Archive for November 2009

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„Der Engel des Herrn“

30. November 2009

Das Angelusgebet (1857-1859) von Jean-François Millet.

Der Engel des Herrn brachte Maria die Boschaft.

und sie empfing vom Heiligen Geist.

* * *

Gegrüßet siest Du, Maria, voll der Gnaden.

Der Herr ist mit Dir.

Du bist gebenedeit unter den Frauen,

und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes: J e s u s.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder.

Jetzt – und in der Stunde unseres Todes. Amen.

* * *

„Siehe, ich bin die Magd des Herrn.

Mir geschehe nach Deinem Wort.“

* * *

Gegrüßet seist Du, Maria, …

* * *

Und das Wort ist Fleisch geworden

und hat unter uns gewohnt.

* * *

Gegrüßet seist Du, Maria, …

* * *

Bitte für uns, heilige Gottesgebärerin –

auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten:

Allmächtiger Gott, gieße Deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, Deines Sohnes, erkannt. Führe uns durch SEIN Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. Amen.


Angelus Domini nuntiavit Maria

et concepit de spiritu sancto.

* * *

Ave Maria gratia plena

Dominus tecum.

Benedicta in mulieribus,

et benedictus fructus ventris tui: J e s u s.

Sancta Maria mater Dei,

ora pro nobus paccatoribus.

Nunc et in hora mortis nostrae. Amen

* * *

Ecce – ancilla Domini.

Fiat mihi secundum verbum tuum.

* * *

Ave Maria …

* * *

Et verbum caro factum est

et habitavit in nobis.

* * *

Ave Maria …

Ora pro nobis, sancta Dei Genitrix,

ut digni efficiamur promissionibus Christi.

Oremus:

Gratiam tuam, quaesumus, Domine, mentibus nostris efunde. Ut, qui angelo nuntiante, Christi, filii Tui, incarnationem cognovimus, per passionem Eius et crucem ad resurrectionis gloriam perducamur. Per eundem Christum, Dominum nostrum, Amen.

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DREI Mal zum „Minarettverbot“ der Schweiz

30. November 2009

Mit gleich drei verschiedenen Artikeln erlaube ich mir, zum Schweizer „Urteil“ zum Minarettverbot vom gestrigen 29. November 2009 Stellung zu beziehen.

Dass alle drei Berichte bzw. Kommentare in die gleiche Kerbe schlagen, dürfte ja keinen wundern – denn auch ICH begrüße nicht nur die Entscheidung der schweizer Bevölkerung, ich gratuliere ihnen aus tiefstem Herzen. Wir sind stolz auf die Schweiz im Herzen des (noch) christlichen Europa, Ihr habt Euch des Kreuzes in Eurem Wappen für würdig erwiesen.

Das einzige Ärgerliche ist die Stellungnahme der Schweizer Bischofskonferenz. Aber es war nicht anders zu erwarten von katholischen Kirchenfürsten, dass sie sich lieber für eine andere Religion aussprechen als treu und fest zum eigenen Glauben zu stehen. Ist es denn tatsächlich möglich, dass diese gebildeten Herren im Bischofsamt nicht sehen, dass die schleichende Islamisierung Europas eine ernst zu nehmende Gefahr ist? Können sie sich denn selbst noch ernst nehmen, wenn sie andauernd vom „Dialog“ reden, obwohl niemand unter dem Halbmond den Dialog WILL.

Die Moslems wollen Europa, und das schon seit Jahrhunderten. Was ihnen bis zum Jahre 1683 vor den Toren Wiens mit militärischen Mitteln nicht gelungen ist, das schaffen sie heute mit friedlichen Mitteln – und die Kirche  HILFT ihnen noch dabei!!!

Mögen mir die Herren Exzellenzen und Eminenzen verzeihen, wenn ich mir erlaube, Ihnen als treuer Katholik folgendes zu sagen:

Schämen Sie sich!!! Sie sind dabei, nicht nur unseren Glauben, sondern mit dem Glauben und unserer Kultur ganz Europa zu verkaufen. Sie sind dabei, unseren Dreifaltig Einen Gott, unser christliches Erbe und das ganze Abendland zu verraten.

Zumindest ICH schäme mich für Sie.

HH

1.

Schweizer sagen klar Nein zum Bau von Minaretten

(Bern/Zürich) Nach der Hochrechnung der Schweizer Radio und Fernsehgesellschaft SRG haben am Wochenende 59% der Stimmenden Ja gesagt zum Verbot von Minaretten in der Schweiz.

