Archive for Dezember 2009

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Sedia Gestatoria

28. Dezember 2009

Natürlich bin ich ein eifriger Verfechter des Tragesessels, genannt „sedia gestatoria“ (Triumphaler Sessel). Die Menschen wollen den Papst SEHEN, dafür kommen sie nach Rom. Wer weiß, wie lange Seine Heiligkeit noch so rüstig wird laufen können. Schon zu Lebzeiten seines Vorgängers seligen Angedenkens fragte ich mich immer wieder, wieso man die sedia gestatoria nicht endlich wieder einführt. Dessen Vorgänger – Johannes Paul I. – war der letzte Papst, den man durch die Reihen getragen hatte.

Es ist absolut kein Zeichen des Triumphalismus – es sei denn man möchte es unbedingt so interpretieren. Die praktischen Erwägungen sind in dem dreisprachigen Artikel, den ich mir aus dem Blog „Orbis catholikus secundus“ ausgeliehen habe (deutsche Übersetzung von mir): Der Papst ist besser zu sehen, der Papst ist – besonders im höheren Alter – nicht so schnell erschöpft, wenn er die langen Prozessionen schreiten muss, und der Papst wäre (zumindest ETWAS!) sicherer vor solchen Angriffen verwirrter Personen. Daher schließe ich mich den vielen und immer mehr werdenden Menschen mit Freuden und aus Überzeugung an:

Sedia gestatoria – subito!

L’attaque au Saint Père avant la Messe de Noël met en évidence la rélativité des mésures de sûrete autour de Lui. Il faut reprendre tout de suite l’usage du siège gestatoire, non seulement pour des raisons du symbolisme de la majesté pontificale, mais aussi pour un sens pratique: le Pape, en effet, serait à l’abri des …incidents comme celui d’hier et les fidèles pourraient aisément le voir à son passage par le nef de la Basilique Saint-Pierre. Rendons grâces à Dieu de ce que Benoît XVI a été épargné cette fois et prions pour la santé du cardinal Etchegaray, qui est resté accidenté. Prions aussi pour la pauvre déséquilibrée qui a si tristement protagonisé la Nuit de Noël.

„The attack at St. Peter’s before the Christmas Mass places in evidence the relativity of the security measures around the Pope. It is necessary to begin again, right away, the use of the sedia gestatoria, not only for the reason of the symbolism of the pontifical majesty, but also for a practical reason: the Pope, actually, would be sheltered from incidents like that of yesterday and the faithful would easily be able to see his passage down the nave of the St. Peter’s Basilica. Let us give thanks to God that Benedict XVI was spared this time and let us pray for the health of Cardinal Etchegaray, who is injured. Let us pray also for the pour unbalanced person who has so sadly made Christmas Night a time of upset.“

„Der Angriff auf Seine Heiligkeit direkt vor der Heiligabend-Nachtmesse in der St. Peters Basilika ist ein gutes Beispiel für die Sicherheitsvorkehrungen, die um die Person des Papstes getroffen werden. Es ist dringend notwendig, unverzüglich wieder die „Sedia Gestatoria“ einzusetzen, nicht nur, um die pontifikale Majestät zu symbolisieren, sondern auch aus praktischen Erwägungen heraus: Der Papst wäre vor solchen Vorfällen wie jener am Heiligen Abend geschützt, und die Gläubigen würden seinen Einzug durch das Mittelschiff der Petersbasilika besser sehen können. Lasst uns Gott danken, dass Benedikt XVI. einigermaßen glimpflich davon gekommen ist, und lasst uns für die Genesung des Kardinals Etchegaray, der verletzt (Hüftbruch) ins Krankenhaus gebracht wurde, beten. Lasst uns aber auch für die irregeleitete Person beten, die auf so traurige Weise den Heiligen Abend zu einem Ärgernis gemacht hat.“

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„O heilige Nacht“

21. Dezember 2009

Jetzt mache ich mich auch noch strafbar, weil ich hier ein Video hochlade, das aus Plattenfirmen-rechtlichen Gründen hier in Deutschland nicht gezeigt werden darf. Wer mich anzeigen möchte – nur zu! Es wird mir eine Freude sein.

Meinen Gästen auf dieser meinen bescheidenen WordPress-Seite möchte ich aber nur ungerne dieses herrliche Weihnachtslied vorenthalten.

Viel Freude beim Schauen und beim Hören 🙂 Möge der Funke des Geheimnisses der göttlichen Nacht („night devine“) auf uns überspringen, möge die Freude des großen Ereignisses von Bethlehem uns ergreifen. Mögen wir alle teil haben an diesem Liebesbeweis Gottes.

