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Propaganda

2. Dezember 2009

… und sie läuft weiter …

Als hätte ich es vermutet … Ich hätte es vermuten sollen …

Nichts ahnend, schlage ich heute Morgen die Aachener „Eifler Zeitung“ auf – zugegeben, es war die von gestern – und lese folgendes:

„Europa reagiert bestürzt auf das Votum der Schweizer“

Wen meinen die denn? Ich habe keine Europäer gehört, die sich bestürzt gezeigt hätten! Bei einer Teletext-Umfrage reagierten z. B. die Deutschen Fernsehzuschauer recht eindeutig: nämlich 82 % FÜR das Minarett-Verbot in Deutschland, und ich vermute mal, dass es in den anderen europäischen Ländern ähnlich aussieht.

Aber „Europa“ zeigt sich bestürzt … Bestürzt, nein wütend bin ich ob der Wortmeldungen der Europäischen Politiker, die -davon muss ich ausgehen – hier mit „Europa“ gemeint sind. Sie werfen den mündigen schweizer Bürgern Absichten vor, die gar nicht da sind.

Schon alleine der Nordrhein-Westfälische Integrationsminister Armin Laschet (CDU – Christlich Demokratische Union, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!) reagiert auf das äußerst wohl bedachte und vernünftige Votum der Schweizer so heftig, dass er kaum noch Luft bekommt. Das Votum der Schweizer sei „gegen Menschenrecht, gegen Religionsfreiheit, gegen Menschenwürde, … (was weiß ich)“, dabei hat KEIN Mensch davon gesprochen, dass man die Moslems daran hindern will, ihre Religion in ihren Moscheen auszuüben. Was mich persönlich betrifft, so habe ich schon des Öfteren meine Achtung und meinen Respekt den Moslems gegenüber ausgedrückt, weil ich es sehr vorbildlich finde, wie sie ihren Glauben leben. Sie haben in der Hinsicht den Christen einiges voraus. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass die Zahl der Konversionen vom Christentum zum Islam so hoch ist: Sie, die Moslems, GLAUBEN und LEBEN ihren Glauben, und zeigen es mit Freuden und aus Überzeugung auch nach außen. Die Christen – und hier spreche ich für die Katholiken – sehen keine große Veranlassung, der Jugend irgend etwas entgegen zu setzen, was im Entfernstesten auch nur nach Glaubenswahrheit, Halt, Orientierung und Schutz aussieht.

Es ging in der Schweiz nicht gegen die Religionsfreiheit, es ging gegen Minarette, die die Eidgenosssen nicht in ihren Städten und Dörfern haben wollen, um dann 5 Mal am Tag den Muezzin das „Allahu akbar“ rufen zu hören. Das sei auch an die Adresse der deutschsprachigen Bischöfe gerichtet, die den Schweizern „keinen Sachvertand“ attestierten.

Das Votum richtete sich gegen die Minarette, ich wiederhole es gerne noch einmal, damit es GANZ Europa hört!!! Wenn man in Deutschland ein Haus zu bauen gedenkt, muss man alle nur möglicen Hürden überspringen, alle nur möglichen Auflagen erfüllen: die Fenster dürfen nicht zu groß, nicht zu klein, das Dach nicht zu schief, der Schornstein nicht zu hoch, die Treppen nicht zu steil, … sein, und Türme darf man erst GAR keine bauen. Und die Schweizer haben eben beschlossen, dass die Moscheen, die in Zukunft gebaut werden (um die freie Ausübung ihrer Religion zu gewährleisten), keine Minarette haben dürfen – mehr nicht.

Nun gut … dass die Türkei missgestimmt reagiert, davon hätte man ausgehen dürfen. Der türkische „Europaminister“ legt seinen wohlhabenden Landsleuten nahe, ihre Schweizer Konten aufzulösen, während der Türkische Ministerpräsident die Schweizer „auffordert, ihre Entscheidung zu korrigieren“ (warum klingt das in meinen Ohren nur so drohend???).

Europa (’s Politiker) zeigt sich bestürzt … und ist glücklich und froh, dass man es geschafft hat, in anderen Ländern die Demokratie peu á peu abzuschaffen. Denn in Deutschland gibt es KEINE Volksabstimmungen – und sie (die Politiker) wissen auch nur ZU gut warum.

Eigentlich ist ja schon zum Schmunzeln, wenn das (noch) christliche Europa sich bestürzt zeigt, dass Minarette als sichtbare Zeichen der langsamen Eroberung Europas nicht (mehr) gebaut werden dürfen. Würde sich Europa genau so bestürzt zeigen, wenn man in der islamischen Welt immer wieder unter Beweis stellt, dass man von Religionsfreiheit nicht viel hält – ich möchte hier als eines von vielen Beispielen nur das Kloster Mor Gabriel ins Gedächtnis rufen.

HH