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… der 9. November …

10. November 2009

 

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Dieser Tag war ja eigentlich im Gespräch, unser Nationalfeiertag zu werden, weil an diesem denkwürdigen Tag im Jahre 1989 die Mauer fiel und das, was zusammengehörte – das deutsche Volk – nach 44 Jahren endlich wieder zusammen kam. Man ließ aber schnell wieder davon ab, den 9. November zum Nationalfeiertag zu erklären, weil genau dieser Tag ungute Erinnerungen wach ruft, an die das deutsche Gewissen ungerne erinnert wird.

Am 9. November 1938 zeigte sich in unfassbarer Weise, wie das tugendreiche deutsche Volk sich verführen und sich dazu hinreißen lassen konnte,  in der Reichsprogromnacht  das Hab und Gut der jüdischen Nachbarn und Freunde anzugreifen.

So wie auch zu den öffentlichen und offiziellen Veranstaltungen des Bundes, so hat auch in diesem Jahr 2009 Bundeskanzlerin Merkel zu Recht auf diesen schrecklichen und unvergesslichen Tag in der Geschichte hingewiesen, an den nicht nur erinnert, der auch nicht vergessen werden soll.

Wenn uns Monarchisten beim Hören und Lesen der Berichte und Kommentare zum 9. November von offizieller Seite unwohl wird und alljährlich Ärger in uns aufsteigt, dann liegt es nicht daran, dass wir immer und immer wieder an die Geschehnisse des 9. Novembers 1938 erinnert werden, und dass sich ein Regime wie das des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 nie mehr wiederholen darf, uns wird unwohl, weil wir jedes Jahr darauf warten, dass von offizieller Seite auf einen anderen 9. November hingewiesen wird, nämlich der des Jahres 1918, an dem die Monarchie ohne Zutun des Monarchen sein Ende – und unserer Ansicht nach das Elend unseres Volkes seinen Anfang nahm.

Kaiser Wilhelm hatte am 9. November nicht abgedankt – er wurde abgedankt, von Prinz Max von Baden, und – wie es der Vorsitzende des Bundes aufrechter Monarchisten formulierte – „auch wenn uns der Sturz des Kaisers schmerzt, gerade zum 91jährigen Jubiläum kann die Geschichte auch so verstanden werden, dass die tragischen Entwicklungen, die 1918 ihren Ausgangspunkt nahmen, mit der friedlichen und demokratischen Revolution von 1989 ihr Ende gefunden haben.“

Es ist nicht unsere Aufgabe als monarchistischer Vereinigung, immer wieder darauf hinzuweisen, dass die deutsche Geschichte nicht mit dem Jahr 1933 oder vielleicht sogar 1945 beginnt, aber es ist unsere Aufgabe und Pflicht, deutlich hervorzuheben, dass es ohne das widerstandslose Ende der Monarchie nie zu den beschämenden Geschehnissen nach 1918 bis 1989 nie gekommen wäre.

Der 9. November war mal kurz im Gespräch, deutscher Nationalfeiertag zu werden. Er ist es nicht geworden, und das ist auch ganz gut so. Für uns Monarchisten ist der 9. November aber ein denkwürdiger Tag, denn er lenkt unseren Blick über den Zeitraum ´33 bis `45 hinaus, ohne diese Zeitspanne außer Acht zu lassen, wie der 9. November ein roter Faden von  1918 bis 1989 bildet.

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