Das Stimmvolk hat einer Volksinitiative überraschend zugestimmt, die nur aus einem einzigen Satz besteht, der in der Bundesverfassung verankert werden soll: „Der Bau von Minaretten ist verboten.“ Das Volksbegehren wurde im Juli 2008 mit knapp 115.000 Unterschriften von Einzelpersonen eingereicht, die der Schweizerischen Volkspartei (SVP) und der Eidgenössischen Demokratischen Union (EDU) nahestehen.

„Die Schweizer wollen keinen politischen Islam hierzulande, keine Minarette, keine Muezzine und keine Scharia“, erklärte Nationalrat und Initiant Walter Wobmann, Mitglied der Schweizerischen Volkspartei (SVP), gegenüber dem Schweizer Fernsehen (SF) den überraschenden Erfolg. Jahrelang sei der Unmut in der Bevölkerung gegen den Bau von Minaretten „unter dem Deckel gehalten worden“, sagte er. Mit der Initiative habe das Volk eine Stimme erhalten.

Die Schweizer Bischöfe nennen den Entscheid des Stimmvolks in einer ersten Stellungnahme „ein Hindernis und eine große Herausforderung auf dem gemeinsamen Weg der Integration“. Es sei „offensichtlich nicht genügend gelungen, dem Stimmvolk vor Augen zu führen, daß das Bauverbot für Minarette das gute Zusammenleben der Religionen und Kulturen nicht fördert, sondern diesem im Gegenteil schadet“. Wörtlich schreiben die Bischöfe: „Der Abstimmungskampf mit seinen Übertreibungen und Verzeichnungen hat vor Augen geführt, daß der Religionsfriede keine Selbstverständlichkeit ist und immer wieder neu errungen werden muß.“ Das Ja zur Initiative mache die „Probleme unübersehbar, die sich aus dem Zusammenleben der Religionen und Kulturen ergeben“. Hauptvoraussetzung für die Bewältigung dieser Probleme sei, „daß die Bevölkerung im Zusammenleben von Religionen und Kulturen das nötige Vertrauen in unsere Rechtsordnung gewinnt und die angemessene Berücksichtigung aller Interessen gewährleistet sehen“. Dies zu erreichen, müsse die gemeinsame Aufgabe aller Menschen in der Schweiz sein. Die Schwierigkeiten im Zusammenleben der Religionen und Kulturen wiesen „über die Schweiz hinaus“, notiert das Statement. Das Bauverbot für Minarette werde „den bedrängten und verfolgten Christen in islamischen Ländern nichts nützen“, ja vielleicht sogar schaden.

Die Föderation Islamischer Dachverbände der Schweiz und die Koordination Islamischer Organisationen Schweiz haben die Annahme der Minarett-Initiative bedauert. Das Verbot, ihre Gotteshäuser mit einem Minarett zu schmücken, verstoße unter anderem gegen das Grundrecht der Religionsfreiheit.

[Update] Derzeit läuft auf Spiegel Online eine Leserumfrage zu einem Minarettverbot in Deutschlad. Demnach ist  eine große Mehrheit für ein Verbot von Minaretten in Deutschland.

(JF)

aus: katholisches.info

2.

Die Schweiz macht es dem übrigen Europa vor: Ab sofort generelles Bauverbot für Minarette

