachten, sind also nicht bloss Teil eines Regelwerks.

    Ungeachtet aller Wertung (also wie man persönlich dazu steht) sind die Umstände unter welchen die zwei bedeutendsten Dogmen (Maria Empfängnis & ex cathedra) entanden.
    Theologisch sind sie nämlich gar nicht mal so einfach begründbar, und die Annahme dass inner-kirchliche Überlegungen voraus gingen, erhärtet sich bei jeder nährerer Betrachtung.

    Und im Nachhinein wissen wir ja, wie wirkungsvoll die „Positionseinnahme“ war.

    Zum Einen besteht seither mehr Klarheit darin, in welchem Licht sich die römisch-katholische Kirche sieht. Zum Anderen hat ein Wahrheitsanspruch in diesem Ausmass auch Folgen. So ist nicht einmal einheitlich festzustellen, ob sich denn die r.k. Kirche damit einen Gefallen erwies oder nicht.

    Auch der Aspekt „Einheitlichkeit“ steht seitehr unter einem anderen Licht als zuvor. So stiess man die anderen katholischen Konfessionen (Katholischer Weltbund) sowieso überhaubt die anderen Konfessionen vor den Kopf. Eben gerade diejenigen die der r.k. Kirche religiös, theologisch und auch historisch nahe standen.

    Auch da nähme es mich sehr Wunder, was Ihr Kichrchenoberhaupt, Ihre Exellenz Papst Bendedikt XVI dazu meinte; ungeachtet aller Rechtfertigungsgründe.

    Doch um zum Kern zurrück zu komen : das ex cathedra stellt vor masive ereknntnistheoretische Probleme, lässt metaphysisch-religiöse Fragen aufkommen, die selbst ungeachtet aller weltlicher Fragen ungelöst scheinen.

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