„O heilige Nacht“ – man kann sich gar nicht in die Schönheit und Erhabenheit dieser heiligen Nacht hineinversetzen. Man kann gar nicht erfassen, was die Zeugen dieses göttlichen Ereignisses beim Anblick der armen Familie und des göttlichen Kindes empfanden. Man weiß gar nicht die richtigen und passenden Worte der Freude und des Glücksgefühls auszudrücken. Wie unbeholfen und schüchtern fühlen wir uns angesichts des Schöpfers und Welterlösers in der Krippe …

Sagen wir in Demut, Bescheidenheit und Liebe einfach nur „Danke“ für diese heilige, göttliche Nacht, die die Welt veränderte, für diese heilige Nacht, deren Größe und Erhabenheit wir wahrscheinlich nie so richtig erfassen werden können – „o  wahrhaft heilige Nacht“.

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Weihnacht

21. Dezember 2009

Weihnachten

Markt und Straße steh’n verlassen,
still erleuchtet jedes Haus;
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein steh’n und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld.
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern,
wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen;
aus des Schnees Einsamkeit
steigt’s wie wunderbares Singen. –
O, du gnadenreiche Zeit!

Joseph von Eichendorff 1788 – 1857

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Natus est Rex

21. Dezember 2009

Nein, es ist nicht der heiligen Kirche höchster Feiertag, aber es ist der schönste: Gott ist Mensch geworden – unfassbar! Er, der uns erschaffen hat in all Seiner Güte, in all Seiner Liebe, hat sich in einer kleinen Krippe uns Menschen offenbart. Er, der unsere Armseligkeit erkannte, kam uns zuliebe sogar NOCH armseliger zu Welt.

Der König des Himmels und der Erde, zu dem alle Könige der Welt kommen, um sich Ihm zu Füßen zu werfen und ihm zu huldigen. Unfassbar!

Und wir?

Hektik, Stress, Agression, Unzufriedenheit, Gedankenlosigkeit, … alles Attribute, die auf uns in der Advents- und Weihnachtszeit zu treffen; vor allem das letzte: Wir haben bald vollkommen vergessen, um was für ein Fest es sich tatsächlich handelt, nämlich um die Menschwerdung unseres Schöpfers, unseres Herrn und Gottes, unseres Erlösers, unseres Heilandes. Alles Titel, die so GAR nicht mehr ins 21. Jahrhundert passen wollen, denn der Mensch hat sich selbst zum Gott gemacht, zum Mittelpunkt seines Denkens und Handelns gemacht, da ist leider kein Platz mehr für ein kleines, unscheinbares und hilfloses Kind.

Sei gnädig, mein Heiland, wenn Du Mensch wirst, und doch Gott bleibst. Sei gnädig mit uns, die wir es nicht mehr schaffen, uns vor Deiner kleinen Krippe in den Staub zu werfen und Dir zu huldigen. Sei gnädig mit uns, Du König der Könige, wenn wir Dir den Rücken zu kehren um anderen Dingen zu huldigen.

Möge Dein himmliches, göttliches Lächeln uns alle wieder in Deinen Bann ziehen. Möge Deine Menschwerdung, Deine wunderbare, jungfräuliche Geburt der Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns werden, auf dass wir Deiner Menschwerdung würdig werden. Irgendwann, Du göttliches Kind, werden wir das Unfassbare wieder begreifen: Natus est rex – der König ist (uns) geboren.


Pueri concinite
Nato regi psallite
Voce pia dicite
Apparuit quem genuit Maria
Sum implenta quae praedixit Gabriel
Eia, Eia, virgo Deum genuit
Quem divina voluit clementia
Hodie apparuit
Apparuit in Israel
Ex Maria virgine natus est Rex!



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Der kleine Trommler

15. Dezember 2009

Little Drummer Boy

Come they told me, pa rum pum pum pum
A new born King to see, pa rum pum pum pum
Our finest gifts we bring, pa rum pum pum pum
To lay before the King, pa rum pum pum pum,
rum pum pum pum, rum pum pum pum,

So to honor Him, pa rum pum pum pum,
When we come.

Little Baby, pa rum pum pum pum
I am a poor boy too, pa rum pum pum pum
I have no gift to bring, pa rum pum pum pum
That’s fit to give the King, pa rum pum pum pum,
rum pum pum pum, rum pum pum pum,

Shall I play for you, pa rum pum pum pum,
On my drum?

Mary nodded, pa rum pum pum pum
The ox and lamb kept time, pa rum pum pum pum
I played my drum for Him, pa rum pum pum pum
I played my best for Him, pa rum pum pum pum,
rum pum pum pum, rum pum pum pum,

Then He smiled at me, pa rum pum pum pum
Me and my drum.

„Komm'“, sagten sie mir, „um den neugeborenen König zu sehen.

Unsere schönsten Geschenke bringen wir, um sie dem König darzubringen.

– um IHN zu ehren.“

„Kleines Baby, ich bin auch ein armer Junge.

Ich habe kein Gescheink fir Dich, das eines Königs würdig wäre.

Darf ich für Dich spielen – auf meiner Trommel?“

Maria nickte, der Ochse und der Esel hielten still.

Ich spielte meine Trommel für IHN, ich spielte mein Bestes für Ihn.

Dann lächelte ER mich an,

mich und meine Trommel.