Das heutige Abstimmungsergebnis über die sogenannte Minarett-Initiative (sie wurde entgegen allen regierungsrätlichen, parteipolitischen, kirchenobrigkeitlichen,  wirtschaftsverbändischen und massenmedialen Prognosen und Erwartungen, Empfehlungen und Warnungen sensationell mit deutlicher Mehrheit vom Stimmvolk angenommen, das heißt die Bundesverfassung wird damit wie folgt geändert (werden müssen): Artikel 72 Absatz 3 (neu): „Der Bau von Minaretten ist verboten.“ Damit zeigt sich einmal mehr, dass die einheimische Bevölkerung auch der anderen europäischen Länder wie Deutschland, Frankreich, Österreich, usf., bei direkter Befragung ebenso gegen die ihnen von ihren Politikern undemokratisch mehrheitlich ständig aufgeschwatzten und aufgezwungenen Zugeständnisse an Fremdkulturen und -Religionen, namentlich wenn sie von ihrem Wesen her eine Bedrohung für die eigene Kultur und Religion sind, genauso ablehnen würde wie dies nun in der direkt-demokratischen Schweiz geschehen ist, ja eigentlich noch viel deutlicher und wuchtiger, wenn sich die Meinungsmacher ihrerseits unbeeinflusst, unabhängig, natürlich, frei ihre Überzeugung aufgrund von fundiertem Wissen und gründlichen Kenntnissen bilden würden.
Das Initiativkomitee hatte als Argumente für ein Ja zum Minarettverbot und Nein zur Islamisierung der Schweiz folgendes geschrieben (und dieser Text wurde [unter anderen Erläuterungen] von der Bundeskanzlei herausgegeben und an jeden Stimmberechtigten verteilt):
„Lebten 1980 noch 56.600 Muslime in der Schweiz, sind es bald gegen eine halbe Million. Der rapide Zuwachs stellt die Schweiz vor große Herausforderungen, weil Muslime hier nicht bloß ihre Religion ausüben. Sie stellen zunehmend auch politisch-rechtliche Ansprüche. Das Minarett hat mit Religion nichts zu tun. Das Minarett ist das Symbol des politisch-gesellschaftlichen Machtanspruchs des Islam. Der heutige türkische Ministerpräsident Erdogan sagte dazu, einen türkischen Dichter zitierend: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“. Diese Aussage hat mit Religion nichts, mit politischem Machtanspruch um so mehr zu tun. Dem Minarett wird dabei die Funktion der Speerspitze der politischen Islamisierung übertragen. Das Minarett hat keine religiöse Funktion. Es wird im Koran nirgends erwähnt. Tausende Moscheen weltweit tragen kein Minarett – ohne dass die Ausübung des islamischen Glaubens damit behindert würde. Das Minarett ist die Plattform für den Muezzin, der vom Minarett herab die Vormacht des Islam verkündet. Wer Minarette zulässt, muss auch Ja sagen zum Muezzin, zum Ausrufen. Das Minarett ist ein Zeichen von politischem Machtanspruch – vergleichbar den Forderungen nach Ganzkörper-Verhüllung mit der Burka, nach Tolerierung der Zwangsehe, nach Mädchenbeschneidung. Das Minarettverbot hat die Funktion einer unmissverständlichen Absage an jene Islamisierung der Schweiz, die mit dem islamischen Gesetz, der Scharia, in unauflösbaren Gegensatz gerät zu den in der Bundesverfassung gewährleisteten Freiheits- und Grundrechten. Wer in der Schweiz leben will, hat unsere Verfassung zu respektieren. Wer mit dem Minarett als politischer Speerspitze anderes Recht, die Scharia, durchsetzen will – für den ist hier kein Platz. Das Minarettverbot verschafft dieser Haltung Nachdruck.“
Das Schweizer Volk hat mit diesem Mehrheitsentscheid ein grandioses Zeichen gesetzt, insbesondere auch gegen die fehlorientierten (Ober-)Hirten der Christenheit, die diese Initiative von Anfang an ablehnten und mit lächerlichen Argumenten bekämpften. Den Ja-Stimmern sei auch unsererseits herzlichst gedankt und gratuliert! Doch der Sieg ist noch längst nicht gesichert. Innert Kürze werden Richter über diesen Volksentscheid zu Gericht sitzen. Und Richter sind wie Politiker und Kirchenleute heute mehrheitlich nicht mehr volks-nah, sondern volks-abgehoben, volks-fern, volks-entfremdet; jedenfalls haben sie mit dem Volk kaum noch etwas gemein, das bodenständig, heimatliebend, geschichtsverbunden, echt christlich ist.

aus: deislam.wordpress.com

3.

So ein Problem aber auch, dass es die Demokratie wirklich noch gibt

Kommentar zur Volksabstimmung über das Minarettbauverbot in der Schweiz von Herbert Roschkowsky, zugesandt  am 30.11.2009

Schweizer stimmen für Minarett-Verbot titelte die sueddeutsche.de bei Google am 29.11.2009.

Wie immer man zum Hintergrund dieser Initiative für die Volksabstimmung der rechten Schweizerischen Volkspartei (SVP) stehen mag: beachtenswert gilt, in der Schweiz hat das Volk bzw. besitzen die Eidgenossen die Macht der Volksherrschaft.

Keine legitime Volksvertretung und Regierung, ob zentral, in den Kantonen bis in die Gemeindeebenen werden es wagen gegen den mehrheitlichen Volkswillen der Schweizer zu entscheiden oder zu handeln.

Die Meinungs-, Gewissens- und Religionsfreiheit sowie der Schutz vor Menschenrechtsverletzungen gehören in jede zivilisierte, erst recht demokratische Verfassung ohne Ausnahme; so auch für Minderheiten und sollte somit zivil- und strafrechtlich verankert sein!

In Italien, einem mehrheitlich katholischen Land, erwirkte eine muslimische Familie per Gerichtsbeschluss, dass in italienischen Schulen die Kruzifixe abgehängt werden. Die italienischen Katholiken, d. h. die Mehrheit Italiens wurden zu diesem christenfeindlichen Vorgang nicht befragt und darf darüber auch nicht entscheiden.

Die „demokratische Welt“: USA, EU, Israel, die arabisch islamische Welt und die „Demokraten“ im Musterland der „deutschen Demokratie“ mit dem Namen Bundesrepublik Deutschland sind natürlich hoch empört und drücken ihre Betroffenheit aus. Das verpflichtende „Nein“ der schweizerischen Mehrheit zu Minarettbauten in der Schweiz klingt dreist in den  „demokratischen Ohren“ der westlichen Welt.  Demokratische Parteien, Kirchen, jüdische Verbände und islamische Vertretungen werfen den Initiatoren für den Volksentscheid Fremdenfeindlichkeit und Rassismus vor.

Ich finde, das Recht in Würde zu leben, frei seine Meinung zu vertreten, seinem Gewissen zu folgen und seiner Religion zu gehorchen, sollte in jedem Land unangetastet sein! Somit ist den Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeiten das Recht auf Bet- und Gemeindezentren: Kirchen, Synagogen, Moscheen oder Tempel anderer spiritueller, die Menschen nicht gefährdender Richtungen einzuräumen. Diese Versammlungsräume- und Häuser gibt es in der Schweiz auch. Das Recht der Glaubenspflege, sich gemeinsam mit Gläubigen versammeln und beten zu können, wird mit dem schweizerischen Volksentscheid auch nicht angetastet. Dafür wurde die schleichende und offene Aushöhlung der eidgenössischen Schweiz unter Missbrauch des  Islams abgewehrt. Die Aushöhlung der Völker im EU- Machtbereich in gottes- und menschenverachtenden, anonymen Gesellschaften stehen vor dem Abschluss, deren gelungenes Modell die Bundesrepublik Deutschland ist.

Moscheen, von deren Minaretten aus,  islamische Gläubige nicht nur zum Gebet gerufen werden, sondern über Lautsprecher weit hörend erschallende Ruf: „Allah ist groß! Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohamed ist sein Gesandter!“,  ist der Herrschaftsanspruch des Islams, mit dem friedlich und aggressiv  für diese Religion missioniert wird.

Es war und ist der uralte osmanische und arabische Traum bis nach Oslo den Halbmond auf Kirchtürmen über Europa zu setzen, die Kirchen in Moscheen zu verwandeln, um den Islam zu verkünden. Die US- hörigen Obrigkeiten, z. B. der Türkei, Saudi Arabiens, Afghanistans und des Iraks in der arabisch islamischen Welt haben es mit ihren gläubigen Völkern sehr schwer. Sie müssen den Menschen die Trennung von Religion und Politik begreiflich machen, um in diesen Ländern den kapitalistischen Globalisierungsanspruch durchzusetzen. Doch Politik und Religion sind für den Machtsanspruch des Islams symbiotisch. In dieser islamischen Welt, ob fundamentalistisch oder US- hörig, ist eine öffentliche christliche Ausbreitung mit Bauten neuer Kirchen und Glockentürmen als Wahrzeichen  der Mission für Jesus Christus nicht erlaubt.

Aber denen im EU- Herrschaftsbereich geht es weder um die Glaubensfreiheit der Muslime, Christen, Juden, Hindus, Buddhisten usw., sondern um die Zersetzung völkischer Gemeinschaften mit ihren sozialen Strukturen, Sprachen, Kulturen, Werten und Traditionen, welche der Globalisierung zwischen New Yorck und Brüssel zuwider sind. Die Schweiz ist das einzige und letzte Land der Welt, in der die Volksherrschaft – Demokratie gelebt wird.