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Christen im Irak

14. Dezember 2009

Unter der Schirmherrschaft des irakischen Vizepräsidenten Adil Abdul-Mahdi ist heute (11.12.2009) in Bagdad eine Konferenz eröffnet worden, welche die Situation der Christen im Irak zum Thema hat. Veranstaltet wird die Konferenz von der christlichen Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) aus der Schweiz. Auch Vertreter der US-Botschaft und des Vatikan nehmen an der Konferenz teil.

Heute Morgen begann in der irakischen Hauptstadt Bagdad eine Konferenz zum Thema „Haben die Christen im Irak eine Zukunft?“, die unter der Schirmherrschaft des irakischen Vizepräsidenten Adil Abdul-Mahdi steht. Vertreter der wichtigsten irakischen Kirchen treffen sich mit Regierungsvertretern und Menschenrechts­aktivisten, um gemeinsam nach Lösungen im Konflikt um die Christenverfolgung zu suchen. An der Konferenz dabei sind auch Vertreter der US-Botschaft und des Vatikans. Bei den irakischen Medien stösst das Thema auf grosses Interesse. Anwesend sind zehn irakische Fernsehteams. Organisiert hat die Konferenz die christliche Menschen­rechts­organisation Christian Solidarity International (CSI) aus der Schweiz.

Auf Grund der Situation war lange unklar, ob und in welchem Rahmen die Konferenz überhaupt stattfinden kann. Das Hotel, in dem die Konferenz durchgeführt wird, ist erst ein paar Tage vor der Konferenz wieder eröffnet worden, nachdem es vor sechs Wochen bei einem Bombenanschlag schwer beschädigt wurde.

Sprecher appellierten an die Regierungen in Bagdad und Kurdistan, endlich grössere Anstrengungen zu unternehmen, um Christen und andere Minderheiten zu schützen und Bedingungen zu schaffen, die eine sichere und würdige Rückkehr von Hundert­tausenden von Flüchtlingen ermöglichen.

Bewegend waren die Zeugnisse der irakischen Christen, die über die gezielt gegen sie gerichteten Anschläge berichteten. Die Hinterbliebenen der Mordopfer, die im Nordirak Zuflucht gefunden haben, waren mehrere hundert Kilometer weit bis nach Bagdad gereist. Ihre Zeugnisse von Leid und Tragödien, aber auch von Glaubensmut und Willensstärke bewegten die Konferenzteilnehmer.

CSI-Präsidentin Annette Walder-Stückelberger bedauerte besonders das Schweigen vieler Repräsentanten von Kirchen in den Ländern Europas und auch der Schweiz: „Es ist eine Tragödie, dass die Vertreter der Kirchen in der Schweiz und in Europa untätig bleiben. Die dramatische Situation erfordert die Solidarität aller.“

„Die Christen gehörten zum Irak wie das Wasser des Tigris“, erklärte William Warda, Vertreter der irakischen Menschenrechtsorganisation Hamorabi. „Sie sind eine Heilsarmee, die seit Jahrhunderten im Hintergrund für das Wohl aller Iraker tätig ist. Was mich am meisten schmerzt, ist, dass es heute eine andere, im Geheimen agierende Terror-Armee gibt, die nichts als Tod und Zerstörung bringt“.

Seit Jahrhunderten erduldet die irakische Christenheit eine Welle der Verfolgung nach der anderen. Seit dem Sturz von Saddam Hussein im Jahr 2003 ist fast die Hälfte der irakischen Christen ins Ausland geflüchtet.

www.csi-de.de

www.irakhilfe.org

www.kinderhilfe-aegypten.de

www.kinderhilfe-rumaenien.de

www.kinderhilfe-nicaragua.de

www.sos-sudan.de

www.menschenrechtsverletzungen.com

www.kloster-morgabriel.de

www.christenverfolgung.com


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Weihnachtsgeschichte gestrichen

14. Dezember 2009

Norwegen:

Staatsfernsehen setzt Weihnachtsgeschichte ab

(Oslo) Erstmals wird im norwegischen Staatsfernsehen keine christliche Weihnachtsgeschichte mehr gezeigt, das berichtet das Kristeligt Dagbad. Die Begründung für die Streichung der Weihnachtsgeschichte: Man müsse „Rücksicht“ nehmen auf die multikulturelle Gesellschaft und auf andere Gruppen im Land – womit Moslems gemeint sind. Somit beginnt man nun, Weihnachten zu „entchristianisieren“. Die Weihnachtsgeschichte, in der es um das Leben von Jesus geht, könne den Zuwanderern aus anderen Kulturkreisen im Fernsehen nicht länger zugemutet werden, deshalb werde die Weihnachtsgeschichte dieses Jahr nicht mehr gesendet, so das Blatt.
(JB)
aus: Katholisches.info

Dem, verehrter Leser, gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen. Wer sich schon des Kreuzes Christi schämt, der hat auch Berührungsängste mit der Hochheiligen Geburt unseres Herrn und Erlösers.
Möge das heilige Kind in der Krippe,
welches wir auf das Schändlichste verraten,
gnädig mit uns sein …
HH