Natürlich wirken Mehrheitsmeinungen für Minderheiten bedrückend, nicht begreifbar und aus christlicher Sicht sogar gotteswidrig.  Wer jedoch die Demokratie weltweit propagiert, z. B. im Iran, in Kuba, Venezuela und Nord- Korea einfordert, muss die demokratischen Entscheidungen souveräner Völker akzeptieren; und das trifft auf die demokratische Schweiz absolut zu.  Ein Aufatmen ist trotz des schweizerischen „Nein“ aus den westlichen Nachrichten zu vernehmen:  Das Europäische Gericht für Menschenrechte ist angerufen, gegen die souveräne Volksentscheidung der Schweiz vorzugehen und den Bau neuer Moscheen mit Minaretten durchzusetzen.   So ein Problem aber auch, dass es die Demokratie wirklich noch gibt; von der die Völker im Machtbereich der Brüsseler EU- Kommissare befreit sind!

Rundbrief des IFC –
Initiative: Fundamentales Christentum
Berlin


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Ich bete an …

29. November 2009

Ich bete an

die Macht der Liebe

 

Ich bete an die Macht der Liebe,
die sich in Jesu offenbart;
Ich geb mich hin dem freien Triebe,
wodurch ich Wurm geliebet ward;
Ich will, anstatt an mich zu denken,
ins Meer der Liebe mich versenken.

Für Dich sei ganz mein Herz und Leben,
Mein süßer Gott, und all mein Gut!
Für Dich hast Du mir’s nur gegeben;
In Dir es nur und selig ruht.
Hersteller meines schweren Falles,
Für Dich sei ewig Herz und alles!

Ich liebt und lebte recht im Zwange,
Wie ich mir lebte ohne Dich;
Ich wollte Dich nicht, ach so lange,
Doch liebest Du und suchtest mich,
Mich böses Kind aus bösem Samen,
Im hohen, holden Jesusnamen.

Des Vaterherzens tiefste Triebe
In diesem Namen öffnen sich;
Ein Brunn der Freude, Fried und Liebe
Quillt nun so nah, so mildiglich.
Mein Gott, wenns doch der Sünder wüßte!
– sein Herz alsbald Dich lieben müßte.

Wie bist Du mir so zart gewogen,
Wie verlangt Dein Herz nach mir!
Durch Liebe sanft und tief gezogen,
Neigt sich mein Alles auch zu Dir.
Du traute Liebe, gutes Wesen,
Du hast mich und ich Dich erlesen.

Ich fühls, Du bist’s, Dich muß ich haben,
Ich fühls, ich muß für Dich nur sein;
Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben,
Mein Ruhplatz ist in Dir allein.
Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen;
Drum folg ich Deinen selgen Zügen.

Ehr sei dem hohen Jesusnamen,
In dem der Liebe Quell entspringt,
Von dem hier alle Bächlein kamen,
Aus dem der Selgen Schar dort trinkt.
Wie beugen sie sich ohne Ende!
Wie falten sie die frohen Hände!

O Jesu, daß Dein Name bliebe
Im Grunde tief gedrücket ein!
Möcht Deine süße Jesusliebe
In Herz und Sinn gepräget sein!
Im Wort, im Werk, in allem Wesen
Sei Jesus und sonst nichts zu lesen.

 

Text: Gerhard Tersteegen (1697-1769)
Musik: Dmytri Bortniansky (1752-1826), 1822


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… was es heißt, Katholik zu sein

28. November 2009

Bischof von Providence (USA) erklärt dem Abgeordneten Kennedy im Fernsehen, was es heißt Katholik zu sein

(Washington) Ein Beispiel, wie Bischöfe eine klare Sprache sprechen und dabei gekonnt mit Medien umgehen und für die eigene Sache nutzen können, lieferte der Bischof der Diözese Providence in den USA, Msgr. Thomas Tobin. Der 62-jährige Bischof in Rhode Island gehört zu jener Generation verhältnismäßig junger Bischöfen, die einer blassen Sprache eine kräftige und vor allem klare Sprache vorziehen, die weniger auf Vorsicht, sondern mehr auf Ehrlichkeit setzen. Es ist eine Generation von Bischöfen, die den Umgang mit den Massenmedien beherrscht und zu nützen weiß. Genau so machte es Bischof Tobin in diesen Tagen, wie Paolo Rodari im Il Foglio berichtete.

Zunächst ließ er seinen Gegner Dampf ablassen. Um genau zu sein, beklagte sich der demokratische Abgeordnete Patrick Kennedy, Sohn des kürzlich verstorbenen Senators Ted Kennedy, in den Medien darüber, daß der Bischof ihm die Heilige Kommunion verweigert hatte, weil er für die Abtreibung sei. Bischof Tobin ließ es zu, daß die medial gewichtigen Worte eines katholischen Kennedy gegen die Kirche über die Medien durch die halbe Welt schalten und lautstarke Unterstützung von überzeugten Abtreibungslobbyisten fanden. Dann aber, plötzlich und völlig unerwartet, ergriff er das Wort. Und er tat diese über die Hauptfernsehkanäle der USA: zuerst bei NBC in der Sendung Hardball mit Rekordeinschaltquoten, dann bei Fox in der O’Reilly Show. Damit erreichte er alle US-Bundesstaaten.

In einer Direktsendung, ungeschnitten, im Kolare und mit Brustkreuz, erklärte Bischof Tobin seinen Standpunkt, den Standpunkt der katholischen Kirche. Er tat das mit einer Selbstverständlichkeit und Sicherheit, wie ein Wirtschaftsfachmann über den Gang der Börse an der Wall Street berichten würde. Eine klare Sprache, gewinnendes Lächeln, konkrete Inhalte und ohne um den Brei herumzureden. „Wenn eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens sich in einer Machtposition befindet, durch die sie die Gesetzgebung beeinflussen kann, stellt sich eine grundlegende Frage: Wenn der Lehre der Kirche nicht gefolgt werden kann, dann ist es notwendig die eigene Arbeit aufzugeben und die eigene Seele zu retten.“ Genau so sagte es der Bischof: „Die eigene Arbeit aufgeben und die eigenen Seele retten.“ Und weiter. „Was ich dem Abgeordneten Kennedy zu sagen versuche, ist: Wenn Du Katholik bist, dann lebe wie ein solcher und versuch die Lehre der Kirche anzuerkennen.“

Der Bischof schreibt wöchentlich eine Kolumne in der diözesanen Kirchenzeitung Rhode Island Catholic. Sie trägt den bezeichnenden Titel Without a Doubt (Ohne Zweifel). In diesen Spalten machte Msgr. Tobin nach den Erklärungen Kennedys einen Brief öffentlich, den er dem Abgeordneten geschrieben hatte und in dem er diesem erklärt „was es bedeutet, Katholik zu sein“. Kennedy hatte behauptet, daß man im Widerspruch mit der Hierarchie der Kirche stehen könne, aber deshalb nicht weniger katholisch sei. „Ich hingegen sage Ihnen“, antwortete Tobin, „daß Katholik sein bedeutet, an einem gemeinsamen Glauben teilzuhaben, der klare und definierte Autoritäten und Lehren hat, Pflichten und Erwartungen. Es bedeutet, der katholischen Lehre vor allem in Fragen des Glaubens und der Moral zu folgen. Es bedeutet, einer örtlichen Gemeinschaft anzugehören, am Sonntag die Heilige Messe zu besuchen, regelmäßig die heiligen Sakramente zu empfangen, es bedeutet, der Kirche persönlich und öffentlich zu folgen.“ Der Bischof führte zudem aus: „Ihre Haltung zur Abtreibung ist für die Kirche inakzeptabel und ist ein Ärgernis für alle Gläubigen. Nicht nur das: sie verringert absolut Ihre Gemeinschaft mit der Kirche selbst.“

Die klaren und deutlichen Worte haben unterschiedlichste Reaktionen ausgelöst. Sie haben vor allem das Interesse der US-Medien aller Bundesstaaten geweckt. Das ist der zweite Schlagabtausch innerhalb kurzer Zeit zwischen der Kirche und den Kennedys, die in den USA als die bekannteste katholische Familie gelten und deshalb exemplarische Bedeutung haben. Vor kurzem kritisierte Msgr. Raymond Burke, Präfekt der Obersten Signatur des Vatikan und selbst US-Amerikaner, daß dem verstorbenen Senator Ted Kennedy eine katholische Bestattung zugestanden wurde, obwohl er sich für die Legalisierung der Ermordung ungeborener Kinder einsetzte.

Gegen Bischof Tobin schäumte umgehend alles, was im sogenannten liberalen Umfeld gesellschaftlich Rang und Namen hat. Die Kritik am Bischof von Providence wird dabei mit der Befürwortung eines Antrags zur öffentlichen Finanzierung der Abtreibung, der im Senat eingebracht wurde. Eine solche war mit großer Mehrheit vom Repräsentantenhaus ausdrücklich untersagt worden. Gegen den neuen Antrag der Abtreibungslobbyisten machen Bischöfe und katholische Organisationen mobil.

aus: Palazzo Apostolico

gesehen in: katholisches.info

Meine Stellungnahme dazu:

Die einstmals große Familie der Kennedys – geliebt wie die „Royal Family“ einer Monarchie – stellte in John F. Kennedy den einzigen katholischen Präsidenten, den es jemals in der Geschichte der Vereinigten Staaten gegeben hat (und geben wird, vermute ich mal). Dass er – als Katholik – überhaupt gewählt wurde, glich schon einem Wunder.

Die Kennedys waren zu Recht eine stolze Familie irischer Herkunft, deren katholischer Hintergrund ihnen viel Respekt und Anerkennung einbrach. Jedoch – und das ist ein Punkt, den Seine Exzellenz Bischof Tobin klar zu machen versucht – Katholik ist man nicht nur dem Taufschein nach – es ist eine Verantwortung. Man muss sich als Katholik den Lehren und Gesetzen der Kirche unterwerfen. Man sollte zumindest mal die 10 Gebote kennen und das Göttliche Gebot: Die Gottes- UND die Nächstenliebe. Als Katholik KANN man die Abtreibung nicht befürworten, weil sie fast allen Geboten Gottes widerspricht.

… Ich wollte mit einem solchen Gewissen nicht leben wollen …

HH

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Warum katholisch?

25. November 2009

 

1. Das Allerheiligste Altarsakrament

2. Die eine heilige katholische und apostolische Kirche

3. Die 7 heiligen Sakramente

4. Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria

5. Die (eigentliche und geistige) Vermählung

6. Die Gemeinschaft der Heiligen

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ViaVeritas

25. November 2009

„Ich bin der Weg,

die Wahrheit und das Leben“

Ja, lange habe ich gesucht, und seit 4 Wochen darf ich mich zu den Mitgliedern eines katholischen Internet-Forums zählen, dessen Links ich zwar hier auf der rechten Spalte bei den Verweisen aufgeführt habe, den ich aber nun endlich extra mit diesem Beitrag besonders hervorheben möchte:

ViaVeritas, katholisches Forum, papst- und dogmentreu

Wer sicher und fest im katholischen (weltumspannenden) Glauben ist, wer NICHT sicher ist im Glauben, wer eine Heimat in dieser säkularisierten und relativistischen Welt sucht, wer Freunde sucht, die das gleiche denken, die die Wahrheit sagen, die das gleiche beten, … der ist hier richtig.

Zu den Moderatoren zählt auch (mindestens) ein Priester, der sich den Fragen und Nöten derjenigen anvertraut, die sich an ihn wenden. Aber auch bei den anderen Moderator(inn)en erkennt man sofort, dass sie nicht nur fest im Glauben stehen, sondern dass sie auch tatsächlich „dogmen- und papsttreu“ sind.

Wie schon gesagt: ich bin seit (erst) 4 Wochen Mitglied, habe aber immer noch nicht alle Beiträge lesen können. Es wird, soweit ich habe sehen können, aber auch JEDES Thema behandelt und ggf. diskutiert, manchmal sogar recht lebhaft. Von Grundsatztexten über liturgische Themen, von Engeln und Heiligen bis hin zu der Königin aller: Maria, von Päpsten und Bischöfen bis hin zu Priestern, von den Sakramenten bis hin zu den eher schwierigeren Themen wie Exorzismus und Visionen und Privatoffenbarungen … so unerschöpflich wie der Dreifaltig Eine, so unerschöpflich wie der herrliche und unvergleichliche katholische Glaube, so unerschöpflich ist auch diese Internetpräsenz.

Die Seite ist vom Design her hervorragend und ansprechend, der Inhalt gibt einem sofort das Gefühl, „zu Hause“ zu sein. Dass gerade heute jeder Katholik aber eine sichere Heimat dringend braucht, wird man erkennen, wenn man sich auch nur ein wenig mit dem Glauben unserer Väter und Vorväter beschäftigt hat, denn heutzutage kann leider nicht jeder Katholik von sich behaupten, eine „Heimat“ zu haben. Denn es ist doch sehr bedauerlich, dass mittlerweile jeder das glauben darf, was er will – sofern er überhaupt an etwas glaubt.

Es fängt schon bei der Liturgie an, die – bis vor ziemlich genau 40 Jahren – überall auf der Welt die gleiche war. Wenn ich heute als Tourist irgendwo auf der Welt in eine heilige Messe möchte, werde ich selten die gleiche Messe finden wie zu Hause. Ich werde mich fast überall fremd fühlen. Aber durch die „Messe aller Zeiten“, den tridentinischen Ritus, der unverständlicherweise der „außerordentliche“ Ritus genannt wird, obwohl er doch seit Jahrhunderten der „ordentliche“ Ritus war, kann ich mich in jeder Kirche, in jeder Kapelle in jedem Dorf der Welt „zu Hause“ fühlen. …

„… ad deum, qui laetificat iuventutem meam“

Während unsere Kirche im 21. Jahrhundert schon soweit ist, dass selbst Bischöfe vor laufenden Fernsehkameras unter Beweis stellen, dass sie den Glauben verloren haben und nicht weit weg davon sind, unseren Herrn und Erlöser zu leugnen, bin ich froh, dass ich bei dem Leuten von „ViaVeritas“ mich nicht nur austauschen kann im gemeinsamen Glauben unserer Väter und Vorväter – wir können uns auch gemeinsam im Glauben an den Dreifaltig Einen, in der Liebe zur von Christus selbst gegründeten Kirche, und in der Treue zum sichtbaren Haupt der Kirche, dem Papst, bestärken.

HH

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Monarchieforum im Oktober 2010 in Berlin

17. November 2009

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Wie Sie ja hier gelesen haben, fand Ende Oktober 2009 in der Hohenzollernschen Residenzstadt Hechingen das 2. Monarchieforum statt – ein Ereignis, das in jeder Hinsicht ein Erfolg war. Keine Spinner, keine Ewiggestrige, keine Fantasten und Utopisten, sondern Menschen jeder Alters- und Gesellschaftsgruppen, Leute, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen, trafen sich, um über die Möglichkeit einer parlamentarischen Monarchie in Deutschland zu reden. Auch Monarchisten aus anderen europäischen Ländern – bis hin nach Russland – reisten interessiert an und gingen zufrieden wieder nach Hause.

Die Resonanz der Teilnehmer und der Bürger Hechingens war enorm, und das gibt uns von der Deutschen Monarchistischen Gesellschaft (DMG), die ja im Verbund ist mit dem Bund aufrechter Monarchisten (BaM) und der Kaisertreuen Jugend (KJ), den Ansporn, die Arbeiten für das nächste Monarchieforum in Angriff zu nehmen.

Schreiben Sie sich doch schon einmal folgenden Termin in den Kalender:

3. Wissenschaftliches Monarchieforum
vom 08. bis 10. Oktober 2010
in Berlin und Potsdam.

Thema:

Die Monarchie im Spannungsfeld

zwischen Tradition und Moderne

Es wird einen Vortrag geben, welcher einen (wissenschaftlichen) Vergleich zieht zwischen Monarchie und Republik, des Weiteren soll mittels eines Vortrages einer herausragenden Person des Hauses Preußen gedacht werden, deren 200. Todestages wir 2010 begehen: Königin Luise von Preußen.

Kulturell wird Berlin und Potsdam ebenfalls einiges zu bieten haben, wir werden aber versuchen, auf den Pfaden des Hauses Preußen in diesen Zentren des Kaiser- und Königshauses Preußen zu wandeln. Inwiefern ein persönlicher Kontakt mit dem Hause Preußen herzustelllen sein wird …. wir arbeiten dran 🙂 … drückt uns die Daumen.


Wie in den ersten beiden Monarchieforen, so wird auch in Berlin genügend Möglichkeit geboten, Zeit für persönliche Gespräche untereinander zu finden, denn gerade diese Kontaktaufnahme und -pflege hat sich als elementarer Teil solcher Veranstaltungen herausgestellt.
Zum Abschluss wird auch im Jahre 2010 ein Gottesdienst gefeiert werden, denn ein Bekenntnis zu unseren christlichen Werten gehört genau so zur Monarchie wie ein Bekenntnis zu den unverzichtbaren Traditionen – die NICHT im Widerspruch stehen müssen zur Moderne. Ein Sich-Hinwenden zur Zukunft, der Wille zum Fortschritt kann nur dann Sinn machen und Erfolg versprechen, wenn die Werte und Ideale der Geschichte und wenn Traditionen verstanden und richtig umgesetzt werden. Ein Ablehnen von Traditionen und Werten ist eine Verleugnung der eigenen Identität. Und eine Zukunft ohne eigene Identität ist sinnlos.

Notieren Sie sich bitte den Termin im Oktober 2010. Sobald das Programm steht, wird Ihnen/Euch hier eine Einladung zu kommen. Ich freue mich schon riesig drauf – vielleicht lernt man sich ja kennen?!?

Herzlichen Gruß,

Heinrich Hoffmann 🙂

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